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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich - Teil 8

Von einer Whisky-Reise durch die Highlands und einer Einladung in die Irrenanstalt

Hier ein Fläschchen vom Glenlivet

Zum Thema



Glengoyne liegt direkt auf der Grenze zwischen den Lowlands und den Highlands. Diese Destillerie hatten wir bereits bei den Lowlands besprochen. Wenn man von Stirling aus der Hauptstraße in nördlicher Richtung folgt, passiert man Tullibardine, Glenturret und Aberfeldy. In Aberfeldy durfte ich ja, wie bereits im vorletzten Blog erwähnt, einen sensationellen 28-Jährigen verkosten. Aber auch Glenturret und Tullibardine sind empfehlenswert, wenn auch nicht wirklich einfach zu bekommen.

Name: Glenturret

Fass: Gepansche

Abfüller: Destillerie

Alter etc.:  > 40 %

Nase: fruchtig frische Aprikose mit malziger Süße, Getreide und Spuren von Rauch, vielleicht noch ein Hauch Zimt

Geschmack: mild und fruchtig mit Kokos, Marzipan und Honig, er wird dann torfig bitter, bevor er hintenrum buttrig und zimtig trocken auf der Zunge liegt, wobei die Kokosnote bis in den Abgang mitschwingt, sehr spät beginnt er zu rauchen, dann aber doch spürbar

(12.01.2013 – Facebook und ich)

Den hatte ich bisher ja noch gar nicht auf dem Schirm! Was für eine erfreuliche Überraschung. Der ist ja richtig lecker und kann mich wirklich verblüffen, jaja, die Highland Malts haben oft noch ein Ass im Ärmel.

09 von 15 Punkten

Wie ihr bereits aus meinem Kommentar schließen könnt, ist diese Region groß, aber die Destillerien sind bis auf wenige Ausnahmen weitgehend unbekannt. Das ist auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite ermöglicht es neue Entdeckungen und da hatte ich in den letzten Jahren so einiges, was ich hier gerne mit euch teilen will. Neben dem Glenturret entdeckte ich in den letzten Ferien noch den Dalwhinnie (nordöstlich von Aberfeldy). Mein Vater hatte nach dem Weihnachtsessen eine Flasche davon auf den Tisch gestellt. Ich hatte ihn irgendwann einmal probiert und fand ihn damals wohl eher nichtssagend und durchschnittlich, also bloß nichts anmerken lassen, schnell trinken, sagen wie lecker er ist und dann ist auch gut (genau so mache ich es mit den neuen Klamotten meiner Frau … „super Schatz, ganz toll … oh kommt jetzt nicht die Sportschau“). Papa war auf jeden Fall zufrieden und am Ende des Abends gab er mir die ganze Flasche mit. Toll … danke!

Die Flasche nahm ich dann einige Tage später als Antrinker für eine kleine Verkostung unter Freunde - wow - auf einmal schmeckte der Whisky ganz anders und wirklich überraschend gut. Er schmeckte so gut, dass ich mir gleich noch eine Flasche gekauft habe.

Name: Dalwhinnie

Fass: Gepansche

Abfüller: Destillerie

Alter etc.: 15 Jahre > 43 %

Nase: Honig, mehliger Apfel, Grapefruit und untendrunter liegt noch Malz, pelziger Rauch, Zimt

Geschmack: malzig-süß, mit Pfeffer und Honig, Rauch, später im relativ langen Abgang trockener Kakao und Zimt

(22.12.2012 – mit Carsten Noll und Matthias Velte)


Nichts Exotisches, aber wunderbar balanciert und mit facettenreichen Tönen ,die aber trotz des relativ geringen Alkoholgehalts ziemlich sauber definiert sind. Eine ganz herausragende Standardabfüllung.

10 von 15 Punkten

Wenn man die räumliche Größe der Region beachtet und dabei noch unterschiedlichste Standorte an der West-, Ost-, Nordküste und auch im Landesinneren berücksichtigt, dann ist es sehr verwunderlich, dass diese Whiskys tatsächlich deutliche geschmackliche Gemeinsamkeiten haben. Mit wenigen Ausnahmen haben alle Destillerien dieser Region eine trockene Torfnote (bei manchen nur angedeutet), die sich deutlich vom schweren „nassen“ Torf des Islay Whiskys unterscheidet. Weiterhin sind sie alle fruchtig und haben Spuren von Honig, oft auch Marzipan oder Nuss. Die Rauchnoten sind meist dezent und gut eingebunden. Einzelfässer können natürlich aus der Reihe tanzen, aber genau das macht sie ja auch besonders spannend.

Ausnahmen wären die östlich von Dalwhinnie gelegene Destillerie Edradour. Ich habe diesen Whisky schon als Standard und auch verschiedene Einzelfässer getrunken. Er war immer grauselig. Ich mag ja schon die Seifennote bei alten Bowmores nicht, aber Edradour zieht einem wirklich die Schuhe aus. Er lohnt sich für Schwiegermamas und andere ungebetene Gäste.

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