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Zerozonic: God Damn, Better, Best

Gottverdammtes Mittelmaß
Wertung: 4.5/10
Genre: Modern Metal, Groove Metal
Spielzeit: 44:35
Release: 11.03.2011
Label: Mayhem Music

Der Gitarrist und Bandgründer von Zerozonic, Daniel „Peisy“ Olaisen, ist einigen vielleicht bekannt als Mitglied bei Blood Red Throne und als Live-Klampfer bei Satyricon. Da Olaisen bereits eine lange Passion für Groove Metal hegt, gründete er anno 2004 eben jene Zerozonic, die angeblich Elemente von Metallica, Pantera und Chimaira aufgreifen, 2008 ihre erste Full-Length „Dead On Arrival“ veröffentlichten und nun den Zweitling „God Damn, Better, Best“ nachschieben.

Tatsächlich ist insbesondere der Pantera-Einfluss über die gesamte Albumdistanz nicht zu überhören – das heisere, mit Hardcore-Attitüde versehene Gebrüll des Frontmannes Leo Moracchioli erinnert gerne mal an Phil Anselmo (ohne dessen Qualitäten zu erreichen) und die insgesamt sehr Midtempo-lastigen Riffs lassen vermuten, dass Olaisen des Öfteren Dimebag Darrells Gitarrenspiel gelauscht hat. Das Niveau der texanischen Groove-Metal-Pioniere wird allerdings genau wie das der anderen genannten Bands zu keinem Zeitpunkt erlangt: Das Songwriting tönt absolut austauschbar und beliebig und die Riffs sind unter der Rubrik „ganz nett, aber schon hundertmal ähnlich und besser gehört“ einzuordnen und verschwinden aus den Gehörgängen wieder genauso schnell, wie sie reingekommen sind.

Dass ausgerechnet das ruhigere und balladeskere „No Tomorrow“ aus dem Einheitsbrei hervorsticht, ist somit natürlich absolut bezeichnend, doch auch „Instrumentalcase“, ein, wie der Titel schon sagt, Instrumentaltrack, macht sich recht gut. Ansonsten herrscht gepflegte Langeweile vor und mehr noch als das: Das Ganze geht einem recht schnell sogar ziemlich auf den Keks. Denn dass man hier und da ein paar moderne Elemente einbaut, ist ja in Ordnung, aber die zahlreichen Spielereien und Effekte, mit denen man die Vocaltracks angereichert hat und überhaupt das generell permanente Verzerren der Stimme von Leo Moracchioli sind übertrieben oft eingesetzt und nerven nach erschreckend kurzer Zeit bereits gewaltig, mal abgesehen davon, dass sich dieser Unfug unendlich künstlich anhört. Was sollen vor allem diese an die ebenfalls schon unsäglichen Pigsqueals im Brutal-Death-Metal- und Grindcore-Bereich erinnernden Laute? Nicht zum Aushalten!

Aber apropos künstlich: Wie fürchterlich ist bitte der Gitarrensound, der so ein bisschen auf Schmackes getrimmt scheint, an sich aber einfach nur grauenhaft artifiziell und dünn durch die Boxen wabert? Der Schlagzeugsound ist allerdings keinen Deut besser – sorry, aber das ist ganz schrecklich und raubt dem Ganzen jegliche Dynamik. Nee, ganz ehrlich: „God Damn, Better, Best“ trägt seinen Titel zu Unrecht, denn diese Scheibe ist ein Schuss in den Ofen. Nervtötender Gesang trifft auf Dünnbrettbohrer-Sound und fades Songwriting – Homer Simpson würde sagen: „Laaaaangweilig!“. Da die Jungs aber zumindest spielen können, gibt's gerade noch viereinhalb Punkte.

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