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Zeugen der Leere: Seelenwanderer

Weniger Death, mehr Black?
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Black Metal
Spielzeit: 69:36
Release: 14.01.2014
Label: Eigenproduktion

Die seit Dezember 2009 aktive Combo, früher bekannt als Ruin of Remembrance, bringt mit „Seelenwanderer" ihr zweites Album heraus. Dieses ist im Bereich Melodic Death angesiedelt, wobei das Hauptaugenmerk auf Melodic liegt. Dunkle Texte getragen von typischem Black-Sound prägen das Bild. Die Lieder sind alle recht lang, weshalb sie über weite Strecken rein instrumental sind. Das ist hin und wieder etwas ermüdend, da alles meistens eher im Midtempo angesiedelt ist. Und bei über einer Stunde Laufzeit ist es schwer, dabei Abwechslung zu erzeugen.

Ein gutes Beispiel ist der Titeltrack, er beginnt mit einer Akustik Gittarre, welche sich in eine Riffwand wandelt. Der Gesang startet im klaren Bereich und wird dann zum Schreien. Solange gesungen wird, ist das Lied durch die Mischung von klar und growl recht bunt. Wenn der Gesang aussetzt und es instrumental abläuft, wird es etwas farblos; obwohl die Band sich natürlich Mühe gibt und verschiedene Elemente einbaut, um dem entgegen zu wirken, was ihnen auch oftmals gelingt.

Auf der CD ist auch ein Cover der Band Erkryss, in diesem steigt das Tempo etwas an. Das bringt frischen Wind in die Musiksegel. Es ist anfangs geprägt von drückenden Riffs, gegen die der Gesang nicht ankommen kann. Zur Mitte hin wird es etwas ruhiger, was aber ganz gut ist: Der Gesang kommt besser zur Geltung und die ruhigen Klänge passen sehr gut dazu und erschaffen eine schöne Melodic-Facette in der Musik. Danach steigt das Tempo wieder an und der Gesang versinkt etwas in dem Sound - was aber meistens kein großer Verlust ist, denn als Unterstützung ist er besser geeignet als als alleine stehendes Merkmal, da er nicht wirklich überzeugen kann.

Durch den Mittelteil wird „Forsaken Astronaut" ziemlich aufgelockert und hebt sich dadurch etwas heraus. Der Melodicteil kommt in „Tänzer im Nebel" gut zur Geltung. Eine ruhige, treibende Klangkulisse die im Kontrast zum Growl-Gesang steht, bildet hier das Fundament. Wenn man sich von der Melodie treiben lässt, wird der Name Programm. Vor allem während des Refrains, in dem ein schöner Klargesang das Lied voran bringt, kann man sich gut vorstellen, durch den Nebel zu tanzen.

Wie schon erwähnt ist es extrem schwer, auf einer CD, mit knapp 70 Minuten Laufzeit die gewünschte Qualität zu erhalten. Auf der vorliegenden „Seelenwanderer" gelingt das auch nur bis zu einem gewissen Grad. Es gibt viel schönes zu hören, sowohl im Melodic- als auch im Black-Bereich. Der Melodic-Sektor ist ja im Moment sowieso sehr überlaufen und um hier aus der Masse herauszustechen, muss man schon seine Bestleistung bringen. Die Band zeigt auch oftmals herausstechende Qualitäten, wie z.B. die Mischung aus dunkler Lyric und schöner Melodie. Aber das alleine reicht leider nicht. Natürlich muss man klar sagen, dass nicht alles schlecht ist, sondern es nur etwas unglücklich umgesetzt wurde. Wenn man die Lieder etwas kürzer gestaltet und die Stärken wie die Tempowechsel und die gute Gitarrenarbeit weiter ausbaut, bekommt man ein Album, das durchaus das Potenzial hat sich auf dem harten Markt zu behaupten. Von daher sollte man die Band im Auge behalten, denn wenn sie sich weiter entwickelt, wird man noch viel von ihnr hören. Und alle, die auf melodischen Black Metal stehen, sollten mal reinhören und die Juwelen, die es ja eindeutig gibt, genießen.

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