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Wacken Open Air 2010

Die 21. Ausgabe dürfte eines der besten Line-Ups seit Langem bieten

Nicht wenige waren etwas enttäuscht über das letztjährige Line-Up beim größten Metalfestival der Welt – für viele war das Billing angesichts der zwanzigjährigen Jubiläumsausgabe nicht spektakulär genug, obwohl man meiner Ansicht nach bei Namen wie Heaven & Hell, Motörhead, Saxon oder Running Wild nicht unbedingt meckern konnte.

Aber sei’s drum, auch diejenigen, die deswegen am jammern waren, sollten dieses Jahr voll auf ihre Kosten kommen, denn das Line-Up der 2010er Ausgabe dürfte wohl das beste seit Langem darstellen: Als einen der Mainacts hat man – wie schon vor zwei Jahren – wieder Iron Maiden gewinnen können, über die man wohl nicht viele weitere Worte verlieren muss. Bruce Dickinson, Steve Harris und Co. sind über jeden Zweifel erhaben und dürften mit Sicherheit eine ähnlich geile Show wie 2008, als man nur alte Klassiker zockte, abliefern. Diesmal vielleicht ja auch mit ein paar Songs vom bald erscheinenden, sehnsüchtig erwarteten neuen Album.

Doch mit den Thrash-Metal-Königen Slayer, den Glam- bzw. Rotzrockern Mötley Crüe und dem alten Haudegen Alice Cooper haben die Wacken-Veranstalter drei weitere aufsehenerregende Headliner gebucht – diese musikalisch allesamt völlig unterschiedlichen Gruppen dürften also jedem Geschmack gerecht werden.

Und dennoch war es das noch längst nicht mit den großen Namen: Immortal beispielsweise waren eine der ersten Verpflichtungen der diesjährigen Ausgabe und sind nach wie vor eine der ganz großen Adressen im Schwarzmetallbereich, außerdem haben die „Pandas“ mit „All Shall Fall“ ein relativ neues Album am Start. Dann wäre da noch die trotz des kürzlichen Abgangs von Gitarrist Manni Schmidt nicht tot zu kriegende Heavy-Metal-Legende Grave Digger, die beim W:O:A ihr – wie das Festival selbst im letzten Jahr – Zwanzigjähriges feiert und aus diesem Anlass ein besonderes Schmankerl für ihre Fans parat hat, indem sie das komplette „Tunes Of War“-Album von 1996 spielen wird.

Weiterhin darf man sich auf die Okkult-Rocker The Devil's Blood freuen, denen eine große Zukunft prophezeit wird, die sich in diesem Jahr, da die Niederländer auf zahlreichen Festivals gebucht wurden, vielleicht tatsächlich endgültig erfüllen könnte – so stark wie die EP „Come, Reap“ und das Album „The Time Of No Time Evermore“ ausgefallen sind, hätten sie es auf jeden Fall verdient und dass sie ebenfalls eine gute Liveband sind, haben sie auch schon unter Beweis gestellt.

Unbedingt erwähnen muss man auch den Auftritt von Ex-Emperor-Frontmann Ihsahn, der beim W:O:A seinen einzigen Deutschland-Auftritt absolviert und seinen neuesten Streich „After“ im Gepäck hat. Spätestens damit hat er bewiesen, dass er in der Lage ist, sich von dem übermächtigen Schatten seiner früheren Band zu lösen. Nachdem er 2006 in Wacken einen Abschiedsgig mit Emperor spielte, kehrt er nun mit eigener Combo zurück an die Kultstätte.

Mit Spannung erwartet werden sicherlich auch die Gigs von Fear Factory, die wieder back in the game sind und mit „Mechanize“ ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit eine neue Scheibe veröffentlicht haben, und natürlich Overkill, deren neues Album „Ironbound“ mit Recht überall über den grünen Klee gelobt wurde. Die New Yorker sind ja bekannt dafür, eigentlich nie schlechte Konzerte zu geben.

Ansonsten wird natürlich wieder jede Spielart bedient, die es im Hard Rock- und Metal-Sektor gibt: Für die Freunde der extremen Spielarten, sprich Black- und Death Metal sorgen Combos wie Endstille (die erstaunlicherweise schon wieder dabei sind, obgleich sie erst im letzten Jahr am Start waren), Kataklysm, Cannibal Corpse, Arch Enemy, Unleashed, Gojira, 1349 und Secrets Of The Moon, während Equilibrium, Solstafir, Týr oder Metsatöll für die Pagan- bzw. Folk-Komponente sorgen, und Edguy, Stratovarius oder Kamelot für klassischen Melodic bzw. Power Metal stehen. Für den Spaßfaktor hingegen dürften Mambo Kurt mit seiner lustigen Orgel und Torfrock zuständig sein.

Man kann in diesem Vorbericht gar nicht jeder Band gerecht werden, zu lang ist die Liste spektakulärer, namhafter Verpflichtungen: Da sind noch Ex-Nightwish-Frontdame Tarja, die mit ihrer Band an den Start geht, Udo Dirkschneiders Kapelle U.D.O., die sich gerade mächtig im Kommen befindlichen, legitimen Blind Guardian-Nachfolger Orden Ogan, die Exoten Orphaned Land aus Israel, die griechische Thrash-Metal-Hoffnung Suicidal Angels, Max Cavaleras Soulfly, die „finnischen KatatoniaGhost Brigade oder die alten NWOBHM-Recken Raven.

Niemand soll sich hier auf den Schlips getreten fühlen, wenn er nicht erwähnt wird, aber das Programm ist einfach zu umfangreich, um zu jeder Band in ein paar Zeilen etwas zu schreiben. Für Abwechslung ist jedenfalls definitiv gesorgt und ganz bestimmt wird auch das in diesem Jahr vom 5. bis zum 7. August stattfindende Wacken 2010 wieder eine riesige, gigantische Party, die viel Spaß bringen wird.

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