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Superlative und Absurditäten - Teil 5: CD-/Vinyl-Verpackungen

Kaufanreiz, Gimmicks, Klamauk – nur für Sammler?

Running Wild: Masquerade

Running Wild: Masquerade (1995)

Es war einmal eine Band, die im Gegensatz zu heute mit großartiger Musik aufwartete und nicht zu Unrecht als das Flagschiff des teutonischen Heavy Metal gehandelt wurde. Nennen wir sie einfach zum Spaß z. B. Running Wild, eine wilde Horde ungezügelter Metalriffschreiber, die fernab von gequirlter Scheiße wie „The Brotherhood“, „Rogues En Vogue“ oder gar „Shadowmaker“ unter der Piratenflagge durchstarteten. Natürlich waren auch für diese Hamburger die Neunziger nicht unbedingt ein Zuckerschlecken, denn Grunge, Death Metal und weitere Subgenres machten es für die Etablierten ein Stück weit schwieriger.

Zumindest reichte es wohl irgendwann nicht mehr, die Erstauflage mit ein oder zwei Bonussongs anzureichern und den Verkauf damit anzukurbeln (von dieser dämlichen Japan-Bonus-Regelung wollen wir hier erst gar nicht sprechen). Die Marketingabteilung von Noise Records hatte sich dann für „Masquerade“ eine schöne Verpackung einfallen lassen. Zwei verschiedene limitierte Versionen schafften es so in den Handel, die wesentlich größere Ausgabe war eine große Holzbox mit der CD, einer Flasche Rum, einem Video, einem Extrabooklet sowie einer Running-Wild-Flagge.

Die hier abgebildete kleinere Version ist dagegen auch ganz schmuck, etwa so breit wie die damaligen Doppel-CDs in ihren klobigen Boxen und besteht aus sauber gesägtem, drei Millimeter starkem Sperrholz. Auf der Rückseite sind die Tracklist und ein paar CD-relevante Informationen im Branding-Look aufgedruckt, die Vorderseite ist erhaben ausgearbeitet, wobei der Bandschriftzug ins Holz eingestanzt wurde. In dieser Hülle ist dann die normale Jewelcase-CD eingeschoben, zusätzlich befindet sich die als Schatzkarte getarnte Running-Wild-Discographie im DIN A3-Format lose beigepackt. Mit etwas Glück ist dieses Kleinod noch manchmal bei ebay & Co. für kleines Geld abstaubbar.

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Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen