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Deep Purple: Retrospektive aller Studioalben

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Deep Purple hier in aktueller Besetzung 2010 in der Hamburger Sporthalle.

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Corona hat uns immer noch fest im Griff und schränkt uns in unserem Alltag ein. Für Musikfreunde zeigt sich dies besonders deutlich darin, dass praktisch keine Konzerte stattfinden und wenn inzwischen doch wieder, dann nur unter sehr strengen Auflagen. Darunter leiden Musiker, Clubbesitzer, Veranstalter und natürlich Fans – so mancher dürfte mittlerweile Konzertentzugserscheinungen haben. Was also tun mit der vielen freien Zeit, die man in den eigenen vier Wänden verbringt? Einige nutzen die Krise, um ihre Koch- und Backkünste zu perfektionieren, manche entdecken ihre Heimwerkerader, andere schrauben an Autos – und dann gibt es auch noch solche bekloppten Hobby-Schreiberlinge, die sich spontan dazu entschließen, alle Alben von einer ihrer Lieblingsbands zu rezensieren.

Deep Purple haben am 7. August ihr 21. Studioalbum „Whoosh!“ herausgebracht (wegen Corona wurde dessen Release übrigens ebenfalls um rund zwei Monate verschoben) und dies nahmen wir zum Anlass, uns durch den kompletten Backingkatalog an Studioalben durchzuarbeiten. Die Engländer gehören auch heute noch zu den einflussreichsten Combos der harten Szene und nachdem wir vor etwa elf Jahren schon einmal ein ausgiebiges Special zu Led Zeppelin, einem anderen Big Player des Hard Rock veröffentlichten, war es eigentlich doch höchste Eisenbahn, dass Deep Purple ebenfalls eine entsprechende Würdigung erfahren.

Zugegeben, wir breiten diesmal keine Story aus und beschränken uns hier lediglich auf Reviews zu den Alben, dafür haben Purple derer 21 allein was die Studioarbeit anbelangt vorzuweisen, zudem unterscheiden sich die hier vorliegenden Reviews ein wenig von herkömmlichen Rezensionen zu aktuellen Outputs, vor allem im Hinblick darauf, dass versucht wurde, nebenbei ein wenig Bandgeschichte in die Texte zu integrieren. Außerdem hat man Jahre später häufig eine andere Betrachtungsweise auf ein bestimmtes Album als zu dem Zeitpunkt, als es frisch veröffentlicht wurde. Ob dies beim Verfasser für Deep Purple gilt, bleibt spekulativ, denn ich bin erst 1982 geboren. In der heutigen Zeit jedenfalls dürfte es zumindest bei Alben wie „In Rock“ oder „Machine Head“ keine zwei Meinungen darüber geben, dass diese Platten Meilensteine in der Musikgeschichte darstellen.

Dennoch haben auch Purple natürlich Höhen und Tiefen in ihrer Karriere gehabt – auch musikalisch. Im Endeffekt ist alles Geschmackssache, darauf sei noch einmal hingewiesen. Auch Reviews sind, so sehr man sich um Objektivität bemüht, letztlich immer subjektiv. Gerade bei den Achtziger- und Neunziger-Alben der Formation gehen die Meinungen bei Fans teilweise stark auseinander, sodass sicherlich nicht jeder mit der Ansicht des Rezensenten übereinstimmen wird. So oder so war es eine große Freude, sich mal wieder durch das beeindruckende Schaffen dieser unfassbaren Band zu hören und diese Reviews anzufertigen. Ich hoffe, unsere Leser haben ebenso viel Spaß beim Lesen dessen, was dabei herumgekommen ist.

