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Rock Hard Festival 2013

Auch Runde elf wird wieder mit jeder Menge Topacts glänzen!

Kinder, wie die Zeit vergeht! 2012 feierte das Rock Hard Festival seine Jubiläumsausgabe, doch wenn man sich das Line-up für dieses Jahr anschaut, könnte auch anno 2013 ein runder Geburtstag anstehen. Fast noch spektakulärer als beim letzten Mal präsentiert sich das Billing, vor allem die Verpflichtung von King Diamond lässt aufhorchen. Lange genug hatte die Dortmunder Metalzeitschrift um den Dänen gebuhlt, immer wieder hatte es nicht geklappt, doch nun endlich erfüllt sich tatsächlich der Traum von Fans und Veranstaltern gleichermaßen. Die volle Show soll geboten werden, denn wenn es schon so lange gedauert hat, den Mercyful Fate-Frontmann in den Pott zu holen, will man natürlich auch keine halben Sachen machen.

Apropos halbe Sachen: Zu so einer wird der Queensrÿche-Gig hoffentlich nicht. Die vorletzte Combo, die das Rock Hard verpflichten konnte, geht momentan durch schwere Zeiten. Die letzten Alben waren samt und sonders durchschnittlich oder gar schwach – und die höchst unerfreuliche öffentliche Schlammschlacht zwischen (mittlerweile Ex-) Sänger Geoff Tate und der Instrumentalfraktion hat die Reputation der Gruppe natürlich auch nicht gerade verbessert. Mit Todd La Torre am Mikro hat man allerdings einen exzellenten neuen Frontmann gefunden und will in Gelsenkirchen mit einem Klassikerset die Fans wieder versöhnlich stimmen – recht so, denn Material von den letzten Platten wollen schätzungsweise  doch nur die Allerwenigsten hören.

Anhand dieser beiden Bands wird bereits deutlich, dass der Fokus auch 2013 wieder auf dem klassischen Heavy-Metal-Bereich liegt, doch dafür ist das Festival schließlich bekannt und dafür kommen die Leute jedes Jahr ins Amphitheater. Old-schoolig unterwegs sind insbesondere die kalifornischen Doom-Rocker Orchid, die zwar arg nach Black Sabbath mit Ozzy Osbourne klingen, aber dermaßen brillantes Songwriting an den Tag legen, dass das niemanden wirklich großartig stören sollte.

Auch Attic spielen sehr traditionelles Zeug und sind damit im Metal-Underground derzeit mächtig angesagt. Noch dazu haben sie in Gelsenkirchen Heimspiel und passen nicht nur optisch gut zu King Diamond – wenn die nicht amtlich abgefeiert werden, dann würde da irgendetwas ziemlich falsch laufen, so viel ist sicher. Horisont aus Schweden können sich ebenfalls kontinuierlich wachsender Beliebtheit erfreuen, auch sie profitieren von der Vintage-Rock-Welle, haben aber auch wirklich jede Menge zu bieten.

Audrey Horne aus Norwegen und D.A.D. aus Dänemark waren bereits im Jahre 2009 zu Gast und kehren nun beide vier Jahre später zurück ins Amphitheater. Jeder, der damals mit dabei war, weiß, dass beide Formationen kräftig bejubelt wurden. Warum sollte dies dieses Mal anders sein, zumal Audrey Horne mit „Youngblood“ ein neues Album im Gepäck haben, das den drei starken Vorgängern in nichts nachsteht.

Auch für diejenigen, die es etwas härter mögen, ist gesorgt: Mit Fleshcrawl steht eine Gruppe aus dem Death-Metal-Bereich bereit, in Sachen extremere Spielarten hat man diesmal aber eher den Black Metal vorgezogen, nachdem im letzten Jahr in Form von Krisiun, Unleashed und Bolt Thrower eher dem Todesstahl gefrönt wurde. Dafür dürfen diesmal namhafte Schwarzwurzelkünstler wie Nachtmystium und Naglfar auf die Bretter. Letztgenannte sollten eigentlich bereits 2007 antanzen, konnten dies jedoch wegen eines Airline-Streiks nicht in die Tat umsetzen. Gospel Of The Horns und Desaster befinden sich in der Schnittmenge von Black- und Thrash Metal und dürften damit bei den Extreme-Metal-Fans ebenfalls sehr gut ankommen. Genauso wie die Wikinger von Ensiferum, die inzwischen sowieso eine Riesenhausnummer sind, nach 2005 das zweite Mal beim RHF zocken, und definitiv auch dieses Jahr für ein volles Rund sorgen werden.

Besonders gespannt darf man sicherlich auf den Auftritt von Ashes Of Ares sein; die neue Band von Ex-Iced Earth-Frontröhre feiert auf dem Rock Hard Festival Live-Weltpremiere – eine besondere Ehre für das Festival, und die Truppe, die neben Barlow noch aus Freddie Vidales (ebenfalls Ex-Iced Earth) und Van Williams (Ex-Nevermore) besteht, hätte sich ebenfalls eine schlechtere Location für ihre erste Show aussuchen können. Dass Barlow es noch kann, ist jedenfalls hinlänglich bekannt, wie er beispielsweise 2011 bei seinen Abschiedsshows mit Iced Earth eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Bei Threshold muss man sich ebenfalls keine Sorgen um Qualität machen: Die Engländer liefern regelmäßig eine Knallerscheibe nach der anderen ab und kredenzten im letzten Jahr mit „March Of Progress“ das vorläufige Highlight ihrer Karriere. An der Livefront ist das Sextett ebenfalls eine Größe und dürfte mit seinem recht eingängigen Prog leichter verdaulich sein als Psychotic Waltz im letzten Jahr, über die einige Banausen ja meinten, sie seien mit ihrer komplexen Musik für dieses Festival nicht geeignet.

Udo Dirkschneider ist in der Metalszene natürlich bekannt wie ein bunter Hund, tritt mit seiner Combo U.D.O. allerdings tatsächlich zum ersten Mal beim RHF auf. Mal sehen, ob er gegen die unfassbare Stimmung, die 2010 bei seinen Ex-Kollegen von Accept herrschte, anstinken kann, so oder so wird er aber wohl kaum mangelnde Resonanz befürchten müssen. Mit Slingblade, Mustasch, Tank und Orden Ogan stehen weitere Topacts zu Buche, eine einzige Band fehlt allerdings noch, um das Line-up zu komplettieren – sobald diese bekanntgegeben wird, werden wir dies natürlich sofort auf The-Pit.de vermelden. Dementsprechend existiert auch noch keine Running Order, vorerst können wir nur noch einmal alle bisher bestätigten Bands in der Übersicht aufreihen:

Ashes Of Ares
Attic
Audrey Horne
D.A.D.
Desaster
Ensiferum
Fleshcrawl
Gospel Of The Horns
Hellish Crossfire
Horisont
King Diamond
Mustasch
Nachtmystium
Naglfar
Orchid
Orden Ogan
Queensrÿche
Slingblade
Tank
Threshold
U.D.O.

Weitere wichtige Informationen auf einen Blick:

Datum: 17. – 19. Mai 2013
Ort: Gelsenkirchen, Amphitheater
Preise: 77,00 € inkl. MwSt. und 10% VVK-Gebühr

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