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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich – Teil 9

Dieses Mal ist die Redaktion mit vor Ort

Tomi hat gerufen und wir folgen. Manuela und Thomas aus der Redaktion von The-Pit.de sind zu Tomi nach Hause gekommen um beim nächsten Whiskytasting für die Specialserie live dabei zu sein.

Mit am Tisch sitzen natürlich Tomi, Oliver Geibig (Rebellion, The Magic Of Radio) und Matthias Velte, unser Seminarleiter wenn man so will. Matthias versorgt uns während des ganzen Abends mit allen Infos zu den Whiskys und der Brennereien um die es heute geht.

 Tomi: Blödsinn, Seminarleiter bin natürlich ich selber. Matthias darf lediglich Informationen vermitteln, damit ich mehr Zeit zum Trinken habe. Thomas Seitz darf schreiben, damit ich mehr Zeit zum Trinken habe und Manu Seitz schenkt im kurzen Röckchen und hochhackigen Stiefeln die Gläser nach, damit ich auch was zum Gucken habe … lach … naja, ein wenig Wunschdenken ist dabei, smile.

 Olli: Von Seminar hat mir keiner was gesagt. Ich bin mit Alkohol dorthin gelockt worden….

 Ausgesucht haben sich Tomi und Matthias die Brennerei Clynelish. Sie liegt in den schottischen Highlands und gehört zu einem der größten Spirituosenkonzerne überhaupt. Nachdem wir einiges über die Brennerei und ihre Geschichte erfahren haben, gibt es den ersten Tropfen zu verkosten. Logischerweise beginnen wir mit den Trinkstärken. Der jetzt verkostete 14 Jahre alte Clynelish in Originalabfüllung und mit 46 Volumenprozent, verursacht im ersten Moment sehr unterschiedliche Bewertungen in der Nase und während des Trinkens. Tomi schwört auf eine Aprikose,die Manu hundertprozentig als Birne deutet. Das kann ja heiter werden.

 Clynelish 14

Originalabfüllung, 46%

Nase: Fruchtnoten (herbe Orange?), gefällige Birne, maritime Elemente rundherum, Aprikose?, Spuren von Rauch, buttrige Cremigkeit, elegant-majestätisch, „ein Aprikosenbaum an der Nordsee“

Gaumen: karamellige Butternoten, rauchig, leicht ledrig, leichter Milka-Schokolade-Geschmack, Salz an den Zungenrändern, ganz wenig Torf, Honignoten

Abgang:  rauchig, pelzig, nicht sooo lang, süße Klebrigkeit der Aprikose

Fazit: Ein sehr gut balancierter und sehr eleganter Malt, er ist gut definiert und perfekt balanciert.

11 von 15 Punkten

Weiter geht es mit einer Variation von Murray McDavid. Vorher gibt es aber noch ein bisschen Destilleriekunde. Clynelish gibt es inzwischen fast 200 Jahre weiß Matthias zu berichten. Im Jahr 1819 wurde die Brennerei zum ersten mal erwähnt und die Geschichte hat viel mit den sogenannten Highland Clearances zu tun. Als ich die Frage verneine ob ich weiß was es damit auf sich hat schaltet sich Tomi ein und schießt los: „Da hättest du dir mal die Texte zu „Tunes Of War“ durchlesen müssen, dann wüsstest du das!“

Tomi: Ganz genau, ich mag es halt gar nicht, wenn Hausaufgaben nicht gemacht werden. Thomas dachte natürlich, er sei gut vorbereitet, weil er alle Rebellion Texte auswendig aufsagen konnte, aber mit der anderen Band hatte er nicht gerechnet, naja, falls meine Schüler das lesen werden sie wissend und lächelnd nicken, lach.

Äh ja, Asche auf mein Haupt. Praktisch geht es um etwas wie die Flurbereinigung. Nur irgendwie verkorkst. Die Engländer, die die Schotten wahrscheinlich bis heute nicht mögen, haben verfügt, dass das gute Weideland für englische Schafe bereitgestellt werden muss und die Bauern mussten sich somit neues Land suchen. Gutes Ackerland ist in den Highlands rar und die Bauern mussten sich in weniger ertragreiche Gebiete zurückziehen. Daraus resultierte die Tatsache, dass sie nur gewisse Früchte anbauen konnten. In der Regel war das Gerste. Um diese zu verarbeiten wurde eine Destillerie gegründet, die aus dem Getreide Whisky machen sollte. Was auch sonst. Brot ist ja für Weicheier. Nach mehreren Verbesserungen in der Destillerie konnten Clynelish deutlich mehr produzieren. Möglich wurde die Brennerei hauptsächlich durch eine naheliegende Kohlenmine. Diese Geschichte ist ja ziemlich energieaufwändig.

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