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Albert Mudrian: Choosing Death - Die unglaubliche Geschichte von Death Metal und Grindcore geht weiter...

Beinah fühlt man sich als Teil der Ära...

Albert Mudrian hat seine Anthologie noch um knapp 100 Seiten ergänzt

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Es gibt Musikfans, denen es vollkommen genügt, die Lieblingslieder ihrer Lieblingsbands beim Namen nennen zu können, eventuell noch die Texte mitsingen zu können und die ansonsten ein musikfreies Leben führen. Und dann gibt es Musikfans, die jede noch so kleine Information ihrer Lieblingsbands oder ihres bevorzugten Genres aufsaugen und abspeichern, von Zeitungsartikeln, Studien, Biographien – und genau für solche unersättlichen Wissensdurstigen sind Bücher geschrieben wie das vor einigen Jahren erschienene „Choosing Death – Die unglaubliche Geschichte von Death Metal und Grincore“, dessen überarbeiteter Nachfolger gerade erschienen ist. Autor Albert Mudrian hat in Interviews und sicherlich auch in der ein oder anderen eigenen Erfahrung gekramt und sozusagen bei Adam und Eva angefangen – von den ersten 14-jährigen Jungspunden, die nichts anderes wollten als die schnellste Band der Welt zu werden (und die heute in einer kleinen Dorfkapelle namens Napalm Death spielen) über die in den Achtzigern auf ihrem Höhepunkt stehende weltweite Tapetrading-Gemeinschaft bis hin zu Pubs, in denen die rasante Reise der schnellsten Metalgenres ihren Anfang nahm; Mudrian hat sie alle gesprochen, gehört, gesehen.

Das Coverartwork ist dieses Mal wesentlich passender ausgefallen als noch bei der Erstauflage, für die Innenbebilderung wurde heftig in diversen Archiven gekramt und alles klassisch in schwarz-weiß gehalten; dabei reichen die Aufnahmen von den blutjungen Napalm Death irgendwann um 1982 bis hin zu einem Carcass-Liveshoot aus dem Jahr 2014, aktualisiert wurden außerdem die angehängte Diskographie der wichtigsten (offiziell veröffentlichten) Death- und Grind-Platten sowie eine Auflistung der einflussreichsten und umtriebigsten Musiker, in der man auch mal schnell einen der unzähligen Namen nachschlagen kann, mit denen Mudrian auf den knapp 360 Seiten um sich wirft. Mehr als einmal hat man hier das Gefühl, sich mittendrin zu befinden in der Tapetrading-Szene, in der nichts ohne Connections ging und man auch mal täglich neue Kumpels in die Band holte, nur um zu merken, dass man hier zwar nette Jungs zusammengesammelt hatte, diese aber oftmals nicht mal einen Drumstick von einem Joint unterscheiden konnten.

Mudrian versteift sich in seiner Neuauflage wie schon in der Erstveröffentlichung nicht auf seine amerikanische Heimat, sondern versucht sich an einem globalen Überblick über die Entwicklung der härtesten aller Metalsubgenres; mitunter fühlt man sich ein wenig erschlagen ob all der Namen, Locations, Besetzungswechsel, Gründungen und Auflösungen, nichtsdestoweniger ist es faszinierend, wie sich zum Teil durch einige dumme Zufälle einige der bis heute einflussreichsten Bands zusammengefunden haben. Neben den diversen Bands wird auch die Entstehung so wichtiger Plattenfirmen wie Century Media oder Earache beleuchtet, ohne die sicherlich gerade in den Achtzigern und Anfang der Neunziger eine weltweite Verbreitung von Death und Grind um einiges schwieriger ausgefallen wäre.

Teils mit etwas kruden Übersetzungen versehen, bietet „Choosing Death“ die breit abgedeckte Entstehungsgeschichte der wahrscheinlich kontroverstesten Metalstile überhaupt, der schnellsten Bands, der am hartnäckigsten indizierten Coverbilder und Songtexte – und damit sicherlich einen guten Überblick über all das, was Fans der Genres so begeistert und vor allem lebenslang bei der Stange hält. Wer sich nicht an dem teils etwas unübersichtlichen Namenskarussell stört, sollte sich das Buch auf jeden Fall mal zu Gemüte führen – am Besten arbeitet man sich dabei mal durch den heimischen CD-Schrank und checkt, welche Alben noch in der Sammlung fehlen. Oder noch besser: Man erwirbt gleich auch die Compilation passend zum Buch, auf der Bands wie Repulsion oder Nihilist versammelt sind...

 

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