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Buffy: The Vampire Slayer

Ein Special über eine der vielseitigsten Fernsehserien aller Zeiten

Sarah Michelle Gellar spielt die Hauptrolle (hier ein Promofoto von der ersten Staffel)

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Fast jeder dürfte wohl schon einmal etwas von der Serie „Buffy – The Vampire Slayer“, oder in der deutschen Übersetzung „Buffy – Im Bann der Dämonen“, gehört haben. Die Serie war weltweit erfolgreich, bekam überwiegend gute Kritiken, etliche Auszeichnungen und hat eine riesengroße Fangemeinde. Zu letzterer darf ich mich selbst auch zählen, ich verfolge die Serie ungefähr, seit die dritte Staffel um das Jahr 1999 zum ersten Mal auf Pro Sieben ausgestrahlt wurde, besorgte mir dann auch die ersten beiden Staffeln und bin der Sendung eigentlich seitdem verfallen. Sie wird nie langweilig, es gibt genügend Episoden, die ich mir immer und immer wieder ansehen kann.

„Buffy“ ist ein einzigartiger und völlig eigenständiger Mix aus Mystery, Horror, Drama und Comedy, den es so vorher noch nie gegeben hat und wohl auch nie wieder geben wird. Keine andere Serie schafft es für meine Begriffe, so humorvoll und unterhaltsam zu sein, dabei aber gleichzeitig so viel Tiefgang zu besitzen. Auch wenn die meisten mit dem Hintergrund vertraut sein dürften, hier noch einmal ein kurzer Überblick: In jeder Generation gibt es eine auserwählte Jägerin (auf englisch: „slayer“), deren Aufgabe es ist, gegen Vampire und Dämonen zu kämpfen und diese zu vernichten. Die meisten der Mädchen erreichen trotz übernatürlicher Kräfte kein hohes Alter, da sie aufgrund des gefährlichen Lebens, das sie gezwungen sind, zu führen, irgendwann getötet werden. Sobald eine Jägerin stirbt, wird eine neue berufen. Die Idee hierzu kam Visionär Joss Whedon, da er meinte, es wäre doch einmal etwas anderes, eine Frau als Heldin in den Mittelpunkt zu stellen, eine, die sich stellt und kämpft – denn schreiende, weglaufende Frauen habe man schließlich schon zu Genüge in der Geschichte von Film und Fernsehen gesehen.

Die Jägerin dieser Generation heißt Buffy Anne Summers, ein 16-jähriges Mädchen, das in Los Angeles wohnt, zunächst – als sie von ihrer Berufung noch nichts weiß – sehr oberflächlich ist und sich hauptsächlich für Jungs interessiert und dafür, dass sie immer möglichst gut aussieht. In der Serie selbst kommt dies nicht unbedingt zum Vorschein, da sie schon ab der ersten Folge der ersten Staffel weiß, wer sie tatsächlich ist, aber Joss Whedon drehte zuvor einen Film (dieser hat auf englisch den gleichen Titel wie die Serie, auf deutsch „Buffy – der Vampirkiller“), der in L.A. spielt und noch mit völlig anderen Charakteren und demzufolge auch völlig anderen Schauspielern versehen ist. Hier ist es noch nicht Sarah Michelle Gellar, die Buffy verkörpert, sondern die ein paar Jahre ältere Kristy Swanson. Der Film ist bestenfalls mäßig zu nennen; Whedon konnte seine Ideen nicht adäquat umsetzen, die darstellerischen Leistungen wirken zum Teil hölzern (Swansons Schauspielerei ist sogar noch halbwegs akzeptabel, doch selbst ein renommierter Mime wie Donald Sutherland überzeugt leider wenig) und die Kampfsequenzen sind mit den teils spektakulären, choreographisch ausgeklügelten Szenen in der Serie nicht zu vergleichen und wirken zum Teil fast lachhaft. Hinzu kommt zumindest hierzulande eine unterirdische deutsche Synchronisation, die in der Serie allerdings ein ähnlich grauenhaftes Niveau erreicht, doch dazu später. 

Whedon war mit dem Film überhaupt nicht zufrieden, zumal Regisseurin Fran Rubel Kuzui den Erfinder des Buffyverse offenbar völlig missverstanden hatte; sie sah darin eine „Popkultur-Komödie darüber, wie die Leute Vampire sehen“, was Whedon vehement zurückwies. Obwohl der New Yorker bekannt ist für sein Talent, mit Sprache umzugehen und entsprechende humoristische Szenen zu schreiben, was im Film zumindest ansatzweise zum Vorschein kommt und in der Serie später ein wichtiger Bestandteil des Drehbuchs sein wird, wollte er nicht, dass daraus eine reine Komödie wurde, die letzten Endes eher albern und teilweise sogar lächerlich wirkte. Natürlich gibt es trotzdem viele Fans gerade dieses Films, schließlich lieben genügend Leute Trash, und als solchen muss man den nüchtern betrachtet wie erwähnt allerhöchstens mäßigen Streifen auch ansehen.

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