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Rock Hard Festival 2018

Wieder eine bunte Palette an Bands des harten Spektrums

Wieder ist ein Jahr herum und Pfingsten rückt näher – und damit auch eine neue Ausgabe des Rock Hard Festivals. Auch anno 2018 bieten die Veranstalter wieder eine bunte Palette an Bands des harten Spektrums, wobei der Fokus wie gewohnt auf der traditionellen Ausrichtung liegt. Das zeigt schon die erneute Verpflichtung der Gelsenkirchener Lokalmatadoren Sodom, die erst vor zwei Jahren im Amphitheater ran durften, nun jedoch schon wieder aufschlagen, da Chefstratege Tom Angelripper bekanntlich seine gesamte Band austauschte, um „möglicher Routine vorzubeugen“ – wie sich das neu formierte Quartett (ja, nun sind wieder zwei Gitarristen am Start) schlägt, davon kann sich jeder Besucher am Freitagabend selbst ein Bild machen.

Auch der Samstagsheadliner Overkill ist nicht gerade zum ersten Mal beim RHF dabei, es ist allerdings das erste Mal, dass Bobby Blitz und Co. auch tatsächlich an der begehrten letzten Position des Tages zum Zuge kommen, nachdem man zuvor maximal an vorletzter Stelle spielen durfte. Saxon, der Headliner am Sonntag und damit die letzte Combo des Festivals, sind natürlich ebenfalls alte Hasen und waren zuletzt 2009 dabei. Mit Axel Rudi Pell wurde ein weiterer Veteran aus dem Pott ins Boot geholt; der Bochumer Saitenhexer hat Ende März jüngst sein 18. (!) Studioalbum „Knights Call“ veröffentlicht, kann zusätzlich zu seinem gewaltigen Backkatalog also sogar auch frisches Material präsentieren.

Aus der Region stammen auch Attic, die 2014 schon ein dickes Ausrufezeichen setzen konnten und dies auch in diesem Jahr zu tun gedenken. Traditionalisten werden ebenfalls angesichts der Verpflichtung der kauzigen Kult-Metaller Cirith Ungol jubeln, auch Armored Saint dürften bei vielen auf der Wunschliste gestanden haben, genauso wie laut Aussage des Rock Hard selbst Nocturnal Rites, von denen das Magazin sagt, dass es eigentlich nicht zu glauben sei, dass die schwedischen Power Metaller noch nie beim RHF gespielt haben.

Für Knüppelfreunde ist selbstverständlich auch etwas dabei: So hat man das Black-Metal-Abrisskommando Marduk erstmals ins Amphitheater geholt, die wie ihre Landsleute von Nocturnal Rites das erste Mal dabei sind, auch die Deather Memoriam (u.a. mit Ex-Bolt Thrower-Frontmann Karl Willetts) und die Osnabrücker Dawn Of Disease sorgen für die richtig harten Klänge in diesem Jahr. Wobei „hart und schnell“ natürlich auch auf die Thrasher Traitor und Coroner (mit der einzigen deutschen Festivalshow in diesem Jahr) zutrifft. Da dürften dann kräftig Ärsche getreten werden, ein Motto, das sich auch die bereits im letzten Jahr mächtig auftrumpfenden Night Demon auf die Fahnen geschrieben haben. Da viele Zuschauer aufgrund organisatorischer Probleme nicht in den Genuss des Auftritts der Amerikaner kommen konnten, holte man die Truppe kurzerhand für die 2018er Ausgabe noch einmal in den Pott.

Wer es etwas gediegener bevorzugt, für den schlägt Gitarrenlegende Uli Jon Roth eher hardrockige denn metallische Töne an. In seinem „Scorpions Revisited“-Programm hat der Althippie einen Sack voll alter (logisch) Scorpions-Hits, was beim old-schooligen Publikum gut ankommen dürfte. Classic-Rock-Anleihen werden auch bei The New Roses und der All-Girl-Truppe Thundermother (die gerade ähnlich wie Sodom fast die gesamte Bandbesetzung ausgetauscht haben) serviert, eher sleazy geht es bei den Backyard Babies zu, die ja auch schon lange im Geschäft sind, tatsächlich aber beim RHF debütieren.

Schon lange im Business sind auch Leatherwolf, die in den Achtzigern drei Alben veröffentlichten, nach einer mehrjährigen Pause in den Neunzigern in den Zweitausendern dann jedoch mit neuem Material aufwarteten – die dreifache Gitarrenpower der Amis wird den Zuschauern mit Sicherheit ordentlich einheizen. Tiamat sind auch bereits seit Ende der Achtziger aktiv und haben angekündigt, ein Set zu spielen, bei dem sie sich hauptsächlich auf die Stücke ihrer Klassikeralben „Clouds“ und „Wildhoney“ konzentrieren wollen. Dool hingegen sind eine erst 2015 gegründete Formation, bei der u.a. Musiker von The Devil’s Blood mitwirken und die mit einer interessanten Mixtur aus Progressive-, Doom- und Psychedelic Rock daherkommen.

Bleibt mit Diamond Head noch eine weitere Kulttruppe, die erst durch Metallicas Cover ihrer Songs weltweite Bekanntheit erlangte, im Gegensatz zu Hetfield und Co. allerdings nie Stadien füllen konnte – dafür sind sie nun in ungleich gemütlicherer Atmosphäre zu erleben. Abschließend lässt sich also ein ähnliches Fazit wie schon in den Vorberichten der letzten Jahre ziehen: Es sollte wieder für jeden Fan etwas dabei sein, von daher: Party on!

Running Order:

Freitag (18. Mai):
15:00 – 15:40 Dawn Of Disease
16:00 – 16:40 Attic
17:05 – 17:50 Dool
18:15 – 19:15 Diamond Head
19:45 – 21:00 Tiamat
21:30 – 23:00 Sodom

Samstag (19. Mai):
12:30 – 13:10 Traitor
13:30 – 14:10 Nocturnal Rites
14:30 – 15:15 The New Roses
15:40 – 16:35 Leatherwolf
17:00 – 17:55 Cirith Ungol
18:20 – 19:15 Marduk
19:45 – 21:00 Axel Rudi Pell
21:30 – 23:00 Overkill

Sonntag (20. Mai):
12:00 – 12:40 Thundermother
13:00 – 13:45 Memoriam
14:10 – 14:55 Night Demon
15:20 – 16:20 Uli Jon Roth
16:45 – 17:45 Coroner
18:10 – 19:15 Backyard Babies
19:45 – 21:00 Armored Saint
21:30 – 23:00 Saxon

Weitere wichtige Informationen:
Ort:
Gelsenkirchen, Amphitheater
Preise: Drei-Tages-Ticket: 86,90 Euro (inklusive aller Gebühren), Kombiticket Festival und Camping: 108,40 Euro (inklusive aller Gebühren)

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