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In Extremo - Wahre Jahre

Ein Jubiläumsfest der besonderen Art
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Nach 15 Jahren erfolgreicher Bandgeschichte darf man sich ruhig mal etwas besonderes zum Geburtstag schenken. Warum dann nicht gleich ein ganzes Festival? In Extremo werden genau dies am 24. und 25. Juli 2010 tun. Zur Feier ihres mittlerweile 15 jährigen Bestehens, laden sie Freunde und Fans ein, gemeinsam in der Erfurter Zitadelle ein großes Fest zu zelebrieren.

Neben den eigenen Auftritten werden Oomph!, Korpiklaani, Pothead, Fiddler´s Green und Ohrenfeindt auf der Bühne stehen und ein Mittelaltermarkt wird an die Wurzeln von In Extremo erinnern.

Die Wurzeln von In Extremo kann man noch weiter zurück verfolgen, als lediglich in das Jahr 1995, als sich der Haufen Spielleute zu der Band zusammenraffte, als die sie heute bekannt und beliebt sind. Bereits 1987 spielte Michael Rhein in der Band Noah, zu der auch Kay Lutter (Die Lutter) und Reiner Morgenroth (Der Morgenstern) hinzu stießen. Neben dem Job als Musiker karrte Das letzte Einhorn, wie sich Michael Rhein auch nennt, andere Musiker von einem Auftritt zum anderen, die er häufig auch organisiert hatte. Dadurch machte er sich nach und nach bekannt. Weil die ersten beiden Jahre der Band Noah bescheiden liefen, jobbte Micha in einer Kneipe am Prenzlauer Berg, in der nachts die Musikanten nach ihren Auftritten einkehrten. Eines Nachts wurde Micha von einem Musiker angesprochen und fand sich bereits am nächsten Tag auf einem Rostocker Markt wieder und drosch die Trommeln. So begannen die Zeiten des Letzten Einhorns auf den Märkten. Dort zeigte er sein Können beim akustischen Musizieren, während er weiterhin bei Noah auf die entsprechenden technischen Hilfsmittel zurückgriff. Durch diese Mischung entstand nach und nach In Extremo.

Auch André Strugala, alias Dr. Pymonte entdeckte das Leben auf den Märkten bald für sich. Ihn umgarnte das besondere Lebensgefühl und auch mit dem Spielen von Dudelsäcken ließ sich recht gutes Geld verdienen.

Nachdem sich allmählich der Pulk zu einer spielenden Fraktion zusammen raufen konnte, splitteten sie sich schon wieder entzwei. Zumindest vorübergehend. Im Sommer spielte die Blas-Kapelle auf den Märkten, während Kay, Sebastian und Reiner im Studio die ersten Klänge auf Band verewigten. Das Ergebnis war eine Kassette, die auf lediglich tausend Exemplare limitiert war. Mittlerweile folgten dem kostbaren Stück acht Alben. Das 2008 veröffentlichte Album „Sängerkrieg“ legte sogar einen Durchmarsch auf Platz 1 der deutschen Albumcharts hin und heimste vor kurzem Gold ein. Das sie mal über 100.000 Platten verkaufen würden, hätten In Extremo zu ihren Anfangszeiten wohl nicht zu träumen gewagt. Doch in den 15 Jahren kann die Band eine solch enorme Entwicklung verbuchen, dass ihr Bekanntheitsgrad bis nach China reicht und ihre Touren sie schon durch Russland und viele andere Länder geführt hat. An der Spitze ihres Erfolges steht nun, neben weltweiten Gigs, Auftritten auf den größten Festivals und permanent ausverkaufter Touren das eigene Geburtstags-Festival.

Für die Veranstaltung des „Wahre Jahre“-Wochenendes kehren die sieben Folk-Mittelalter-Rocker zurück zu ihren Wurzeln. Im Herzen von Thüringen, in Erfurt, befindet sich die Zitadelle Petersberg. Die alte Stadtfestung, die 1665 errichtet wurde, bietet mit seinem geschichtlichen Hintergrund und mittelalterlichen Flair ein Ambiente, das wie geschaffen ist, um das Jubiläum einer mittelalterlichen Band zu feiern. Doch nicht nur dort wird eine große Sause stattfinden. Ganz Erfurt soll im Zeichen der „Wahren Jahre“ stehen. Einige Clubs und Kneipen in der Stadt haben sich auf das Event eingestellt, bieten spezielle Veranstaltungen an und auch ein Party-Zelt wird für ausgelassene Stimmung sorgen. Es wird mit Warm-Up-Partys für eine krachende Ausgangsstimmung gesorgt und die Aftershow Partys werden die Tage langsam ausklingen lassen. Das Rahmenprogramm wurde so errichtet, dass rund um die Uhr für Unterhaltung gesorgt ist. Dazu werden auch die Veranstalter einen großen Teil beitragen. An beiden Tagen werden In Extremo unterschiedliche Sets spielen, die mit je zwei Stunden eingeplant sind. Dabei werden unterschiedliche Songs aus den letzten 15 Jahren gespielt und es wird einige Lieder zu hören geben, die es live schon lange nicht mehr auf die Ohren gab.

