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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich - Teil 8

Von einer Whisky-Reise durch die Highlands und einer Einladung in die Irrenanstalt

Relativ teuer, aber trinkenswert - Oban

Zum Thema



Gut verfügbar und auch recht preiswert ist die Destillerie Royal Lochnagar. Die schmeckt in etwa so:

Name: Royal Lochnagar

Fass: Gepansche

Abfüller: Destillerie

Alter etc.: 12 > 40  %

Nase: blumig, nussig mit Spuren von schwarzer Schokolade und evtl. Andeutungen von Rosinen, eine Spur Rauch, insgesamt eher verwaschen und wenig definiert

Geschmack: sehr mild und buttrig, leichte Parfümnoten huschen gelegentlich über die Zunge, im Abgang leichte Töne von Mandel und Spuren von Rauch, der sehr spät deutlicher wird

(25.01.2011 – mit mir)

So wirklich lecker ist er nicht. Bestenfalls gefällig, ohne in Erinnerung zu bleiben. Er tut nicht weh und bietet durchaus die eine oder andere Nettigkeit, aber er ist wirklich allzu durchschnittlich, andererseits, zum Wegtrinken allemal gut - auch ohne Cola.

06 von 15 Punkten

Ich würde empfehlen, einen oder zwei Euros drauf zu legen und etwa einen Glenmorangie 10 years (kommt in der nächsten Folge) Glenlivet (kommt bei der Speyside) oder einen Laphroaig 10 years zu erwerben.

Auch der Oban von der Westküste ist ein „Highlander“, die Destillerie ist eine der kleinsten in Schottland und liegt mitten im quirligen Küstenort Oban der jedem Schottlandfahrer ans Herz gelegt sei. Der ex-Manager von Oban leitete auf der Frankfurter Whisky-Messe ein Seminar zur Reihe „Managers Choice“. Jeder Destillerie-Manager der Destillerien im Besitz von Diageo (ich glaube das sind über 50) durfte sich ein Fass seiner Destillerie aussuchen und dieses wurde dann als Einzelfass abgefüllt. Jede Flasche dieser Serie kostete etwa 300,- €! Der Manager von Oban suchte einen 9-Jährigen aus! Eine sehr gute Wahl, aber 300,- € für einen 9jährigen … also irgendwann hört der Spaß auf. Er schmeckte in etwa so:

Name: Oban

Fass: Manager´s Choice

Abfüller: Destillerie

Alter etc.: 9 Jahre, destilliert: 2000, abgefüllt: 2009, 534 bottles > 58,7 %

Nase: frische salzige Meeresbrise mit Rauch und einer leichten Zitrusnote, dazu leichter Torf

Geschmack: scharf und sehr salzig, beginnt zu rauchen und das Salz bleibt laaange und scharf, später gelegentlich Andeutungen von Toffee, die sich aber mit bitteren Torfnoten abwechseln, der Rauch bleibt lange wird aber nie zu stark, zum Ende des relativ langen Abgangs bleibt eine süße Teenote liegen

(07.10.2010 – mit mir)


Ein wirklich beeindruckender Schluck, noch nie hatte ich so einen guten Oban im Glas, sehr sehr deutlich im Ausdruck, die geschmacklichen Elemente sauber ausgeprägt und überzeugend präsentiert. Ein echtes Highlight - schade, dass die Flasche mit über 300,- € wirklich unverschämt teuer ist.

12 von 15  Punkten

Man muss bei Oban allerdings sagen, dass diese Destillerie so wenig produziert, dass auch die Standardversion vergleichsweise teuer ist (etwa 45,- €). Sie ist aber auch trinkenswert und relativ selten. Sie schmeckt in etwa so:

Name: Oban

Fass: Gepansche

Abfüller: Destillerie

Alter etc.: 14 Jahre > 43 %

Nase: bittere Orange, Traube, Salz, leichter Rauch und Spuren von Vanille, sehr leicht und balanciert

Geschmack: pfeffrig und salzig an den Zungenrändern, gleich deutlicher Rauch und bittere Fruchtigkeit die später süßer wird, der Rauch hält im mittellangen Abgang an, hintenrum noch eine Teenote

(31.07.2011 – Stefan Lüdtke)

Er ist nicht ohne Charme. Der Ausdruck zu Anfang ist sehr kräftig und löst sich erst im Abgang in süßeren Noten auf. Kein typischer Vertreter seiner Region aber durchaus trinkenswert. 

09 von 15 Punkten

Ansonsten sei noch die Destillerie Ben Nevis erwähnt, welche sich in dem Ort Fort William am Fuße des Ben Nevis befindet (der Ben Nevis ist der höchste Berg Großbritanniens und wurde von dem bescheidenen Autor dieses Blogs in 2011 bestiegen, weil es rockt, ganz oben zu sein). Dieser Whisky ist fruchtig (meist Aprikose) aber auch nicht ganz „ohne Eier“. Ich glaube, wir hatten einen Ben Nevis beim „Special from the road“. Wenn ich mich recht entsinne, hatte Jan (Dragonsfire) dabei ziemlich „einzigartige“ Geschmackserlebnisse.

Soooo, jetzt sind wir in der Mitte der Highlands rauf gegangen und dann nach Westen abgebogen (Oban), wenn wir der Küste nördlich folgen, kommen wir irgendwann an der Nordspitze vorbei (alle anderen Destillerien auf dem Weg befinden sich auf Inseln -> Region Islands) und gehen dann nach „John o´ Groats“ wieder südlich, um direkt auf das Städtchen Wick zu stoßen - und hier möchte ich mit euch noch kurz verweilen, um die letzte Destillerie dieses Blogs zu besprechen.

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