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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich - Teil 6

Eine Klassenfahrt in die Highlands muss ausgenutzt werden

Ein Bruder des verblichenen Port Ellen steht zur Verlosung bereit

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Nach diesem bemerkenswerten Ereignis huschte ich beschwingten Schrittes durch die Ausstellung, welche den Brüdern Dewar gewidmet ist und die Grundlagen des „Blendings“ recht eindrucksvoll vermittelt. Der nachgestellte „Blending Room“, also quasi der Ort, an dem das Verbrechen an so herrlichen Einzelfässern geplant wird, enthielt noch eine Vielzahl von leider leeren Flaschen, also quasi den Opfern dieses Verbrechens. Für mich war es eher ein Friedhof oder eine Gedenkstätte. Das gesamte Ausmaß des brutalen Vorgehens der rücksichtlosen Einzelfassschinder der Familie Dewar wurde mir schlagartig bewusst, als ich unter den Opfern ein unschuldiges Fass Port Ellen entdeckte, welches ich lieber in meinem Besitz wüsste als in irgendwelchen Blends vergraben. Hätte man den Inhalt dieses Fasses heute noch, man könnte wohl einen ganzen Wohnblock davon kaufen - oder besser, es selber ganz genüsslich Schluck für Schluck in den Whisky-Himmel befördern.

Als die Schüler dann ihren Dram getrunken hatten, den es bei einer Destillerie-Besichtigung immer gibt, und sich in Richtung Bus bewegten, standen diverse Gläser unberührt auf den Tischen. Donald wollte sie schon wegräumen und es fiel ihm sichtlich schwer, den Inhalt wegzuschütten. Das konnte ich ihm natürlich nicht wirklich zumuten. Aus reiner Rücksichtnahme erlöste ich ihn von dieser schweren Aufgabe. Leider bestand nicht mehr die Möglichkeit, das alles noch aufzuschreiben, getrunken habe ich den Standard Dewars (White Label), den 12-jährigen Dewars (Blue Label) und den Standard 12-jährigen Aberfeldy. Ihr wisst, dass ich kein Fan von Blends bin, wenn ihr aber einen Dewars probieren wollt, nehmt den 12-Jährigen, der ist für einen Blend wirklich bemerkenswert, raucht und ist sogar ein bisschen torfig. Der White Label ist ok, tut nicht weh und macht mir deswegen auch keinen Spaß. Der 12-jährige Aberfeldy ist ein megaleckeres Honigbonbon und ich werde versuchen, ihn bei Zeiten nochmal ins Glas zu bekommen.

Eigentlich hatte ich ja vor, eine Probe des sensationellen 28-Jährigen hier zu verlosen, da dies leider aus oben erwähnten Gründen nicht möglich ist und ich deswegen den gesamten Inhalt leider alleine trinken musste, schlage ich folgenden Ersatz vor: In Gedenken an die Opfer der Familie Dewar und ihrer Blendmaster verlose ich einen Bruder des verblichenen Port Ellen. Natürlich nur eine kleine Probeflasche (grinst).

Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, geht ihr einfach auf die Facebookseite meiner Band Rebellion, (http://www.facebook.com/rebellionmetal) und teilt dort den Link zu unserem Videoclip „Ala Germanica“, welcher am Freitag, dem 19.10.12, um 18.00 Uhr dort veröffentlicht wird.

Abschließend sei erwähnt, dass ich auf der Rückfahrt abends auf der Fähre mit besagten Schülern noch ein wenig daran gearbeitet habe, die theoretischen und praktischen Kenntnisse des Whisky zu vertiefen (erst die Übung macht ja bekanntlich den Meister). Hierbei habe ich endlich einmal den 10-jährigen Ardbeg aufgeschrieben. Oft bin ich zu faul zum Schreiben und zu sehr mit dem Trinken beschäftigt, deswegen konnte ich den auch bei dem Islay Special nicht liefern, es sei hiermit nachgereicht.

Name: Ardbeg

Fass: Vermählung

Abfüller: Destillerie

Alter etc.:  10 Jahre > 46 %

Nase: fette Vanille, Rauch und Schinken, Salz, Torf und drüber frische Grasnoten, fast schon in Richtung Minze, insgesamt sehr intensiv

Geschmack: erst einmal pfeffrig-scharf und sehr rauchig, dann kommen süße Vanillenoten durch und im Rachen wird der Torf bitter, Kohle lutschen mit süßer Vanille an den Zungerändern, die sich im Abgang zu Gras wandeln, was sich dann auch über die Zunge ausbreitet, wobei im Rachen immer noch eine bittere Torfnote liegen bleibt und er raucht immer noch

(12.10.2012 – mit Leo Gerz, Daniel Anders und Johannes Nguyen auf der Fähre nach Amsterdam)

Wow, endlich habe ich es einmal geschafft, den zu schreiben und das mit drei coolen Schülern zusammen (grinst), sicherlich ein besonderes Erlebnis und ein besonderer Malt, einer der besten verfügbaren Standards.

11 von 15 Punkten

Pictures by Isabelle Gebert, Isabel Derichs und Thomas Göttlich   

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