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Phoenix Festival 2011

Die Besucher erwartet ein Billing der Extraklasse

Der Ektomorf'sche Groove lädt zum Moshen ein

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Innerhalb von nur drei Jahren aus einer Festivallocation herauszuwachsen, ist eine beachtliche Leistung. Die Herren Marc und Kai vom Phoenix Festival haben das Unmögliche möglich gemacht – was auf einem Sportplatz in der Pampa 2009 mit lokalen Berühmtkeiten wie Silent Overdrive startete, konnte letztes Jahr in der selben Location nicht nur fast doppelt so viele Leute anlocken, sondern hatte mit Hackneyed und den mächtigen Lay Down Rotten auch gleich zwei Schwergewichte im Line-Up. Im dritten Jahr der Phoenix-Geschichte muss umgedacht werden: Die Zuschauerzahlen sprengen schon jetzt die alte Lokalität, also wird umgesattelt. Die neuen Zahlen für das von The-Pit.de präsentierte Spektakel, dessen Erlös an sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus dem Rhein-Neckar-Kreis geht, sehen bislang so aus:

28. Mai 2011

Güteramtsstr. 2 (Halle 02), Heidelberg 

VVK: 18 Euro

AK: 23 Euro

Bereits jetzt läuft der Vorverkauf der Hardtickets auf der Homepage des Festivals an. Neben dem Finalisten der Band Battles, der noch bekannt gegeben wird, kann sich das Line-Up schon zwei Monate vor dem großen Tag sehen lassen:

Cypecore

Mit den Sinsheimern Cypecore erwarten die Fans auf dem Phoenix Festival 2011 alte Bekannte. Bereits die letzten beiden Ausgaben konnte die Combo mit ihrer brachialen Mischung aus Industrial Metal und melodischem Todesmetall aufmischen und auch bei der Winter Jam-Ausgabe im Januar blieb kein Auge trocken (wir berichteten). Das zweite Album „Take The Consequence“ steht seit Dezember 2010 in den Läden und sahnte bei uns direkt neun von zehn möglichen Punkten ab. Neben episch-düsteren Gitarrenläufen und einem sterilen Soundgerüst, das einem die Gänsehaut die Arme rauf und runter treibt und groovt wie die Hölle, haben die Jungs mit Sänger Attila auch einen der begabtesten Mikrohalter der Heidelberger Szene in ihrer Mitte. Ein sicherer Garant für Live-Action sind sie somit allemal.

Lamera

Auch die Mannheimer Lamera konnten letztes Jahr durch den Gewinn des Phoenix Battle Of The Bands bereits das kleine Festival bespielen und bei winterlichen Temperaturen an der Seite ihrer Sinsheimer Kollegen in Weinheim einheizen. Mit ihrer relativ klassischen Metalcore-Ausrichtung sorgen die Herren für guten Groove und bestätigen wieder einmal die inzestuöse Beschaffenheit der Metal-Szene: Gitarrist Christo wurde nicht nur bandintern recycelt (bis vor Kurzem hatte er noch den Sängerposten inne), sondern verdient sich auch bei Fall In Grace seine Brötchen. Spätestens bei den Lamera-Übertracks „Apex Predator“ und „Novocaine“ dürfte die Halle 02 schon ordentlich heißlaufen.

Gloomball

Southern Rock-Attitüde mit ordentlichem Arschtrittpotenzial bringen Gloomball mit auf das Phoenix Festival. Die Combo um Ex-Majesty-Gitarristen Björn Daigger konnte sich bereits im Vorprogramm von The Dillinger Escape Plan und Parkway Drive einen Namen machen, hat mit modernem Core und Mosh-Action aber so gar nichts am Hut. Stattdessen gibt es erdige Riffs, tightes Drumming und mit Alen Ljubic einen Sänger auf die Ohren, dem man die Kippe und die Whiskey-Flasche direkt anhört.

Tenside

Groovelastig geht es weiter, denn die Metalcoreler von Tenside machen auch auf ihrem dritten Album „Tear Down Your Fears“ erwartungsgemäß keine Gefangenen und spätestens, wenn der Titeltrack angespielt wird, dürfte das Phoenix Festival in Flammen stehen. Der Vierer ruht sich nicht auf seinem Label-Polster mit Hellfest Records aus, sondern betourt fleißig den Erdball, wobei die Band auch schon für Ektomorf eröffnen durfte, die sie auf dem diesjährigen Phoenix Festival wieder treffen.

The Prophecy²³

Wer von Mosh genug hat, darf bei The Prophecy²³ wieder die Matte auspacken. Die Thrash-Death-Combo aus Heilbronn konnte mit ihrer aktuellen Scheibe „… To The Pit“ bei uns nicht nur wegen des grandiosen Titels 8,5 Punkte einfahren, sondern weiß auch mit einer genialen Mischung aus Death-Growls, thrashigem Gekreische und messerscharfen Riffs zu bestechen. Dabei hat die sympathische Chaostruppe natürlich immer den Schalk im Nacken und wird für den zündenden Funken Humor auf dem PF 2011 sorgen.

Ektomorf

Mit den Ungarn von Ektomorf haben sich die Phoenix-Leute nicht nur einen fetten Bock geschossen, sondern schrauben auch den Exotenfaktor enorm nach oben. Die Thrashcore-Combo glänzt zwar nicht unbedingt mit Abwechslungsreichtum, Tracks wie „I Know Them“ oder „Outcast“ dürften aber den Hallenboden erbeben lassen. Mit Sänger und Gitarrist Zoltán haben die Herren wohl einen der wütendsten Ungarn überhaupt in ihrer Mitte, der Ektomorf’sche Liveshows schnell in ein Meer aus Schweiß, Blut und Gliedmaßen verwandelt.

Neaera

Mit fünf Alben haben die Münsteraner Neaera zwar gerade einmal einen halb so dicken Backkatalog wie ihre ungarischen Kollegen, dafür können sie aber mit gehörig Power aufwarten. Erst seit 2003 spielt sich die Melo-Death/Metalcore-Combo die Finger wund, doch seitdem ist ihre Fanbase schier ins Unermessliche gestiegen. Ihre neueste Scheibe „Forging The Eclipse“ wird sicherlich genauso auf der Setlist vertreten sein wie ihr absoluter Klassiker „Let The Tempest Come“. Man darf also gespannt sein, ob die Halle 02 nach diesem Tag noch steht.

Blutgericht

Ein bisschen aus dem Rahmen fallen hier die fünf Herren von Blutgericht, die das Line-Up des Phoenix Festival 2011 mit einer Mischung aus Neuer Deutscher Härte und Metalcore komplettieren. Hier wird durchweg auf Livemusik gesetzt, Töne aus der Dose gibt es nicht, und das alles kommt mit deutschen Texten daher – allerdings ohne schnulziges Pathos, sondern mit deftigem Schlag in die Fresse.

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