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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich – Teil 9

Dieses Mal ist die Redaktion mit vor Ort

Unser aktueller Whisky ist eine sehr scharfe Variation. Während Tomi auf den Geschmack von Klosteinen beharrt und auch jede Menge Ingwer findet gibt sich Manu mit Walnüssen und der Tatsache, dass der Schnaps bis in den Magen brennt, zufrieden. Olli fühlt sich bei dem Getränk an den Kaugummi „Big Red“ erinnert. Wir werden uns mal wieder nicht einig.

Tomi: Die Geschmäcker und auch die Erfahrungswerte sind halt einfach unterschiedlich. Ich finde schon, dass man genug Engagement haben sollte, um herauszufinden, wie Klostein schmeckt, man kann ja einen frischen nehmen … lach.

Olli: Das war Zimt in rauen Mengen.

Clynelish July 1997

Crom; 14 Jahre; 53,1%

Hogshead; Bottled 09.2011

Nase: süßes Leder, kräutrig (Safran), geröstet, nussig, frisch-erdig, „Klostein liegt neben den Rosinen im Herrenpisoir“

Gaumen: Rosinen, die Schärfe brennt bis in den Magen, klebrige Süße, „Big Red“, wird nur in der Mitte pelzig (Manuela),

Abgang: brennt nach, Süße, leichte Ledernoten

Fazit: fruchtig-scharfe Note, aber auch hier ist der Alkohol sehr gut eingebunden, im Abgang changiert er zwischen den einzelnen Geschmackselementen, interessant und spannend

11 von 15 Punkten

Wir kommen zum Finale des Tastings. Die sechste und letzte Runde steht an. Die Gespräche drehen sich inzwischen um Schamhaare, die mit Pinzetten ausgerupft werden, sadistische Ehefrauen und darum, dass wir alle viel zu früh geheiratet haben.

Ein bisschen nostalgisch wird es auch noch als Tomi und Olli über die Anfänge von Rebellion und ihre schon ewig bestehende Freundschaft sinnieren.

Tomi: Stimmt, ich kann mich durchaus entsinnen, dass wir diese Themen hatten, ich fand es ehrlich gesagt etwas unpassend, dass Thomas diese Dinge ansprach, Olli und ich, wir haben da eigentlich nicht viel zu gesagt oder besser überhaupt nichts … was sollten wir zu solchen Dingen auch sagen … lach

Olli: Ich habe niemals über so was gesprochen. Ich kenne euch doch gar nicht…. ;-)

Whisky Nummer sechs definiert sich im ersten Moment durch einen starken Geruch nach Rosinen und zumindest in Manus Fall mal wieder nach Nüssen. Tomi und ich finden Gras und Olli Schokolade. Von Käsekrackern geht die Reise über Käsefüße bis zu Sexualpraktiken mit ungewaschenen Füßen. Wer jetzt nach dem Niveau sucht, der braucht einen Spaten.

Tomi: scheiße, kann ich das glaubhaft leugnen???Ich könnt es ja noch den Bayern in die Schuhe schieben oder??? Ich meine Schwaben waren ja nicht da … ach noch besser: Der Matthias, der wars … wer denn auch sonst?  Der hatte ja auch die Seminarleitung und war somit für die Gesprächsthemen verantwortlich ...

Olli: Natürlich war das der Matthias. Der hat schließlich das Besäufn……äääähhhh Seminar geleitet. Und außerdem kenne ich euch doch gar nicht.

Tomi: Danke Olli …

Im Gaumen dominiert beim 12-jährigen Malts of Scotland eindeutig eine starke Salznote (wir sind uns alle tatsächlich einmal einig).

Bis zum Fazit dauert es dieses Mal ein ganzes Stück. Inzwischen sind wir thematisch ganz wo anders und Olli meint, wir sollten den hier vorliegenden Artikel doch einfach chronologisch nach Promille ordnen. Ich muss gestehen, ich habe überlegt, ob das funktionieren könnte.

Der Abend findet sein Ende mit der Feststellung, dass ich ein Mädchen bin. Zumindest ist der Herr Göttlich fest davon überzeugt.

Tomi: Das lag an der Unterwäsche Thomas.

Clynelish Oktober 1996

Malts of Scotland; 12 Jahre; 58,1%

Sherry Butt (Cask 8245); Bottled 03.2011 (Bottle 117/304)

Nase: nussig, nach langer Zeit ist Sherry doch da, Rauch, Salz, eingelegte Rosine in Rum (Malaga), Zitronengras, helle Schokolade, Käse und Heu

Gaumen: Salz ist vorne in der Zungenmitte, synthetisch/chemisch, macht Peng und ist wieder weg, Salz bleibt hängen, hinten rum wird die Zunge pelzig (Zimt) – das ist der Sherry, angenehme Süße (vielleicht Honig), spitz, Zitronenschale

Abgang: sauer-süß, lang, apfelig, klebt im Rachen, pelzige Zähne

Fazit: sehr stark im Ausdruck, allerdings auch etwas zu spitz und zu scharf, braucht unbedingt Zeit im Glas

Tomi: Blödsinn, lecker und mit Eiern, ein Mädchen in rosa Unterwäsche, wer anderes behauptet.

12 von 15 Punkten

Mit dem Whiskytasting ist natürlich unser Aufenthalt bei Tomi nicht beendet. An Autofahren ist nicht zu denken und so übernachten wir bei dem sympathischen Basser. Am nächsten Morgen gibt es noch Frühstück in der Villa Göttlich. Extra dafür hat Tomi noch Spezialitäten vom Metzger geholt. Darunter auch das abends schon heiß diskutierte Selchfleisch.

Das Tasting war eine wunderbare Erfahrung und so eine Zusammenkunft sei hier jedem Whiskyinteressierten wärmstens ans Herz gelegt. Man lernt sehr viel und bekommt Eindrücke, die man sich sonst nur ganz langwierig erarbeiten müsste.

Olli: Ich möchte betonen, dass ich mit einem Taxi nach Hause gefahren bin und nicht in dieser lasterhaften Höhle übernachtet habe. So betrunken war ich nun auch nicht. ;-)

Tomi: Jau, klasse wars, Thomas und Manu sind uns immer ganz herzlich willkommen. Vielen Dank auch noch an Matthias und Olli. Es war ein Fest der Kultur, des guten Geschmacks und der anspruchsvollen Gesprächsthemen.

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