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Metal Invasion VI

Das Line-Up toppt alles bisher Dagewesene

Das Billing ist, ohne zu übertreiben, der Hammer

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Bereits zum sechsten Mal wird im Oktober das Metal Invasion Festival stattfinden. Seit dem Umzug letztes Jahr in die Straubinger Messehalle ist das Festival nicht nur ein wenig mehr in die Mitte Bayerns, sondern auch ein gutes Stück näher an die richtig relevanten Veranstaltungen gerückt. Mit Top-Acts wie Bolt Thrower, Ektomorf, Dark Funeral oder auch Soilwork und Amon Amarth konnte man schon echt ein fettes Line-Up vorweisen. Noch dazu hat sich die Location als Veranstaltungsort voll und ganz bewährt.

Im Vergleich mit dem Billing heuer wirkt das Festival letztes Jahr allerdings ganz schnell blass. Was die Veranstalter dieses Jahr auf die Beine gestellt haben, das dürfte zumindest im Bereich der Hallenfestivals in Deutschland im aktuellen Jahr nicht zu überbieten sein.

Bei der sechsten Auflage des Events reht sich eine Top-Band an die nächste. Dabei werden fast alle Metalgenres bedient. Overkill werden zum Beispiel während ihrer Tour in Niederbayern Halt machen. Die Thrasher mit dem markanten Fronter Bobby Elsworth haben gerade ihr sage und schreibe 17. Studioalbum veröffentlicht und gehören nach wie vor zu den ganz Großen aus diesem Bereich.

Auch Amorphis werden mit am Start sein. Ihr letztes Album „The Beginning Of Time“ (2011) passt schon ganz gut zum Motto der sechsten Metal Invasion. Dieses lautet nämlich „The Beginning Of A New Age“. Amorphis waren dieses Jahr schon kräftig auf Tour und auch auf einigen Festivals konnte man die Finnen schon bewundern. Alle, die noch nicht die Chance hatten die Progressive Metaller mit ihrem neuem Material zu belauschen, die haben in Straubing die Chance auf ein Konzert mit richtig gutem Sound und Licht.

Dark Tranquillity sind mit hauptverantwortlich für eine Spielart und einen Sound, der eine lange Zeit maßgeblich war und auch heute noch von vielen Bands praktiziert wird. Die Geschichte von Dark Tranquillity ist sehr eng mit der von In Flames verbunden. Wie eng, das zeigt die Tatsache, dass 1997 Sänger Mikael Stanne bei In Flames aushalf und das Album „Lunar Strain“ einsang. Auf der anderen Seite gehört Anders Fridén zu den Gründungsmitgliedern, die damals Dark Tranquillity aus der Taufe hoben. Diese Band kann also mit Fug und Recht als eine der Mitbegründer des Göteburg-Sounds bezeichnet werden. Dieser wird vor allem die Melo-Death-Fans in Straubing verzaubern.

Wie schon in den Jahren zuvor bekommen auch noch nicht so bekannte Gruppen die Chance auf einen Auftritt beim Metal Invasion. Die Jungs von Steel Engraved waren auch schon bei der vierten Auflage dabei. Damals noch Newcomer, ist die Band inzwischen ganz schön rumgekommen und das zweite Album ist auch bereits im Kasten. Dieses wird bis Oktober bereits in den Regalen stehen. Produziert hat das Werk übrigens Geoff Thorpe, der Mastermind von Vicious Rumors. Man darf schon gespannt sein, wie die sympathischen Niederbayern das neue Liedgut auf die Bühne zimmern werden.

Ebenfalls aus Finnland reist die Gruppe Insomnium an. Die Melodic Death Metaller haben ihr letztes Jahr veröffentlichtes Album „One For Sorrow“ im Gepäck und auch ein neuer Gitarrist ist am Start. Die Band hat übrigens auch ein Lied gemeinsam mit Mikael Stanne von Dark Tranquillity gemacht, das sie ja vielleicht gemeinsam in Straubing zocken werden.

