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Rebellion: Whiskyspecial mit Tomi Göttlich - Teil 2

Willkommen in Islay - dem Whisky-Mekka



Auch Caol Ila finde ich sehr sympathisch. Der Whisky ist straight und ehrlich - Islay pur eben, etwas weniger Jod, dafür konsequent salzig. Caol Ila ist eine sehr große Destillerie und sie geben auch viele Einzelfässer an unabhängige Abfüller heraus, was bedeutet, dass ein 25-jähriger Caol Ila für etwa 100 Euro zu haben ist (zum Vergleich: Ein ähnlich alter Ardbeg kostet mindestens das Dreifache). Der Standard ist für ca. 30 Euro zu haben und schmeckt etwa so:

Name: Caol Ila
Fass: Gemisch
Abfüller: Destillerie
Alter etc.: 12 Jahre > 43 %

Nase: Salz, Jod, Rauch und Torf stehen deutlich im Vordergrund, dahinter deuten sich Vanillenoten an, irgendwie wirkt er dabei ein bisschen muffig und schweflig, sehr klar und definiert im Ausdruck  

Geschmack: direkt am Anfang sehr salzig und rauchig, danach kommt aus dem Rachen bitterer Torf und breitet sich an den Zungenrändern neben dem Salz aus, er raucht deutlich und gegen Ende kommen im Rachen und auf der Zungenmitte gelegentlich bitter angebrannte Vanillenoten durch

(17.12.2010 – im Ascot)

Sicherlich fehlt ihm die Finesse eines Lagavulin, die geschmacklichen Elemente sind eher limitiert, aber dafür ist er superklar und definiert im Ausdruck, ein ehrlicher und selbstbewusster Islay Malt ohne Schnörkel oder Schnickschnack.

9 von 15 Punkten

Von der Firmenpolitik her gesehen wäre Ardbeg das Gegenstück. Eine großartige Destillerie, die von einem noblen französischen Handtaschenhersteller vor dem Untergang gerettet wurde. Verändert hat sich hierdurch leider einiges. Die Flaschenform sieht jetzt elegant aus (früher eher klobig) und der Preis hat sich spürbar erhöht. Odin sei Dank hat sich die Qualität des Inhaltes nicht verändert. Schwer, selbstbewusst und sehr vanillig kommt der 10-jährige Standard Ardbeg daher. Kohle lutschen mit salzigem Vanillepudding ist angesagt - ein echtes Erlebnis. Leider gibt der neue Besitzer fast gar keine Fässer mehr an die unabhängigen Abfüller heraus, so dass, wenn es überhaupt mal eine Einzelfassabfüllung gibt, diese kaum noch bezahlbar ist. Daher finde ich die Politik von Caol Ila sympatischer, trotzdem ist der 10-jährige Standard von Ardbeg eine der besten Standardabfüllungen überhaupt, es lohnt sich, den Preis dafür zu bezahlen. 

Da ich übermorgen für eine Woche nach Island fahre, dienstlich zwar, aber natürlich trotzdem auch ein bisschen auf den Pfaden der „Sagas of Iceland“ wandelnd,  kann ich kommende Woche keinen Blog schreiben. Deswegen mache ich jetzt einen Cut und schreibe den dritten Blog morgen Abend. Dann wird auch der ganz spezielle Whisky verkostet und das könnt ihr dann nächste Woche lesen. Neben dem Antrinker hatte ich übrigens noch: Clynelish in Fassstärke und einen Laphi als Einzelfass-Abfüllung des Whisky-Stammtisches aus Gießen; und jetzt ab in die Heia, es ist ein Uhr und morgen um sechs Uhr geht’s weiter.

Greetz: Tomi Göttlich

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