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Turock Open Air 2010

Zwei Tage "Umsonst und Draußen"
Zum Thema

Nicht nur, dass im Jahr 2010 endlich wieder eine Turock-Bühne beim Essen Original aufgestellt wird – die Organisatoren verwöhnen gleich mit einem fetten Zwei-Tages-Programm – und dann noch für lau. Letztes Jahr fand wohl auf Drängen der Stadt Essen das Essen Original ohne Beteiligung der Metaller statt. Ein durch Fans geplanter Flash-Mob als Protestaktion war leider nicht zustande gekommen.

Turock Open Air 2010
10. und 11. September 2010
Viehofer Platz 3
45127 Essen

 

Eine Wegbeschreibung zum Event ist auf der Homepage des Turock zu finden.

Freitag, 10. September 2010

Der Freitag wird durch den Headliner Entombed zu einem ganz besonderen Abend gemacht. Entombed- wer das ist? Sollte diese Band dem Leser dieser Zeilen unbekannt sein, dann müssen sofort die ersten drei Maßstabsalben „Left Hand Path“, „Clandestine“ und „Wolverine Blues“ gekauft und auswendig gelernt werden. Die Wissensüberprüfung wird von der The-Pit.de Redaktion gleich in der Umbaupause vor eben diesen schwedischen Death Metal Göttern durchgeführt. Nächste Gelegenheit, Entombed live zu erfahren, bietet sich diesen Herbst bei der Tour mit Volbeat an. Denn auch dort wird die wieder auf fünf Köpfe angewachsene Truppe mehr als ordentlich rocken – versprochen.

Feinsten Thrash bieten die kalifornischen Warbringer. Über die Live-Qualitäten dieser Band braucht man gar nicht diskutieren  - die Bilder der Live Show letztes Jahr in Münster mit unzähligen Crowdsurfern sprechen eine deutliche Sprache. Also – schön die Köpfe einziehen und die Hände nach oben wuchten, bevor die Profilrillen eines netten Stiefels feinste Riefen in den Nacken stempeln.

Aus Ohio sind die Black Thrasher Skeletonwitch über den Teich geschippert, um auch in Kontinentaleuropa derbes Liedgut unters Bangervolk zu mischen. Mit ihrem aktuellen Album „Breathing The Fire“ konnten sie die The-Pit.de Redaktion zu feinen 7,5 Punkten herausfordern.

Es ist ja noch gar nicht lange her, da ließen sich Dew-Scented in Essen blicken und rockten den Turock-Club mit den Jungs von Contradiction sowie dem Headliner Heathen in Perfektion zusammen. Kurze Zeit später kam dann der aktuelle Silberling „Invocation“ auf den Markt und im November wird das Quintett gemeinsam mit As I Lay Dying einige Clubs in Grund und Asche thrashen.

Die Schweden Grand Magus ragen musikalisch ein wenig aus dem Programm heraus, da sie eher dem klassischen Stahl mit eine kräftigen Würznote aus Doom, Heavy und erdigem Rock angehören. Wo sie auftauchen, rocken sie das Haus: Letztes Jahr beim Rock Hard Festival, unlängst beim With Full Force und beim Headbangers Open Air. Die neue Scheibe „Hammer of The North“ ist auch ein richtig geiles Album geworden. Nicht umsonst touren Grand Magus auch Anfang Dezember mit Motörhead und Doro durch deutsche Hallen.

Die Schweden Darkane lassen sich in diesen Breitengraden lediglich für eine einzige Show sehen. Die Death Thrasher veröffentlichten just im Juli die DVD „Layers Of Live“ und die dort gezeigte Energie wird sicherlich auch beim Turock Open Air für fliegende Haare, erhöhtem Bierkonsum und einem amtlichen Moshpit sorgen.

Habt ihr Destinity beim Summer Breeze verpasst? Das war beim diesjährigen Angebot nicht schwer. Beim Turock Open Air braucht man sich nur rechtzeitig einfinden und kann dann jede Band hintereinander hören und sehen. So entkernen diese französischen Black Deather ab 17:40 Uhr die verschmalzten Gehörgänge.

Wie steht es so schön im The-Pit.de Review zur aktuellen Scheibe der spanischen Thrasher Angelus Apatrida? Eine Abrissbirne mit Tradition in den Genen und dafür gab es dann schnuckelige 9 Points from the piterian votes. Also – Pommesgabeln aus den Hosentaschen kramen, das Haarnetz gleich zu Hause lassen und dann heißt es: Schüttel dein Haaaaar für mich.

