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Zen Zebra: Awaystation

Definitiv das Risiko wert
Wertung: 8/10
Genre: Alternative Rock, Post-Hardcore, Indie Rock
Spielzeit: 44:37
Release: 24.08.2012
Label: 45 Records

Die Leipziger Zen Zebra haben nicht nur einen Namen, der sich recht schnell im Kopf festsetzt, ähnlich ist auch der Sound der Band gelagert – eine Mischung aus Alternative, Post-Hardcore und Rock, die sich nicht ganz auf den ersten Blick erschließt. Genau darum geht es aber beim Debütalbum „Awaystation“, das im August via 45 Records veröffentlicht wurde – ums Entdecken. Man muss die Scheibe schon öfters hören, um beispielweise Zugang zu Songs wie „This Song Could Bear All Your Names“ zu finden, das mit einer interessanten Intro-Gitarre aufwartet und überhaupt einen leicht psychedelischen Flair verströmt.

Überhaupt ist die Stimmung auf „Awaystation“ schon besonders angehaucht, was möglicherweise daran liegen könnte, dass Produzent Kurt Ebelhäuser (bekannt als Sänger der Band Blackmail) die Truppe ins Studio beorderte, um alles live einzuspielen. Dementsprechend wirkt hier nichts gekünstelt oder sonst irgendwie verfälscht, sondern wie aus einem Guss und eigentlich ziemlich genau so, wie man sich auch einen Liveauftritt der Jungs vorstellen würde – nur mit besserem Sound, versteht sich.

Als Opener wurde „Butterfly Skin“ auserkoren, das zwar einen sehr auffälligen Beat hat und dementsprechend einen gewaltigen Wiedererkennungswert besitzt, aber noch etwas schwierig daherkommt. „The Hypnagogic State“, obwohl rein vom Titel her nicht weniger schwer verdaulich, überzeugt dann aber auf ganzer Linie: fast fragiler, aber dennoch kraftvoller Gesang, untermalt von leicht progressiven Gitarren – hier haben Zen Zebra ein Aushängeschild für ihren Sound am Start.

„Lake Lauer“ wurde dann im Voraus als Single bereits den Fans zur Verfügung gestellt und auch hier haben sich die Leipziger nicht den schlechtesten Song rausgepickt; leicht dramatische Indie-lastige Gitarren und die emotionale Stimme von Sänger Marv treffen hier in fast perfekter Symbiose aufeinander. Eine schöne Abwechslung zu vielen Bands, die blindlings und oft mit unwahrscheinlicher Treffsicherheit den schlechtesten Albumtrack als Single auskoppeln.

„Will“ gestaltet sich dann sehr ruhig, aber nicht weniger eindringlich als das vorangegangene „This Song Could Bear All Your Names“ – ab etwa der Hälfte des Songs legt die Gitarrenfraktion sich noch mal ordentlich ins Zeug und auch am Mikro wird etwas rabiater zu Werke gegangen. Ein schönes Beispiel, wie man ruhige und aufbrausende Passagen gut verknüpfen kann.

Dafür, dass ich die CD nun bestimmt zwei Wochen auf meinem Schreibtisch habe einstauben lassen, kann „Awaystation“ am Ende doch sehr überzeugen. Man braucht einige Durchläufe und sollte zudem zumindest im Ansatz auf Post-Hardcore abfahren, sonst hat man mit dem Debütalbum der Ossis wenig bis gar keinen Spaß. Wenn man sich aber ein bisschen darauf einlässt, finden sich auf knapp einer Dreiviertelstunde Laufzeit Ohrwürmer noch und nöcher – das Risikio lohnt sich!

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