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Turock Open Air 2017

Zwei Tage umsonst und draußen direkt im Auge der Kirche

Aktueller Flyer zum Turock Open Air 2017

Zum Thema

Metaller lassen sich nicht klein kriegen – niemals. Schon immer durfte man sich doch in Sicherheit wiegen, mit einer Subkultur anzuecken und dabei in der Welt darüber hinaus eher mit Vorurteilen überschüttet zu werden. Auch wenn der Split vom „Essen Original“ als Ärgernis durchgeht, dürften viele MetallerInnen auch aufatmen ganz nach dem Motto: So feiert man dann wieder unter sich.

Zu erfolgreich, so das Fazit der letzten Jahre, denn der Viehhofer Platz entwickelte sich immer mehr zum wahren Publikumsmagneten, was schlussendlich die Organisatoren rund um Peter Siewert auch dieses Jahr gezwungenermaßen motivierte, nun in kompletter Eigenregie – allerdings nur noch für zwei Tage – zwei Wochen vorher loszulegen.

Turock Open Air

18. - 19. August 2017
Viehhofer Platz 3
45127 Essen

Gleich zwei musikalisch unterschiedliche US-Schwergewichte dominieren die Headlinerpositionen. Zum einen haben sich Life Of Agony rund um Frontfrau Mina Caputo nach zwölf Jahren mit dem neuen Studioalbum „A Place Where There's No More Pain“ zurückgemeldet, aber gerade das auch heute noch mehr als beeindruckende Debütalbum „River Runs Red“ dürfte bei den Fans schweren Alternativerocks bzw. -metal ganz weit oben im Kurs stehen – ein kleines emotionales Feuerwerk, wo gleich mal Genderbotschaften mitschwingen. Auf der anderen Seite spielen samstags die konsequenten Neusongverweigerer Sacred Reich, die schon seit etwas mehr als zwei Dekaden mit einem Old-School-Set der Marke „Surf Nicaragua“ bis „The American Way“ zu begeistern wissen – Klassiker für die Ewigkeit geschrieben und auch heute noch die Triebfeder für ausgedehnte Moshpits.

Aber auch so wird das Billing reichlich abwechslungsreich für Unterhaltung sorgen. Nicht zum ersten Mal werden Jaya The Cat punkigen Reggae bei ihrer early show für ordentliche Tanzmoves sorgen, da knüpfen locker auch The O'Reillys And The Paddyhats an, allerdings begeistern sie mit Irish Folk Punk. Auch punkig, allerdings mit einer breiten rotzigen Streetattitüde, kommen Toxpack daher, die wiedergeborenen Lokalmatadore [Seng:Fu] setzen dagegen auf stark groovigen und aggressiven Alternative und Resist The Ocean lassen es mit ordentlich moderner Metalcore-Krachkante poltern.

Abwechlungsreich ist auch der Festivalsamstag angeordnet. Power Metaller werden mit großem Hallo die Chartstürmer Orden Ogan begrüßen, Savage Messiah mischen ihrer Power noch eine melodische Thrashnote unter und Exumer blasen dann mit Ballerthrash erster Kajüte alles in Grund und Boden. Breitbeiniger, sanft epischer Schwedentod darf auch nicht fehlen und wird durch The Lurking Fear durch die Boxen gepresst, die Velberter Obscurity bringen ihr neues Album „Streitmacht“ mit und halten mit angeschwärztem Pagan Metal dagegen. Tombstone lassen sich musikalisch nicht fix binden und mischen Groove, Core, Stoner und auch ein wenig Sludge zu einer eigenen Mixtur. Und wie hieß es damals so schön: „Wer ist härter als jeder Schwanz?“ Crowbar sind gemeint, die unbestrittenen Vorreiter für Sludge Metal rund um Nuschelkönig Kirk Windstein.

Das Festival finanziert sich durch den Getränkeverkauf, somit sollte selbstverständlich vor Ort verzehrt werden, ganz nach dem Motto, welches immer so schön bei der Lünener Alternative Stage aushängt: „Mitgebracht, nicht nachgedacht“.

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