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Break The Ground Festival 2014

Ohne Metal macht es auch in Ahnsbeck keinen Spaß

Flyer zum Festival

Zum Thema

„…still living Metal“ – genau die richtigen Schlagworte begrüßen schon auf der Homepage der Veranstalter des Break the Ground, welches 2014 mit Wucht in die sechste Runde einsteigt. Viel Thrash, ordentlicher Rock’n’Roll, immer eins auf die Mütze. Hier trifft sich die Metalbasis, Bands aus der noch zweiten Reihe stoßen nach vorne, die Etablierten müssen sich den Allerwertesten aufreißen – eine spannende, explosive Mischung auf einem Festival, welches durch seine Fannähe ebenfalls mit guter Infrastruktur und familiärer Atmosphäre punkten kann.

Break The Ground
12. – 14. Juni 2014
Osterende 2
29353 Ahnsbeck

3-Tages-Tickets sind im VVK schon ab 30 Euro zu haben, Tagestickets kosten zwischen 8 und 22 Euro und sind hier zu sichern. Eine Anfahrtsbeschreibung ist hier hinterlegt.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Schon der erste Tag hat es in sich. Zwar sind diesen Abend nur drei Bands vertreten, doch die haben mit Kuschelei nichts am Hut. Sanfteste Ausrichter sind da noch die Opener Kambrium aus dem niedersächsischem Helmstedt, die aktuell damit beschäftig sind, neue Songs zu schreiben. Dabei haben sie schon zwei Longplayer am Start, wovon mit „Dark Reveries“ der aktuelle Output erst im Oktober 2013 erschien. Melodic Death bis zum Anschlag bieten anschließend Kadavrik aus Wesel. Auch sie basteln gerade an neuen Songs, kaum zu glauben, dass „N.O.A.H.“, das dritte Full-Length-Brett der Band, schon zwei Jahre auf dem Buckel hat. Bei allem Hass setzen sie musikalisch immer wieder auf prägnante Details, supporteten Graveworm hier oder Gorgoroth dort und blasen immer wieder alles an die Wand. In schön regelmäßiger Konstanz metzeln die dänischen Death-Thrash-Groove-Metaller Hatesphere ein hochklassiges Album nach dem anderen heraus, mal ein bisschen schwächer wie das aktuelle Scheibchen „Murderlust“ oder im obersten Bereich angesiedelt wie „The Great Bludgeoning“ von 2011. Live aber lassen sie es einfach nur krachen, machen im wahrsten Sinne der Ansage keinen Gefangenen und sorgen schon am ersten Festivalabend für ein megastarkes Tagesende.

Freitag, 13. Juni 2014

„Wir sind Crossplane und ihr seid Rock’n’Roll…“ – so starten die Essener Arschtreter, kredenzen eine abgestimmte Rockmischung aus „Class Of Hellhound High“ und „High Speed Operation“ und sorgen dafür, dass kein Tanzbein mehr still stehen bleibt. Mit The Very End ist dann gleich noch eine Band aus Essen am Start, allerdings legen sie noch eine deutliche Modern-Groove-Thrash-Schippe drauf. Messerscharfe Riffs, markanter Gesang, so lässt sich der späte Nachmittag doch ganz gut überstehen.

Wieder mehr Melodie werden dann The New Black in ihrer Sandwichposition einbringen. Southern Rock mit einer fetten Prise Groove aus drei Longplayern in den letzten fünf Jahren, da sollte die Stimmungskurve doch weiterhin weit oben aufgelegt sein. Auch für die Thrasher Accuser geht die Erfolgskurve weiter nach oben. Mit „Agitation“ läuteten sie ihre Reunion krachend ein, mit den beiden Folgealben „Dependent Domination“ und „Diabolic“ zeigten sie, dass sie beileibe keine Eintagsfliege sind. International geht es anschließend mit den Schweden In Solitude weiter. Sie kommen, hauen einem schnell die Metal-Okkultismen auf die Lauscher und sind auch schon verschwunden, ein Hauch von punkiger Mystik bleibt zurück genauso wie der Wunsch, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. Etwas plakativer rocken dann die Berliner Kamikaze Kings und packen mit der Sex-Rock-Keule an den Eiern. Natürlich darf man nicht alles ernst nehmen, was die Hauptstädter Musikanten so von sich geben, doch Songs über Möpse gehen immer.

Samstag, 14. Juni 2014

Scumdogz of the universe? Nicht ganz, aber Kick-ass-Rock’n’Roll aus Hannover, so das Credo des Openers des dritten Festivaltages. Genug Feuer in den Riffs, genug Rotz in der Stimme, da vergeht der Kater vom Vorabend wie von allein. Mit ihrer eigenen Bezeichnung Kraut-Metal gehen Die Vorboten auf Fanfang. Jahrelang wurden sie als Kopie der Apokalyptischen Reiter gebrandmarkt, doch „Existenz“ von 2012 belegte eindeutig, dass mehr als nur Ideenklau in den Wismarern steckt.

Für gute Laune sorgen auch die Saarbrücker Thrasher Godslave, die mit „In Hell“ oder auch „Into The Black“ ohrenscheinlich das passende Metallerprogramm vortragen. Für Schlagerfuzzis und/oderAnalfetischisten, die Excrementory Grindfuckers haben für jeden Geschmack etwas auf der Metallerstulle (eine kleine Anspielung auf ihren „Leberwurst in der Feinkostabteilung“-Vergleich). Mit gehöriger Portion Spielspaß steht ein grindiges Potpourri bereit, dazu bringen die Hannoveraner mit „Ohne kostet extra“ auch ein brandneues Album mit nach Ahnsbeck. Für mittlerweile etwas mehr als zwei Dekaden stehen die Grevenbroicher Adorned Brood für Folk/ Pagan Metal. Egal ob mit „7 Tage“ auf deutsch oder mit „Under Yggdrasil“ fremdländisch, das hoffentlich mit Flöte antretende Sextett steht für unbarmherzige Qualität genreübergreifender Musikstile.

Feurig geht es dann mit Brainstorm weiter, die mit dem aktuellen Scheibchen „Firesoul“ nicht nur sehr erfolgreich sind, sondern auch eine kleine Tour hinter sich haben. Die Heidenheimer stehen für melodiöse Emotionen in einem kraftvollen Power-Metal-Korsett. Die Old-School-Recken Destruction sind ebenfalls nicht tot zu kriegen und ballern auch nach dreißig Jahren immer noch schön derbe quer durch die Thrashwelten dieses Planeten. Wer bis jetzt verpasst hat, ein paar Jubiläumspommesgabelgrüße loszuschicken, kann dieses in Ahnsbeck ja noch nachholen. Abgerundet wird der Abend dann noch von den Münsteraner Todesspezialisten Supreme Carnage, die auf der Quasi-After-Show-Konzert-Party ihr Longplay-Debüt „Quatering The Doomed“ vorstellen – Death Metal bis zum Löffel abgeben.

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