Zum Ausruhen geht es dann auf einen Campingplatz an den idyllischen Alperstedter See. Der Weg von dort bis in die Stadt, und auch wieder zurück, kann mit bereitgestellten Shuttle-Bussen bestritten werden. Das Kombi-Ticket von Freitag, den 23.Juli 2010 bis zum 26. Juli 2010 gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen für 60 Euro zzgl. Gebühren oder im Internet. Wer in der näheren Umgebung wohnt und sich nur einen Tag für die große Sause frei nehmen kann, oder gar nicht länger bleiben möchte, kann auch auf ein Tagesticket für je 30 Euro zzgl. Gebühren zurück greifen. Zudem gibt es die Möglichkeit für alle Camping-Muffel in einem Hotel, einer Pension oder ähnlichem unterzukommen. Informationen dazu könnt ihr der Internetseite des Erfut-Tourismus entnehmen.

Abschließend noch ein paar Zeilen zu den anderen tollen Bands, die gemeinsam mit In Extremo das „Wahre Jahre“-Festival zu einer runden Sache machen werden.

Oomph! stammen aus Braunschweig und können bereits auf eine zwanzigjährige Karriere zurück blicken. Vor allem mit Liedern wie „Augen Auf“ oder „Streichholz“ wurden sie bekannt. Ihre Songs liefen im Radio schon rauf und runter, und auch die breite Masse wurde von ihrer Musik begeistert. So konnten Oomph! sogar schon die Eins Live Krone gewinnen und können obendrein von sich behaupten, dass sie Rammstein musikalisch beeinflusst haben.

Korpiklaani zählen zu den munteren Stimmungsmachern, deren Musik es nicht zulassen wird, sich nicht zu bewegen. Die Finnen vereinen in ihrer Musik traditionell finnischen Humppa mit Metal und sind damit auf Erfolgskurs. Der Waldclan wird so manche Bier- und Party-Hymne mit Geige und Akkordeon durch die Boxen trällern lassen, und schon vor dem Auftritt von In Extremo für ausgelassene Stimmung und reichlichen Fluss von Gerstensaft sorgen.

Rockig wird es mit den Berlinern von Pothead. Die Gründer der Band, Brad und Jeff, seilten sich schon früh von der kommerziellen Plattenindustrie ab und gingen ihren eigenen Weg, der sie bis heute immer weiter geradeaus führt. Der mutige Schritt wird nach wie vor belohnt und so füllen die drei Musiker, die bereits seit 15 Jahren gemeinsam die Stellung halten, die Konzerthallen der Republik mit ihren tiefen Gitarren-Klängen und dem Stoner-ähnlichen Klängen.

Nicht weniger kurz ist die Geschichte von den fröhlichen Fiddler´s Green. Ein zwanzigjähriger Weg ebnet ihre Geschichte und nimmt kein Ende. Im Gegenteil: Festival Auftritte auf dem Summer Breeze und dem Wacken Open Air stehen in diesem Sommer auf dem Programm. Was die sechs selbstironischen Musiker kredenzen, nennt sich Irish Speedfolk und hat neben kleinen Clubs auch schon große Hallen gefüllt. Wer hier nicht in Versuchung kommt das Tanzbein zu schwingen, muss entweder schon zu betrunken sein um sich zu bewegen, oder ist schlichtweg gegenüber fröhlicher Party-Musik abgestumpft.

Mit Ohrenfeindt geht es dann wieder ein wenig mehr in Richtung Metal. Das Trio aus Hamburg, genauer gesagt St. Pauli, lassen neben den Gitarren deutschsprachige Texte sprechen und werden es auf der Jubiläumsfeier ordentlich rocken lassen.

Der Zeitplan steht schon und sieht wie folgt aus:

24. Juli 2010

15.00 Uhr Einlass
17.00 Uhr Ohrenfeindt
18.00 Uhr Pothead
19.10 Uhr Oomph
20.40 Uhr In Extremo
22.40 Uhr Konzertende

25. Juli 2010

15.00 Uhr Einlass
17.15 Uhr Fiddler´s Green
18.30 Uhr Korpiklaani
20.00 Uhr In Extremo

22.00 Uhr Konzertende

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