Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Architects Of Chaoz: „[R]Evolution“ Listening-Session

Treffpunkt erneut Gernhart Studio in Troisdorf

Dom, Gonzo und Andreas von Architets Of Chaoz bei der Listening Session

Zum Thema

Vor fast genau drei Jahren hatte sich die Journallisten-Meute schon zu Debützeiten im Gernhart-Studio eingefunden, damals noch zur Doppelsitzung mit dem neuen Perzonal War-Album. Dieser Samstag steht nun allein im Zeichen von Architects Of Chaoz, die am 25. Mai 2018 mit ihrem zweiten Longplayer „[R]Evolution“ via Metalville aufwarten und laut Drummer Dom neben einer Digipak-Version mit aufwändigem Booklet, der Doppel-LP-Version auch eine spezielle Auflage in einer Holzbox sowie dem neuen Trend Kassette folgen. Bierchen, Kaffee und Kuchen, Naschkram – die Leute sind versorgt, fehlt nur noch der Hördurchgang, wo einmal mehr alle Interessierten im Aufnahmeraum sitzen und sich konzentriert (mehr oder weniger) 13 Songs einmalig widmen; sicherlich braucht man durchaus mehr Durchgänge, hier die Ersteindrücke so far:

„Rise“ – Opener des Albums, endlich ist der Mikrofonneuzugang Titta zu hören, der natürlich komplett anders als sein Vorgänger klingt und ein wesentlich höheres Stimmvolumen vorweist; melodische Midtemponummer mit leichtem Pretty Maids-Feeling, wobei Titta auch mal gesanglich in Johnny Gioeli-Gewässer vordringt und mit sattem Scream das Songfinale behauptet.

„Dead Again“ – hier schielen sie zum stampfenden Hard Rock mit leicht düsterer Ausrichtung, sehr schön melodische Leadklampfe, schräges Ende, Metti von Perzonal War steuerte ein paar Backing Vocals bei.

„Hitman“ – ein paar Megadeath-Vibes zu rockigen Zeiten tun sich auf, gesanglich auch mal bei Creed; eingängige Nummer ohne großen Bombast und mit überraschendem Ende, Dom: „Judas Priest wollten den Song nicht haben“.

„A Moment Of Clarity“ – 7:30 Minuten-Batzen und Lieblingssong vom Drummer Dom, was er auch mit einem „lange so etwas noch nicht gemacht“ kommentiert, ruhig balladeske Nummer mit leichtem Metallica-Feeling zu Beginn im Akustikpart, im letzten Drittel kommt dann die Tempoverschärfung, sehr emotionales Gitarrensolo, leider auch ein paar schnulzige Whoohoo-Chöre intus.

„All Play Dead“ – auf Nummer sicher Track, allerdings auch mit hervorragender Soli-Arbeit, perfekt auf den Song maßgeschneidert, Titta wandelt gesangsmäßig wieder ein bisschen auf Mustaine-Pfaden und wird von reichlich Backingchören unterstützt, hervorragendes Ende.

„Century Of Cancer“ – Tschernobyl lässt titelmäßig grüßen, mit starkem metallischem Touch und erneut herausragendem Gitarrensolo, Midtempo für das schwere Thema.

„Into The Fire“ – Song noch von der „League Of Shadows“-Session, als „ein bisschen anders“ angekündigt, kann man so stehen lassen; die kraftvoll angeraute Stimme von Titta kommt hier bestens zur Geltung, und man kann es nicht ausreichend wiederholen: Die Platte lebt von den perfekten Gitarrensoli.

„Hollow Years“ – schwungvoller Anfang, schnell zurück zum Midtempo, kraftvolles Drumming, nicht gerade eine Ausbund an Fröhlichkeit, alles eher getragen, mit schönem Schlusspunkt durch Titta.

„Pressure“ – hier kommt wieder leichtes Pretty Maids-Feeling auf, Standardnummer ohne große Überraschungen, pralle „Pressure“-Chöre, wobei hier im Raum eher Schalke-Rufe aufkommen.

„Farewell“ – erneut im Midtempo gehalten, hebt sich vom Rest des Materials locker ab, fast Stakkato-artiges Riffing, erneut ordentlicher Chor-Einsatz, beim Gitarrensolo dieses Mal auf dem Wah-Wah-Pedal gelatscht, im letzten Drittel durch die Whoohoo-Chöre die Mitsinganimation für die Livefront eingebaut.

„No Way Out“ – feat. Schmier von Destruction, der ja wohl auch den ersten Kontakt zum neuen Frontmann hergestellt hat, was in epischer Breite dann auch im Vorfeld des Songs von Dom ausgeführt wird; dazu hat Schmier auch ein paar Backvocals beigesteuert, was man allerdings ohne es zu wissen nicht sofort erkennen würde.

„Bloodrain Falls“ – es bleibt beim eingängigen Midtempo trotz deutlichem Doublebass-Einsatz, starker Headbang-Part, zum Solo wieder zackiger unterwegs.

„The Pulse Of The Sun“ – vom Bassisten Gonzo komponiert, als sehr speziell angekündigt, hebt sich auch deutlich von der sonstigen Album-Machart ab, getragen balladesker Anfang, positive Überraschung, AOC können also auch anders.

comments powered by Disqus

Schritt für Schritt zu einem erfolgreichen Abend

„Singen ist Sport, egal was für einen Stil, da machen wir uns nichts vor...“