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Aaargh Festival 2013

Heavy Metal in idyllischer Atmosphäre - wenn das Wetter mitspielt

XIV Dark Centuries stehen als Headliner für den Samstag auf dem Podest

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Uttenhofen liegt am nördlichsten Ausläufer der Alpen und sieht doch für alle Naturliebhaber und Wanderfreunde sehr attraktiv aus. Doch nicht nur für diese Personengruppe hat das beschauliche Örtchen seinen Reiz, denn bereits zum fünften Mal campiert hier das Aaargh Festival und will für alle Fans der härteren Gangart, was den Musikgeschmack angeht, vom 13. bis 15. Juni ein kleines Gelage abhalten. Das Motto ist ganz einfach – gemütlich und feuchtfröhlich soll es sein, ein Fest unter Gleichgesinnten eben.

Die organisierenden Köpfe dahinter ist der Verein Venner av Metal e.V. und das Konzept, was dieser ausgetüfftelt hat, geht bis jetzt sehr gut auf und zeigt sich recht vielversprechend. Es handelt sich vor Allem um ein Festival von Fans für Fans und auch wird hier der Underground ganz groß geschrieben. Doch nicht nur dieser, sondern auch Bands, die diese Grenze schon ein wenig überschritten haben, werden da sein – aber dazu später.

21 Bands wurden gebucht, die sich über die drei Tage hinweg eine Bühne teilen werden, und dabei soll vor allem keine Hektik aufkommen. Jeweils eine halbe Stunde Umbaupause ist für jeden Act eingeplant. Somit bleibt genug Zeit, die Bierbecher auf einen gesunden Pegel zu bringen, den Energietank mit Festnahrung aufzuladen oder sich einfach mal ein Pläuschchen mit netten Mitfeiernden zu erlauben. Auch auf Berufstätige wird Rücksicht genommen. Am Donnerstag geht es um 17:00 Uhr los und am Freitag um 15:30 Uhr. Gut, jedem kann man es dabei natürlich nicht recht machen, aber wenigstens etwas.

Blind Allegiance haben die Ehre, das diesjährige Aaargh Festival zu eröffnen. Beeinflusst von Bands wie Iron Maiden, Iced Earth, At The Gates hat das Quartett ihre eigenen Kompositionen zusammengewurstet und ihr Genre beschreiben sie nur schlicht und einfach als Metal. Etwas härter geht es da schon bei Indestructible zur Sache. Skullcrushing Death Metal heißt der Leitsatz und viel Bier soll da auch noch im Spiel gewesen sein. Das klingt auf jeden Fall schon nach einer verheerenden Party. Silverbacks Öf Death sind eine Coverband, doch nicht irgendeine Coverband. Auch hier soll das güldenene Gebräu seinen Teil dazu beigetragen haben, als diese ihre eigenen Interpretationen von z. B. Black Sabbath oder Slayer feiertauglich umgemodelt haben.

Bitterness gelten zu denen, die schon Live-Erfahrung mit namhafteren Bands in petto haben. Bereits für Dying Fetus, Testament und Destruction hat das Trio mit ihrer Death-/Thrash-Mischung als Anheizer agiert und thrashig soll der Abend auch ausklingen. Daksinroy beenden den ersten Tag des Aaargh Festival 2013 Übrigens mischen diese schon seit 19 Jahren in der Metalmaschinerie mit. Ab 0:00 Uhr ist Schicht im Schacht, doch nur auf der Bühne. Die Feier geht natürlich auf dem Campground oder im Zelt weiter.

Doch mit den Reserven heißt es, gut zu haushalten, denn am Freitag geht es ab 15:30 wieder hoch her auf der Bühne. Deathvastation stehen als erste Band auf dem Podest und versuchen, die müden Gemüter wieder in Gang zu bringen. Die Schweizer Intractable haben gleich ihr neues Album mit im Gepäck, das letztes Jahr herausgebracht wurde. „Inner Decay“ heißt das Teil und soll auch auf dem Aaargh Festival zelebriert werden. Mit dem nächsten Act geht man bereits bei der dritten Band einen Schritt in die bekanntere Richtung. Melodiegeladen, mit einem recht gut ausgearbeiteten Riffing und einer Stimme, die einem die Bewunderungssternchen auf die Augen zaubert, gehen Crystallion an den Start. The Privateer verschreiben sich dem Heavy Folk Metal, wollen allerdings mit einem Quantum Death doch etwas Eigensinniges aus ihrer Musik machen. Eigentlich sollten auf dem nächsten Slot Predatory Violence sitzen. Leider mussten sie diesen abgeben, als sie Anfang April ohne Drummer dastanden. Dafür dürfen nun allerdings The Very End eine ganze Stunde lang ihre Mucke zocken. Die Essener haben erst kürzlich mit A Million Miles erfolgreich getourt, doch nicht nur daher dürfte man wissen, dass da konsequent an den Kraftreserven gekitzelt wird.

Trotz personeller Unpässlichkeiten, gliedern sich die Thrasher Contradicition in das Line-Up ein. Bassist „Westi“ hat die Band erst kürzlich verlassen, doch bis Ende des Jahres konnte ein würdiger Ersatz (bereits getestet und für gut befunden) angeheuert werden. Die Arbeiten am neuen Material laufen bereits und vielleicht kann man die Wuppertaler für die eine oder andere Kostprobe begeistern. „Episch“ geht der Abend zur Neige. Epic Melodic Death Metal steht mit Nothgard auf dem Programm und warten auch mit drei Gitarristen auf. Zwar wird ein neues Album der Deggendorfer sehnsüchtig von einigen erwartet, allerdings hält man sich bezüglich eines Nachfolgers zu „Warhorns Of Midgard“ noch recht bedeckt. Auch egal – ganze eineinhalb Stunden gilt es, den bereits vorhandenen Songs seine Aufmerksamkeit zu schenken und die Chance, vielleicht sogar etwas Neues zu hören, ist nach wie vor gegeben.

Der dritte Tag - und die Geräuschkulisse soll sich noch bis weit nach Mitternacht die grüne Weite durchziehen. Sound Of Might haben dabei die schwierige Aufgabe, die hart feiernde Fraktion um 13:00 Uhr vor die Bühne zu bewegen. Klargesang und schwere Rhythmen sind die Werkzeuge, denen sich die Nürnberger bedienen. Danach gibt es direkt etwas auf die Zwölf. Mit zwei Frontsängern und groovigem Sound probieren New Born Hate die Glieder der Besucher wieder in die richtige Position zu renken. Nun gut – die Mischung aus Hardcore, Thrash und Death Metal scheint auf jeden Fall Potential zu haben. Ravenholm sind die erste Black-Metal-Band, die bis dahin in Erscheinung tritt. „Totenreich“ heißt das neue Album, das die Ulmer im November 2012 veröffentlicht haben, und an der neuen EP wird auch bereits geschraubt. Auf den gleichen Hackstock schlagen dabei Painful. Allerdings haben hier diverse Death-Metal-Einflüsse ihre Finger mit im Spiel und letzteres Genre haben auch die Lörracher Maersung zu bieten. Auch der Pagan Metal soll auf dem Aaargh Festival 2013 nicht zu kurz kommen und diesen stellen Thorondir folklorisch und harmonisch in Verbindung mit garstigem Gekeife und tiefen Growls zur Verfügung.

„Evolutions Crown“ ist die erste Scheibe, womit nun Bleeding Red Deutschlands Bühnen unsicher machen. Einige Festivals werden dieses Jahr mit Blackened Death Metal bestückt, doch kommendes Wochenende ist Uttenhofen das Ziel der Begierde. Anschließend erfüllen Wandar mit schwarzmetallischen Klängen die Weiten der Felder und auch die Seelen der Black-Metal-Liebhaber. Den finalen Slot erhalten dieses Jahr XIV Dark Centuries - ein Rundumschlag für thüringischen heidnischen Metal, für den auch ganze 90 Minuten Zeit ist, diesen zu genießen.

Für 30,00 EUR sind die Tickets noch an der Abendkasse zu erwerben. Der Preis ist für das gebotene Billing voll und ganz gerechtfertigt. Übrigens wird pro verkauftem Ticket 1 EUR an die Radio 7 Drachenkinder gespendet. Campen am Kraftfahrzeug ist ebenfalls erlaubt, also abermals ein Pluspunkt. Infos zur Anfahrt gibt es hier.

Zu guter Letzt ist hier noch die Running Order:

Donnerstag, 13.06.2013

Blind Allegiance 17:00 – 17:45
Indestructible 18:15 – 19:00
Silverbacks Öf Death 19:30 – 20:30
Bitterness 21:00 – 22:00
Daksinroy 22:30 – 00:00

Freitag, 14.05.2013

Deathvastation 15:30 – 16:15
Intractable 16:45 – 17:30
Crystallion 18:00 – 18:45
The Privateer 19:15 – 20:00
The Very End 20:30 – 21:30
Contradiction 22:00 – 23:00
Nothgard 23:30 – 01:00>

Samstag, 15.06.2013

Sound Of Might 13:00 – 13:45
New Born Hate 14:15 – 15:00
Ravenholm 15:30 – 16:15
Painful 15:45 – 17:30
Maersung 18:00 – 18:45
Thorondir 19:15 – 20:00
Bleeding Red 20:30 – 21:30
Wandar 22:00 – 23:00
XIV Dark Centuries 23:30 – 01:00

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