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Queens Of Metal Open Air 2012

Frankens Kultfestival kehrt wieder zurück – allerdings in Südthüringen

Eine Granate des Thrash Metals - Exodus; hier beim Metalfest Winter Edition 2011

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Endlich kann das Queens Of Metal Open Air in die fünfte Runde starten. Ganze zwei Jahre mussten die Organisatoren ihr Festival auf Eis legen, da die gewohnte Anlage in Kleinwenkheim nicht mehr zur Verfügung stand. Doch nun ist nach unzähligen Geländebegehungen und auch einigen Absagen von Seiten der Behörden die richtige Location gefunden und die zeigt sich sehr vielversprechend. Das Naturtheater in Steinbach ist jetzt neue Herberge des Queens Of Metal Open Air und birgt nicht nur für die Veranstalter einige Schmankerln, sondern auch die Besucher dürften mit der Wahl mehr als zufrieden sein. Das Amphitheater zeigt sich nicht nur durch die großzügige Parksituation und dem festivalnahen Campingplatz sehr attraktiv. Auch die 3.000 Sitzplätze bieten für viele müde Knochen eine angenehme Ruhestätte (vorausgesetzt das Wetter spielt mit) mit gutem Blick auf das Bühnengeschehen. Natürlich wird es genügend Anlaufstellen für Speis und Flüssignahrung geben.

Auch wenn der Spielbetrieb erst am Freitag losgeht, startet die Party bereits am Donnerstag. Wem die gängige Campingplatzatmosphäre allerdings zu fade ist, kann als Alternativprogramm das Barzelt ansteuern. Hier wird schon fleißig Metal aufgelegt, wobei die Anwesenden bei konstantem Biergenuss die Matte kreisen lassen können.

Freitag, 20. Juli 2012

Eröffnen werden das diesjährige Queens Of Metal Open Air Retaliation. Die Unterfranken haben sich bei dem Bandkontest, der auf Facebook gestartet wurde, mit ihrem Progressive Death Metal mit satten 2.373 Likes auf die Pole Position gesetzt und dabei einige potentielle Mitbewerber im Regen stehen lassen.

Der Freitag zeigt sich durchweg hart. Eine Knüppelband nach der anderen – natürlich mit einigen Ausreißern – reichen sich das Mikrofon Hand in Hand. Kelebra, Hateprison, Defuse My Hate und Origin liefern Knochenbrechermucke vom Feinsten und lassen die Herzen der härteren Gangart regelrecht in den Pogo ziehen.

Eine der großen Außreißer werden Volksmetal sein. Metal meets Volksmusik heißt die Devise. Wer diese Band allerdings in das bayerische Einzugsgebiet einkategorisiert, hat sich weit getäuscht. Die Herren stammen aus der idyllischen Bodenseeregion und haben sich den markanten Dialekt mit größter Präzision antrainiert. Wie die Combo life wirkt, werden wir in ein paar Wochen erfahren.

Der zweite Ausnahmekünstler an diesem Tag scheint The New Black zu sein. Die Truppe durfte bereits als Vorband von AC/DC ihr Können vor einem gigantischem Publikum beweisen und die Australier sind nicht die einzige Referenz. Die Würzburger standen schon bei einigen namhaften Bekanntheiten im Vorprogramm und werden bestimmt auch auf dem Queens Of Metal Open Air 2012 zeigen, dass dies nicht von ungefähr geschehen ist.

Death-Metal-Fans aufgepasst: Auch ihr werdet an diesem Tag voll auf eure Kosten kommen. Seien es die Schweizer von Requiem oder das großbritannisch-chilenische Quartett Communic – diese beiden Bands dürften schon für ordentlichen Nackenschmerz am nächsten Tag sorgen. Allerdings machen Suffocation das Kraut fett. Die New Yorker Legenden sollten den letzten Tropfen Schweiß aus den Poren treiben.

