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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich – Teil 9

Dieses Mal ist die Redaktion mit vor Ort

Tomi: In der Tat, eine Flasche Brora ist heute kaum noch unter 300,- € zu haben, für renommierte Abfüllungen wird gerne auch mal das Doppelte verlangt. Die Preise von Brora und anderen geschlossenen aber exklusiven Destillerien haben sich in den letzten 3 Jahren mehr als verdoppelt!!! Aus diesem Grunde investiere ich das Geld meines Festgeldkontos gegenwärtig in Whisky!!!

Zu trinken gibt es nun einen 14-jährigen. Durch die Fassstärke riecht er im ersten Moment extrem scharf. Die Whiskykenner in der Runde können aber gleich beruhigen. Durch den Alkoholgehalt von fast 60% muss sich der Gaumen erst einmal an die neue Situation gewöhnen.

Inzwischen entbrennt zwischen Matthias und Tomi eine Diskussion wie es nun in der Reihe weitergeht. Während Tomi noch einen Ausflug zu einer anderen Brennerei wagen möchte würde sich Matthias lieber auf Clynelish beschränken. Ein Ergebnis dieser Frage wird nicht abgewartet. Zuerst trinken wir mal wieder.

Tomi: Ei ich hätte halt z.B. noch ne Flasche Brora gehabt und nen schönen alten Teaninich, ich hätte beide im Schwung des Abends noch aufgemacht, aber Matthias bestand auf dem ursprünglichen Plan … ei ja … am nächsten Morgen war ich dann auch ganz froh, dass er sich durchgesetzt hat und ich die besagten Flaschen schön alleine  leer trinken kann, smile.

Clynelish May 1997

C & S Dram; 14 Jahre; 57,9%

Hogshead (Cask 5711), Bottled 09.2011 (Bottle No. 100)

Nase: salzig, fruchtig in der Mitte, kräutrig-würzig, erdig

Gaumen: überhonigsüß auf der Zungenspitze, kandierte Früchte, Bitternote von Obstschalen; kräutrig;

Abgang: fruchtig, rauchig, ledrig, mittellang, würziger Waldhonig

Fazit: mmmmh; stark im Ausdruck und gut definiert, für die Alkoholstärke relativ mild; changiert im Abgang

11 von 15 Punkten

Nachdem sich nun auch wir Weicheier an den harten Stoff gewöhnt haben geht es auch weiter mit Fassstärke. Olli bringt zum Thema Alkoholgehalt einen guten Vergleich. Wenn jemand schon mal einen Korn mit 60 % getrunken hat, dann ist dieser sehr glücklich über einen Whisky in gleicher Stärke.

Ok, nun ist auch der Punkt erreicht, an dem die Gesprächsthemen abschweifen. Es geht von fremdbestätigten Ehefrauen über diverse Saufgeschichten bis hin zu Erinnerungen an vergangene gemeinsame Abende.

Tomi: Man  sollte hier nicht unerwähnt lassen, dass Olli und ich unsere liebreizenden Ehe"drachen"-frauen in den höchsten Tönen lobten, niemals würde es uns in den Sinn kommen etwas anderes zu behaupten, immerhin sind auch sie des Lesens mächtig und seitdem sie herausgefunden haben, dass man Schuhe im Internet kaufen kann, sind sie auch oftmals online unterwegs …Die anfänglichen Sprachbarrieren verringerten sich übrigens mit jedem Glass Whisky. Schau an, was das Lebenswasser nicht alles kann, es repariert sogar die bayrische Sprache … lach.

Ganz nebenbei wird auch noch der verbliebene Wurstvorrat vernichtet und das Tasting kurz unterbrochen um Nachschub aus der Küche zu holen. Während Tomi und Manu wieder etwas zu Essen basteln schweifen wir wieder ab. Olli erzählt, dass er gerade sein Studio erweitert um besser und mehr Musik dort produzieren zu können. Olli ist, was viele nicht wissen nämlich neben seinen Tätigkeiten bei Rebellion und The Magic Of Radio auch noch Tontechniker. Er hat lange Zeit in einem Studio als Techniker gearbeitet aber mittlerweile betreibt er sein eigenes. Die aktuelle Rebellion-Platte wurde zum Beispiel dort produziert.

Allgemeine Fasskunde gibt es auch noch. Matthias erklärt, dass die Schotten keine neuen Fässer für ihre Whiskys verwenden. Alle Fässer wurden bereits für Sherry oder Bourbon oder eben auch Rotwein verwendet. Manche Fässer werden auch aus verschiedenen Sparren zusammengefügt und haben somit ihren ganz eigenen Charakter.

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