Ihr sucht ein bisschen AC/DC-Spirit beim Turock Open Air? Ja gerne, denn mit Big Ball rockt der von Debauchery bekannte Frontmann Thomas im feinen Aussie-Style gleich zum Festivalauftakt. Dabei sein ist alles.

Samstag, 11. September 2010

Der zweite Festivaltag endet mit einem Death Metal Kracher wie der Vortag – Unleashed. Vor kurzem waren sie noch beim W:O:A oder auch beim Summer Breeze zu sehen und nun wird diese schwedische Legende mitten in der Essener Innenstadt für derbe Deathgrunts sorgen. Kurz nach ihrer Show beim Winternachtstraum Festival kam die bei The.Pit.de mit 9,5 Punkten gewürdigte „As Yggdrasil Trembles“-CD heraus, aber auch ältere Smasher wie „Hell’s Unleashed“ oder „Into Glory Ride“ werden für entfesselte Fans sorgen.

Blutige Streiche, die nächste Runde: Damit sind nicht die blutigen Nasen im Moshpit gemeint, sondern die hanebüchene Diskussion um Debaucherys Frontmann Thomas.  Metaller sind ja sooo böse, wenn mit sarkastischem Auge Kunstblut und ein wenig Damenfleisch zu sehen sind. Beim Wacken Open Air sowie dem Dong Open Air bekamen die Death Metaller aus dem Schwabenland viele Sympathiepunkte. Hier heißt es rechtzeitig ein Plätzchen in den ersten Reihen sichern, denn mit Sicherheit steppt auch in Essen der Debauchery-Bär.

Für The Very End wird es ein Heimspiel, da sie selbst aus Essen kommen. Schon in zahlreichen Shows konnten die Melodic Deather ihre Live-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Das nächste Album „Mercy & Misery“ lässt noch ein wenig auf sich warten, aber Anfang Januar sorgen Steamhammer/ SPV für ein amtliches Release. Der Deal mit SPV ist noch richtig frisch (The-Pit.de berichtete).

Accuser veröffentlichten Ende der 80er/ Anfang der 90er wahre Kultalben und deutsche Thrash-Referenzwerke. Doch nach dem 95er Werk „Taken By The Throat“ löste sich die Band auf, um vor knapp zwei Jahren mit aller Aggro-Macht wieder ein paar hinreißende Shows zu spielen. Die Besucher des letztjährigen Winternachtstraumfestivals oder auch des Helloween Smash Festivals träumen wohl immer noch davon. Im Mai 2010 erschien dann endlich eine lang ersehnte neue Scheibe namens „Agitation“ und wird nun auch endlich im Pott gebührend vorgestellt. Dies wird ein kleiner Vorgeschmack auf das Metropole Ruhr Festival 2011.

Mit den Frantic Flintstones ist die Rockabilly-Szene herzlich eingeladen, das Tanzbein zu schwingen. Sicherlich sind sie für Metallerohren etwas gewöhnungsbedürftig, aber wer doch die Toleranz gleich mit V4A-Kügelchen schluckte, kann sicherlich entweder ein Öhrchen riskieren oder Trost und Abwechslung im Gerstensaft suchen.

NRW-Punk Rock mit deutschen Texten, kleiner Prolo-Kante und früher Dead Kennedys-Inspiration rocken noch zur Ladenöffnungszeit, um niemanden zu verschrecken. Gab es keine ambitionierte Metalband mehr, die den Platz sinniger hätten füllen können? Es kommt also etwas für Über-den-Tellerrandschauer und welche, die sich in Toleranz üben möchten.

Die fünf tapferen Krieger von Obscurity gehen mit Pagan Metal in die Schlacht. Eine neue CD ist mittlerweile mit der Hilfe von Japanische Kampfhörspiele-Bony eingeholzt worden und wartet nun auf die Veröffentlichung Ende November.

Was für eine Chance für die Hardcore-Thrasher Face Facts. Die sympathischen Duisburger bessern sich von Gig zu Gig, nehmen ihre Geschicke selbst in die Hand und organisieren gleich ganze Veranstaltungen selbst. Wer den Underground unterstützen will, kann sich gleich die Split-CD „No Place To Hide“ mit Enemy Within am Merchstand sichern.

Wortmord, mit einem frischen Deal bei Sunny Bastards Records ausgerüstet, werden den zweiten Tag des Turock Open Air eröffnen. Einen Tag vorher erscheint auch die Debut-CD „Wortgeburt“ der Nordrhein-Westfalen.

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