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Montreal: "Montreal" in eigenen Worten
Von wissenschaftlichen Studien über den Metaphernteufel bis hin zu Touristenverschleppern
Das dritte Album hat für jede Band immer eine besondere Bedeutung – so wird oftmals an dieser Platte festgemacht, ob man sich tatsächlich aus der Masse hervorheben kann. Grund genug, den Jungs von Montreal mal auf den Zahn zu fühlen und zu hören, was es so zu den neuen Songs zu erzählen gibt.
Zum Album:
Hirsch: “Montreal” - Als abergläubische Zeitgenossen haben wir es vielen anderen Bands gleichgetan und unseren dritten Langspieler nach uns selbst benannt: “Montreal”. Zunächst war zwar angedacht, das Album auf "Billy Talent IV" zu taufen, aber das Säbelrasseln einiger kanadischer Musikanwälte hat uns unsere Entscheidung überdenken lassen.
1. Schade um Dich
Hirsch: Alternative Titel wären gewesen: “Sizilianischer Abschied”, “Fredo” oder “Liebesgrüße aus Palermo” - das klang uns dann alles aber doch zu sehr nach Eisdielen-Schlager für das erste Lied auf dem neuen Album.
2. Frühstück bei Deinen Eltern
Hirsch: Dafür hatten wir sehr viele Strophen, wollten das Lied aber gern kurz halten – sollte uns also beim nächsten Album nichts einfallen, ist durchaus mit “Frühstück bei Deinen Eltern II – IV” zu rechnen.
3. Erzähl mir mehr
Hirsch: Welche Bands hier Pate standen, sagen wir mal lieber nicht, sonst kippen die uns auf den Festivals Zucker in den Tank. Aber die Täterbeschreibung “Sonnenbrille, Tourpass um den Hals und Bandshirt” grenzt den Kreis der Verdächtigen ja Gott sei Dank auf einige wenige Tausend ein.
4. Wir sind die Gang
Hirsch: Es ist uns eine große Freude und Ehre, dass unsere Kölner Kollegen Mofa uns hier so tatkräftig bei den Chören unterstützt haben. Leider haben die uns mit ihrer “wir singen so gut, wir brauchen immer nur einen Versuch”-Attitüde sehr alt aussehen lassen. Vorher war man bei uns schon gut dabei, wenn man bei Versuch 27 bis 48 tonal ins Schwarze getroffen hatte – diese schöne heile Welt haben Mofa nachhaltig zerstört.
5. Mädchen aus Berlin
Hirsch: Da könnte man uns natürlich Kalkül unterstellen, wenn man bedenkt, dass Berlin über 3 Millionen Einwohner hat, die Hälfte davon weiblich sein dürfte und somit mindestens 1,5 Millionen Menschen angesprochen sind. Wenn aber keiner es diesem Peter Fox übel nimmt, dass er in JEDEM Lied ausschließlich über die Hauptstadt singt, dann dürfen wir das ja wohl auch mal ganz kurz.






