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Superlative und Absurditäten - Teil 5: CD-/Vinyl-Verpackungen

Kaufanreiz, Gimmicks, Klamauk – nur für Sammler?

In Flames: Black-Ask Inheritance

In Flames: Black-Ash Inheritance Shape-Disc (2007)

Über In Flames muss man nicht viele Worte verlieren – in dem Maße, wie sie Fans verloren haben wegen der immer moderneren Ausrichtung, so haben sie im doppelten Maße anders Fans hinzugewonnen. Feuerprickelnde Shows, Alben mit Höchstnoten, so lässt es sich doch als Band gut angehen, was dann ja auch nicht verkehrt für die Fans ist.

Zurück in 1997 jedenfalls veröffentlichten In Flames die „Black-Ash Inheritance“-Shape-CD via Nuclear Blast, was an sich ja schon ein schönes Sammerstück bedeutet. Vinyl war in den Neunzigern angeblich nicht angesagt, zumindest stellten viele Firmen die Produktionen ein, um den explodierenden CD-Markt zu fördern – der Kunde „wollte das ja so“. Ja sicher, der Underground tobte sich jedenfalls mit weiteren Vinylproduktionen aus und verkaufte auch diese. Nur die Majorreleases standen hinten an, viele Fans verzichteten sogar auf den Kauf neuen Stoffs ihrer Favoriten.

Eine der Firmen, die diese Lücke stopfen wollten, waren und sind auch noch Night Of The Vinyl Dead. Natürlich kann man sich über das Geschäftsgebaren der Italiener herrlich aufregen, denn wirklich günstig sind die Scheiben nicht, wahrscheinlich aber auch, weil die Lizenzgebühren gut zuschlagen. Jedenfalls kamen sie noch lange vor der aktuellen Vinylschwemme auf die Idee, bestimmte Scheiben aus den Neunzigern erstmalig auf Vinyl zu veröffentlichen. Dazu gehört auch vorliegende EP, die es stilecht als Shape-Vinyl in limitierten 555 Einheiten gab. Neben der Kunststoffhülle und der Platte selber ist noch ein beidseitig bedruckter Pappeinleger mit einigen spärlichen Informationen vorhanden, am oberen Rand wird das Ganze durch einen Sticker verschlossen, der zerstört werden muss, will man die Scheibe herausholen oder gar abspielen. Die etwas mehr als 14 Minuten Spielzeit beinhalten die gleichen Songs wie auf der CD-Variante. Auch hier ein nettes Gimmick und das erste Shape-Vinyl aus dem Hause Night Of The Vinyl Dead.

Noch kurz zur Labelpolitik: Releases alter Scheiben sind ja aller Ehren wert, doch einige Platten sind wirklich arg limitiert (z.B. 250 Stück), manchmal durch großflächige Aufkleber aber auch verunstaltet – for fanatics only.

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