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His Statue Falls: "Collisions" in eigenen Worten

Von Musiktheorie über Blümchen bis hin zu Shakespeare

Cover des Debüt-Albums "Collisions"

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Wie aus dem Nichts waren sie da – His Statue Falls aus Saarbrücken haben sich dem elektronischen Post-Hardcore verschrieben und versuchen mit ihrem energetischen Erstlingswerk den Amis das Monopol hinsichtlich guter Bands dieses Genres streitig zu machen. Wir haben nachgefragt, was es mit den einzelnen Songs des Albums auf sich hat.

1. Let’s Get Crackin

Max: Der Opener der Platte und gleichzeitig der Opener des Live-Sets. Zu dem Song – der eigentlich nur ein Intro ist – braucht man nicht viel zu sagen: Einprägsame Technosamples (schön zum Mitklatschen), dicker Moshpart drüber und schon hat man den Zuhörer bei den Eiern. Let’s get crackin‘: Wie der Name schon sagt, „Feuer frei“ ist die Divise.

2. Capital H Capital O

Max: Abgekürzt schaut’s aus wie eine chemische Formel CHCO. Ebenfalls wie das Intro, wird auch CHCO wie auf Platte live an zweiter Stelle verballert. Schneller Song mit Electro Beats, von denen man leider nicht allzu viele auf der Platte findet. Das geschriene „Bitch“ vor dem ersten Refrain hat Alex nur untergebracht, damit wir den Song Capital H Capital O nennen konnten.

3. Jasmin W. Knows How To Mosh

Alex: Wer kennt sie noch? Good old Jasmin Wagner aka Blümchen! Der erste neue Song auf Myspace gleich ein Tribute an die 90er Jahre Dancefloorqueen aus Deutschland? Nicht wirklich. Abgesehen von einer Synthieline, die etwas an den ultraschnellen Elektrosound ihrer Werke erinnert, gibt es inhaltlich keine Huldigungen oder dergleichen. Ein Song der vor Emotionen jeder Art strotzt und diese wie gewohnt durch Cleanvocals, Shouts aber auch zum ersten Mal durch Crewshouts und die gute alte "Schießbude" zu Gehör bringt. Wenn‘s dir gefällt, schreib uns eine Mail, Jasmin!

4. Give It Up! Give It Up!

Christoph: Dieser Song ist der einzige auf dem ganzen Album, der tatsächlich nur von melodischem Gesang und fetzigem Techno getragen wird und komplett ohne Shouts auskommt. So gesehen ist er also die tanzbarste und vor allem auch ohrenschonendste Hörerfahrung auf „Collisions“ und könnte wirklich jedem gefallen. Es ist nicht so, als wäre das von vorneherein alles genau so geplant gewesen. Der Song hat sich einfach so entwickelt und ein Mosh- oder Grunzpart hätte ihm einfach nicht sonderlich gut zu Gesicht gestanden. Das reine Techno-Ende ist übrigens als Aufforderung zu verstehen, live die Bühne zu stürmen und mit uns um die Wette zu tanzen!

5. Sooner If You Let Me

Max: Das war, beziehungsweise ist, unser erster Song gewesen, der mit Techno bespickt wurde. Christoph kam mit den Samples an und der Rest wurde drumherum gebaut. Funny fact: Dennis singt im Refrain „Faithful Words“ und nicht „Fight For Love“ – so wie Max glaubte, zu vernehmen. Dieser Trugschluss veranlasste ihn allerdings, lila Shirts mit weißem „FIGHT FOR LOVE“-Aufdruck produzieren zu lassen. Ein Fehltritt, der zum Verkaufsschlager wurde.

6. You Need HIT To Spell sHIT

Max: Der Song, der uns wohl am besten repräsentiert. Da ist alles drin, was uns ausmacht. Fetter Techno, Breakdowns und Moshparts, glasklare Hooklines und brillanter Gesang. Einziges Manko: Auf der Tracklist kommt der Wortwitz nicht wirklich rüber: You Need HIT To Spell sHIT, weil alle Buchstaben groß geschrieben sind. Schade!

7. If Shakespeare Had A Myspace Profile

Alex: Was tun, wenn der Song steht aber einem kein Text einfallen will? Ganz einfach: Man frage den Schlagzeuger und werdenden Englischlehrer nach einem brillanten Anfang. Ergebnis: Der Pauker drückt gleich mit Shakespeare ab. Ein kleiner Happen Gesellschaftskritik, tanz- und moshbar verpackt. Im Liveset schon seit geraumer Zeit ein fester Bestandteil. Jetzt an Platz acht auf Scheibe gebannt. Dauerrotation olé!

8. A Headless Crow Can't Bite

Alex: Eines der ältesten HSF-Lieder überhaupt. Extrem tanzbares Intro. Super straight. Kommt im Song selbst mit wesentlich weniger Techno aus - und wo wir schon beim wegrationalisieren sind: Es gibt einfach keinen Chorus! Für das Album nachträglich mit der ein oder anderen Finesse versehen, ist dieser Gassenhauer sicherlich auch für die weniger Technointeressierten gut hörbar.

9. Does Any Of You Guys Know Why For God's Sake Every Band On Earth Gotta Have Long Song Titles

Alex: Ein Song für die Fitten in Musiktheorie! Da fällt dem Drummer doch plötzlich auf, dass bei der Aufnahme etwas nicht stimmt. Die recordeten punktierten Triolen sollen nämlich eigentlich nicht punktierte Triolen sein. Die Band zuckt geschlossen die Schultern, der Drummer macht den Unterschied vor, richtig kapieren tut es dennoch keiner, alles wird geändert und Tatsache: Ein völlig neuer Groovegenuss! Also vielleicht nochmal alle eine Runde zur Musikstunde. Ansonsten ein Song in gewohnter HSF-Manier. Vom Schunkelpart bis zur Abrissbirne alles am Star.

10. Bury My Shell At Wounded Knee

Max: Der wohl härteste und dissonanteste Song auf dem Album… und meiner Meinung nach der Song mit dem geilsten Synthi-Part. Der Liedtitel hat allerdings nicht viel mit dem Rest zu tun. „Bury My Shell At Wounded Knee“ war der Titel eines Levels im Videospiel „Turtles In Time“ (ursprünglich gibt es ein Buch von Dee Brown mit dem Titel: „Bury My Heart At Wounded Knee“ und nimmt Bezug auf das Massaker zwischen Indianern und General Custer’s Truppen am Wounded Knee). Dennis wollte schon immer einen Song so nennen und deshalb trägt der nun den Namen. Außerdem gab der Songtitel Anlass für ein neues Shirtdesign. Michelangelo ist einer unserer Verkaufsschlager.

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