Debauchery sind beim Metal Invasion auch keine Unbekannten mehr. Bereits bei der vierten Auflage des Festivals haben Thomas Gurrath und Konsorten mit einer Big Ball/Debaucery-Doppelshow für Aufregung gesorgt. Inzwischen hat sich einiges geändert. Die Besetzung von Debauchery zum Beispiel. Big Ball gibt es nicht mehr und ein neues Debauchery-Album ist inzwischen auch erschienen. Es gibt also genug Gründe, die Death-Metal-Warmachine wieder einmal live zu erleben.

Eine weitere Melo-Death-Band hat mit Graveworm einen Platz im Billing des Metal Invasion Festivals gefunden. Die Südtiroler haben ebenfalls im Jahr 2011 eine neue Platte produziert. Auf dem Album geht die Gruppe wieder deutlich zu ihren Wurzeln zurück. Die Besetzung der Band hat sich auch geändert: Statt eines Keyboarders gibt es nun einen Computer, von dem die Samples kommen.

Für die Besucher früherer Metal Invasions sind auch Illdisposed keine Unbekannten mehr. Auch die Dänen waren im Jahr 2010 bei der Metal Invasion mit dabei. Bekannt sind sie vor allem für ihre Mid-Tempo-Walzer und für ihre Feierlaune.

Noch mehr Finnen gibt es mit Ensiferum. Auch die Pagan-Folk-Metaller haben einen neuen Silberling im Gepäck. „Unsung Heroes“ heißt die neue Langrille, mit der die Gruppe wieder mehr in die episch-wuchtige Richtung geht. Live ist die Band immer ein Garant für eine riesige Party. Daran wird sich auch in Straubing sicherlich nichts ändern.

Zu Hypocrisy braucht man ja eigentlich nichts sagen. Wer die Schweden nicht zumindest namentlich kennt, darf sich nicht als Metaller bezeichnen. In den Neunzigern legte Frontmann Peter Tägtgren den Grundstein für einen ganz neuen Sound, der sich über eine Dekade lang als das Non Plus Ultra halten sollte. In seinen Abyss-Studios produzierte er unzählige Alben. Hypocrisy haben zuletzt die Live-DVD/CD „Hell Over Sofia“ veröffentlicht, die eindrucksvoll beweist, wie Hypocrisy abgehen.

Paradise Lost sind auch so eine Band, die aus der Metalszene nicht mehr wegzudenken ist. Die Mit-Urväter des Gothic Metals haben früher reihenweise die Mädels umfallen lassen. Mit ihrem doomigen Gothic Rock/Metal hat sich die Band vor 20 Jahren eine ganz eigene Nische geschaffen, die dann nach und nach auch von anderen Bands belebt wurde und ihren Höhepunkt in den Jahren 2000 bis 2005 hatte.

Ganz ähnlich steht es um Soulfly. Frontmann Max Cavalera hat mit Sepultura ein komplett neues Genre erschaffen. Auch mit Soulfly kann er schon eine Generation Fans an sich binden.

Nun noch ein paar Fakten zum Festival:

Der Kartenpreis ist leicht auf 60 Euro gestiegen. Dafür bietet das Festival einen komplett überarbeiteten Geländeplan mit neuer Händlermeile, Raucherbereich, dreimal größerem Schankplatz und einer besseren Sound- und Tonanlage. Das Billing dürfte wirklich keine Fragen offenlassen. Eine solche Dichte an hochkarätigen Bands gibt es wirklich nur selten. Camping ist leider nicht möglich. Um diese Jahreszeit muss das auch nicht mehr wirklich sein. Dafür gibt es aber die Option einer Schlafhalle, die sich im vergangenen Jahr schon bewährt hat. Das Metal Invasion Festival VI und vor allem die vielen beteiligten Hände versprechen den größtmöglichen Aufwand, um für die Besucher ein gelungenes Festival zu bieten.

Die bisher bestätigten Bands:

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