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Lupin the 3rd

...jagt den sagenumwobenen "Dragon of Doom"
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Anime-Revolution, die zweite: Nach meinem DVD-Spezial zur Anime-Endzeitsaga “Texhnolyze“ von Yoshitoshi Abe folgt nun der zweite Streich. Ebenfalls aus dem Hause “SPV“ kehrt mit “Lupin the 3rd“ aber dieses Mal keine moderne Sci-Fi-Geschichte in die hungrigen Schlunde der heimischen DVD-Player zurück, sondern ein kleiner und knallbunter Klassiker aus dem Jahre 1994. Wer also an unterhaltsamen und überspitzen Comedy-Action-Darstellungen (im Sinne eines kultigen James Bond, kombiniert mit Elementen des klassischen Samurai- und Abenteuerfilmes) Gefallen findet, sollte in jedem Falle die nun folgenden Zeilen weiterverfolgen.

Ein kleiner Einblick in den “Lupin the 3rd“ – Kosmos:

Wenn es in Japan seit über Jahrzehnten eine Manga- und Animieserie gibt, die bis heute noch Klein und Groß zu unterhalten vermag, dann sind dies die drolligen Abenteuer des Meisterdiebes Lupin dem III.
Lupin – der dritte seines Familiengeschlechtes in Sachen gewiefte Meisterdiebe – und seine drei Freunde geistern nunmehr seit 1967 durch das Land der aufgehenden Sonne. Ob nun in bereits besagter Form von Mangas, Animes oder TV-Spezials: “Lupin the 3rd“ genießt auf Grund seiner frechen und flapsigen Art Kultstatus. Lupin selbst lässt sich wohl am ehesten als coole und lebenslustige Person bezeichnen, die immer (egal in welcher noch so abstrusen Situation steckend) einen lockeren Spruch auf den Lippen trägt. Seine langjährigen Freunde und Weggefährten könnten hierbei aber nicht unterschiedlicher sein:
Hier wäre zum einen der brummige Daisuke Jigen, dessen optische Ähnlichkeit mit dem „Panikrocker“ Udo Lindenberg doch sehr frappierend anmutet (der wohl aber im realen Leben niemals ein so meisterhafter Scharfschütze ist, wie sein „Anime-Klon“). Der nächste in der Runde ist der Samurai Goemon Ishikawa XIII., der es wie kein Zweiter versteht, sein Schwert im Kampf einzusetzen. Ein eiskalter und scharfsinniger Kämpfer also, welcher aber auch als passiver Zuschauer in den heimischen Kabuki-Theatern gerne mal die eine oder andere Träne vergießt. Die letzte im Bunde des illustren Quartetts ist die sinnliche (aber äußerst schlitzohrige) Fujiko Mine, der Lupin völlig verfallen ist (sie lässt ihn aber „natürlich“ nie so richtig ran).
Gemeinsam bestreitet man also nun schon seit mehreren Jahrzehnten die irrwitzigsten Abenteuer rund um den Erdball, hat es dort mit den verschiedensten Syndikaten, geheimen Schätzen und zwielichtigen Dokumentaufzeichnungen zu tun und narrt dabei nebenher immer wieder erfolgreich seine Gegenspieler und die Polizei. Doch gerade Inspektor Zenigato erweist sich hierbei als „harter Hund“ und ist (trotz seiner extremen Tollpatschigkeit) Lupin und Co. immer dicht auf den Fersen...

Die Filme:

Neben den vielen Veröffentlichungsvarianten der “Lupin“–Reihe gibt es auch noch insgesamt 5 Episoden von jeweils 90 Minuten in Filmlänge. Einer davon ist der hier vorliegende Titel "Dragon of Doom", welcher auch den Anfang der erstmaligen DVD-Veröffentlichung dieser Filme in Deutschland macht. Die nachfolgenden vier Filme erscheinen danach jeweils monatsweise:

“Twilight of Gemini“ = 28.07.06
“Treasure of Armao“ = 25.08.06
“Voyage to Danger“ = 15.09.06
“Farewell to Nostradamus“ = 06.10.06

Dem einen oder anderen hier dürfte die “Lupin“–Reihe auch noch ein Begriff sein, da die Filme bereits in den Jahren 2001 und 2003 beim Musiksender MTV ausgestrahlt wurden. Allerdings dort nicht komplett am Stück, sondern jeweils unterteilt in kleinere Episoden als so  genanntes „Serien-Spezial“. Doch nun können die Filme auf DVD endlich in ihrer regulären (und somit kompletten) Fassung begutachtet werden.

“Dragon of Doom“ – Eine kurze Inhaltsangabe:

Der Atlantik: Vor über 80 Jahren sank dort die legendäre “Titanic“ und begrub neben vielen Opfern auch noch einen ganz besonderen Schatz mit sich. Die Rede ist hierbei vom goldenen “Drachen des Schicksals“, dessen verborgene Kräfte und Mächte in den falschen Händen den Untergang der Menschheit bedeuten würden. Und genau nach diesem sagenumwobenen Relikt sucht der mächtige Hong-Kong–Gangsterboss Kingpin. Allerdings spielt auch Lupins langjähriger Weggefährte Goemon Ishikawa XIII. eine nicht minder wichtige Rolle bei der Suche nach dem magischen Drachen: Durch ein geheimes Komplott wird Goemon geschickt gegen seine Freunde aufgehetzt und ein irrwitziger Wettlauf aller Beteiligten gegen die Zeit beginnt, welche noch viele Abenteuer, Irrungen und Wirrungen mit sich bringen wird...

Abschließende Worte:

“Lupin the 3rd – Dragon of Doom“ ist ein wirklich ungemein rasantes und belustigendes Spektakel geworden, dem auf positive Art und Weise der Spagat zwischen flapsigem Nonsens, kitschigen Bilderfluten und Action-Abenteuer gelingt. Die Sprüche der agierenden Protagonisten sind manches Mal als ziemlich derbe zu bezeichnen, aber durchaus immer mit einem Augenzwinkern aufzufassen. Von daher geht auch die Altersfreigabe ab 12 Jahren vollkommen in Ordnung, kann aber ebenso auch in einer reinen „Erwachsenenrunde“ konsumiert werden (und Begeisterung finden).
Der prominent vertonte deutsche Stereoton und das originale 4:3 Vollbildformat sind absolut hervorragend und lassen keinen Grund zur Kritik aufkommen. Lediglich – wie auch schon bei der “Texhnolyze“ DVD der Fall – muss auch wieder (bis auf 5 mickrige Trailer) komplett auf Bonusmaterial verzichtet werden, außer man betrachtet die originale japanische Tonspur mit separaten deutschen Untertiteln als zusätzliches Extra der DVD.

Stabangaben:
Regisseur: Masahara Okuwaki
Charakterdesign: Monkey Punch
Konzept & Drehbuch: Nobuaki Kishima

Deutsche Synchronisation:
Lupin, der III: Peter Flechtner (Ben Affleck)
Daisuke Jigen: Tilo Schmitz (Samuel L. Jackson)
Goemon Ishikawa XIII: Peter Reinhardt (Peter Gallagher)
Fujiko Mine: Gadah Al Akel (Jennifer Lopez)

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