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Chris Pohl: Blutengel, Terminal Choice und Tumor - Das große Chris Pohl - Buch

Qualität statt Quantität

Chris Pohl (hier mit Blutengel) hat ein Buch herausgebracht

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Welcher schwarze Szenegänger hat nicht schon einmal im Laufe der letzten elf Jahre den Namen Chris Pohl gehört? Ob nun als Musiker und Sänger seiner eigenen Projekte (Seelenkrank/Blutengel, Terminal Choice und Tumor) oder als Produzent und Besitzer seines eigenen Labels “Fear Section“: Chris Pohl ist ohne Zweifel einer der bekanntesten und erfolgreichsten Künstler der schwarzen Szene in Deutschland.

Dass dieser enorme Bekanntheitsgrad des arbeitsbesessenen Berliners nicht ohne Neider bleibt, ist leider klar. So haftet Chris Pohl nicht erst seit gestern der Ruf an, der Dieter Bohlen der schwarzen Szene zu sein - eine Aussage, die dem gefühlsintensiven Musiker mittlerweile allerdings nur noch ein Grinsen abgewinnen kann. Schließlich hat Chris Pohl sehr lange und hart für das gearbeitet, was er bis heute erreicht hat.

Und genau dieser Werdegang wird nun anhand des vorliegenden “Chris Pohl“–Buches nachgezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem “Orkus“–Verlag erschien gegen Ende letzten Jahres diese Biografie im Hardcoverformat und einer Gesamtgröße von nicht weniger als 29,7 x 22,0 cm. Die in Hochglanz gehaltenen 208 Farbseiten sind neben dem reichhaltigen Textinhalt auch vollgefüllt mit bisher unveröffentlichtem Bildmaterial (u.a. aus Chris’ Kindheit und Jugend). Der Inhalt des Buches ist hierbei in viele kleinere (und in sich geschlossene) Kapitel unterteilt. So beginnt das Buch auch logischerweise chronologisch mit Chris Pohls Kindheit und Jugendzeit, sowie seinen ersten Erfahrungen in der Gothic- und Fetisch-/SM-Szene. Private Anekdoten gibt es diesbezüglich auch einige zu erhaschen und der Schreibstil an und für sich ist ebenfalls sehr locker, detailliert und neutral gehalten. Nach seiner Kindheit folgen nun die ersten (vorsichtigen) musikalischen Gehversuche mit der Gründung von Terminal Choice im Jahre 1993 als elektronisches Ein-Mann-Projekt und seinem im Jahre 1996 gegründeten Nebenprojekt Seelenkrank, aus welchem später aus vertraglichen Gründen das Projekt Blutengel hervorging. Dabei wird insgesamt ungeschönt und ohne falsche Scheuklappen die vielen Aufs und Abs in Chris Pohls musikalischem Schaffen aufgezeigt. Kritische Töne kommen hier ebenso zu Wort wie auch diverse Statements und Interviews seiner Band- und Crewmitglieder von Blutengel, Terminal Choice und Tumor.

Neben dem biographischen Teil und der Abhandlung seiner musikalischen Tätigkeiten enthält das Buch noch zusätzlich sämtliche Interview- und Berichterstattungsmaterialien, die seinerzeit bis heute (Stand: Sommer 2005) im Orkus Magazin erschienen sind. Zusätzlich gibt es noch Plattenbesprechungen und Rezensionen seiner bisherigen Werke, Live-Berichte und Portraits aller Band- und Crewmitglieder.

Letztendlich sei also gesagt, dass man mit der Veröffentlichung dieses Buches sicher sehr viel Mühe und Zeit hatte und es nicht nur für den geneigten Fan überraschend viel Neues und Interessantes zu bieten hat. Unbelehrbare, die nach der Veröffentlichung des Buches laut “Kommerzgier“ riefen, gibt es natürlich immer noch. Bekanntlich kann man es leider nicht allen recht und lieb machen, auch wenn gerade bei dieser sehr gelungenen Veröffentlichung die Devise lautet: Qualität statt Quantität!

Zu beziehen ist das Buch übrigens u.a. bei:

  • www.orkus-online.de
  • www.outofline.de
  • www.fearsection-shop.de
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