Wer die Geschichte des Festivals etwas verfolgt hat, muss wohl wissen, dass Pink die Farbe der Farben ist. Mit pinken Flyern hat alles begonnen und dieser Ton hat sich kontinuierlich durch die ganze Veranstaltungsgeschichte gezogen. Sei es Festivalbändchen, Farbe der Kassenkassette oder PiPaPo! Pink muss dabei sein. Aber dieses Mal scheinen die Veranstalter das Fass den Boden ausschlagen zu wollen, denn Queens Of Metal Open Air 2012 proudly presents the in all probability pinkest band of the world... J.B.O.. Diese Band wird nicht nur in geballter Farb- und Spaßqualität ihren Beitrag zur halben Dekade des Festivals beitragen, sondern ihren Status als Frankens lustigste Metal-Combo voll auskosten.

Night Of The Wolfpack

Power Metal trifft auf Pagan Metal - das scheint nicht wirklich zusammenzupassen. Allerdings haben Powerwolf und Varg durchaus ein paar Parallelen. Beide Bands kommen aus deutschen Landen und greifen gerne in den Schminktiegel. Die zwei Gruppen dürfen zu später Stunde ihr Genre vertreten, denn Power und Pagan Metal steht nur einmal an diesem Tag auf dem Programm.

Samstag 21. Juli 2012

Der Samstag zeigt sich stiltechnisch sehr durchwachsen. Während Excess Pressure und Edge Of Thorns die Power-Metal-Ecke bedienen, werden Goregonzola und die Gehörnten selbst – also Milking The Goatmachine den Spieß umdrehen und das Publikum härter in die Mangel nehmen. Natürlich darf am Nachmittag eine gehörige Portion Death nicht fehlen. Den Stoff dazu werden Soul Demise und die melodiösere Variante Dark Age liefern.

Eines muss man den Veranstaltern lassen. Bei der Buchung der Thrash-Metal-Bands haben sie sich durchaus nicht lumpen lassen. Dew-Scented waren schon bei der Geburt des Queens Of Metal Open Airs dabei und dürfen auch bei der Reaktivierung nicht fehlen. Als wahrer Emporkömmling haben sich Suicidal Angels gemausert. Während ihr Heimatland im Moment nicht so rosig dasteht, haben die Griechen den entgegengesetzten Weg eingeschlagen. Auch eine wahre Legende aus diesem Sektor hält mit wehenden Fahnen Einzug in das Naturtheater. Mit Exodus kann das Festival mit einem echten Garanten für die totale Zerlegung präsentieren und man kann sicher sein, dass Garry Holt und Konsorten ihr Bestes tun werden.

Auch ein kleines Stück Heavy-Metal-Geschichte erscheint auf dem Spielplan. Grave Digger haben ihren Anfang gefunden, als manche der Fans noch in Abrahams Wurstkessel geschwommen sind. Die Legenden haben es in den über 30 Jahren geschafft, jung und alt zu begeistern, und wollen auch auf dem QOM zeigen, dass alte Leidenschaft nicht rostet.

An diesem Abend besteigt noch eine namhafte Person aus dem Metalsektor die Bühne. Die Rede ist von Peter Tägtgren, der diesmal mit seinem Nebenprojekt Pain anrückt, um Bewegung in die Meute zu bringen. Die Zweitband des Fronters braucht sich allerdings vor der großen Schwester nicht zu verstecken. Live hat die Band bis jetzt bei manchen für eine Überraschung gesorgt und auch in Steinbach wird man versuchen, wieder die letzten Reserven herauszukitzeln.

Night Of Brutal Death

Und das kann man wohl laut sagen. Für die letzten paar Stunden kommt es noch mal knüppeldick. Vader, Perversion und Purgatory versetzen dem letzten Rest an Feierwütigen einen regelrechten Gnadenstoß.

Für die zwei Tage hat das Queens Of Metal Open Air 2012 ein sehr abwechslungsreiches und hochkarätiges Line-Up zu bieten. Mit nur 47,00 EUR für das Wochenendticket und 33,00 EUR für ein Tagesticket ist der Preis für jeden Metalfan durchaus erschwinglich und definitiv im unteren Bereich anzusiedeln - auf ein fünftes erfolgreiches, feierwütiges und bierseeliges Queens Of Metal Open Air 2012.

Running Order

Freitag 20. Juli 2012

Night Of The Wolfpack

Samstag 21. Juli  2012

Night Of Brutal Death

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