Nach Led Zeppelin und Deep Purple fehlen nun nur noch Black Sabbath, um das Trio der großen britischen Bands, die so vielen Menschen überall auf der Welt so viel bedeuten und deren Einfluss auf die Hard Rock- und Metalszene nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, zu vervollständigen. Mal sehen, ob da etwas Ähnliches in naher Zukunft folgen wird…

Zu guter Letzt noch ein paar kleine Hinweise:

  1. Die letzten drei Alben von Deep Purple, „Now What?!“, „Infinite“ und eben „Whoosh!“ wurden bereits zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung rezensiert, die beiden erstgenannten jedoch noch einmal überarbeitet und anschließend ebenfalls in diese Album-Auflistung eingefügt. 
  2. Bei alten Klassikeralben ist es bekanntermaßen nicht ungewöhnlich (insbesondere in Jubiläumsjahren), Neuauflagen mit Bonustracks herauszubringen. In den Tracklists sind diese – falls vorhanden – aufgeführt, fließen jedoch nicht in die Bewertung ein und werden außerdem weder in der Spielzeitangabe noch als Anspieltipp berücksichtigt. Es sollen hier schon in erster Linie die Originalalben im Fokus stehen. Zum Teil wird allerdings in den Reviewtexten auf diese Stücke eingegangen, vor allem wenn es sich um besonders wichtige (wie die spätere Hinzunahme von „Black Night“ auf der 25 Anniversary-Edition von „In Rock“ oder „Strange Kind Of Woman“ auf der 25th Anniversary-Version von „Fireball“), herausragende oder interessante Songs handelt.
  3. Alle angegebenen Veröffentlichungsdaten beziehen sich auf Europa.
  4. Bei Zehn-Punkte-Alben sind keine Anspieltipps vermerkt.  

Hier eine Übersicht über alle Alben in chronologischer Reihenfolge mit Link zum jeweiligen Review:

Shades Of Deep Purple (1968)
The Book Of Taliesyn (1968)
Deep Purple (1969)
In Rock (1970)
Fireball (1971)
Machine Head (1972)
Who Do We Think We Are (1973)
Burn (1974)
Stormbringer (1974)
Come Taste The Band (1975)
Perfect Strangers (1984)
The House Of Blue Light (1987)
Slaves And Masters (1990)
The Battle Rages On (1993)
Purpendicular (1996)
Abandon (1998)
Bananas (2003)
Rapture Of The Deep (2005)
Now What?! (2013)
Infinite (2017)
Whoosh! (2020)

Des Weiteren eine Übersicht über alle Besetzungen (Mark I – Mark VIII):

Mark I (1968 – 1969):
Ritchie Blackmore – Gitarre
Rod Evans – Gesang
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Ian Paice – Schlagzeug
Nick Simper – Bass

Mark II (1969 – 1973; 1984 – 1989; 1992 – 1993):
Ritchie Blackmore – Gitarre
Ian Gillan – Gesang/Mundharmonika
Roger Glover – Bass
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Ian Paice – Schlagzeug

Mark III (1973 – 1975)
Ritchie Blackmore – Gitarre
David Coverdale – Gesang
Glenn Hughes – Bass/Gesang
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Ian Paice – Schlagzeug

Mark IV (1975 – 1976):
Tommy Bolin – Gitarre
David Coverdale – Gesang
Glenn Hughes – Bass/Gesang
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Ian Paice – Schlagzeug

Mark V (1989 – 1992):
Ritchie Blackmore – Gitarre
Roger Glover – Bass
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Ian Paice – Schlagzeug
Joe Lynn Turner – Gesang

Mark VI (1993 – 1994):
Ian Gillan – Gesang/Mundharmonika
Roger Glover – Bass
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Ian Paice – Schlagzeug
Joe Satriani – Gitarre

Mark VII (1994 – 2002):
Ian Gillan – Gesang/Mundharmonika
Roger Glover – Bass
Jon Lord – Orgel/Keyboards
Steve Morse – Gitarre
Ian Paice – Schlagzeug

Mark VIII (seit 2002):
Don Airey – Orgel/Keyboards
Ian Gillan – Gesang/Mundharmonika
Roger Glover – Bass
Steve Morse – Gitarre
Ian Paice – Schlagzeug

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