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Visual Kei

Dossier zur "Visual Kei"-Szene

Das Aussehen der Visual-Kai-Anhänger ist nicht selten an einen Manga- oder Futurismusstil angelehnt

Zum Thema

Um ehrlich zu sein, war mir bis zu dem Zeitpunkt, als mich mein Chefredakteur fragte, ob ich nicht zu diesem Thema etwas schreiben konnte, “Visual Kei“ zwar ein Begriff (Stichwort: Japan-Rock) und ich kannte auch vom reinen Hörensagen her einige Bands, wie beispielsweise Moi dix Mois. aber mehr war da leider nicht. Es wurde aber allerhöchste Zeit, denn die Szene, die es in Japan schon seit den 80er Jahren gibt, findet seine Anhängerschaften auch zunehmend in unseren Breitengraden. Das ist also ein Grund für mich, nun diese Chance wahrzunehmen und mich mit reichlich Pressematerial,sowie Musikalben einzudecken, um mehr über dieses Phänomen “Visual Kei“ (= „visueller Rock“) zu erfahren.

Die Anfänge

Seinen musikalischen Anfang fand die Bewegung “Visual Kei“ bereits schon im Jahre 1982, mit der ursprünglich als Speed-Metal-Formation gegründeten Band X-Japan: Dieser Combo, die es lediglich auf insgesamt fünf Studioalben in ihrer Karriere brachte, gelang es konsequent, durch ihre peinlich-wüsten Texte, die experimentellen Sounds (von Metal über Rock, Punk, Pop, Jazz sowie Rap) und die extrem ausgefallenen Fantasy-Kostüme von sich reden zu machen. Ein nicht nur für japanische Verhältnisse recht provokantes und medienwirksames Auftreten, das seine Wirkung gekonnt an sein Publikum weiterzugeben vermochte: X-Japan verkauften bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1997 Alben im Millionenbereich und prägten die moderne “Visual Kei“ – Szene wie keine andere Band.

Gegen Ende der 90er Jahre begann sich langsam aber sicher jenes “Visual Kei“-Lauffeuer zu entzünden: Immer mehr Bands begannen, aus dem Boden zu sprießen und versuchten, jeder für sich so abgrenzend wie möglich von der „breiten Masse“ zu sein (selbstredend natürlich als „individuelles Gesamtkonzept“ in Sachen Gesang, Musik und optisch-ausgefallener Darbietung). Allerdings schienen die frühen, meist recht plumpen und frauenfeindlichen Textinhalte nun den philosophischen und künstlerischen Ansprüchen der jeweiligen Bands gewichen zu sein: Oftmals angelehnt an das traditionelle, japanische “Kabuki“ Theater suchte man seine Aufgabe darin, sein individuelles Gesamtkonzept an den Mann (bzw. an die Frau) zu bringen. Das Ergebnis war zumeist eine extrem gelungene audiovisuelle Klangkunst, die ihren künstlerischen Ausdruck wahlweise in Tanzeinlagen, Effekt-Feuerwerken oder in brachial-provokanten Rock-Shows fand. Aber auch Freunde und Anhänger traditioneller, asiatischer Klangkunst und Kleidung (wie Kimono, Schuluniform und martialischer Kampfrüstung) fanden ihre Verwirklichung in einem nahezu grenzfreien Crossover an Spiel- und Entfaltungsmöglichkeiten.

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