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ZebraSommerwind: Wach auf mein's Herzens Schöne

Folk in der ursprünglichen Bedeutung, nämlich Volksmusik
Wertung: 4/10
Genre: Acoustic Folk Pop
Spielzeit: 62:59
Release: 25.06.2008
Label: Westpark Music

„Diese CD spiegelt die Freude, die wir in unseren musikalischen Begegnungen jedes Mal auf’s Neue empfinden.“ So steht es auf der Papphülle, in der „Wach auf mein’s Herzens Schöne“ ausgeliefert wird. Eine „musikalische Begegnung“ ist es auf jeden Fall, so ein Album bei unserem Magazin – man beachte die Definition – zu haben.

Schon beim Betrachten der Verpackung an sich dachte ich mir: Irgendwas ist hier anders. So fallen die Gestaltung von selbiger sowie die Promofotos der Band, oder vielleicht besser gesagt, der Musikgruppe im Vergleich zu meinen anderen CDs im Regal extrem aus dem Rahmen.

Kein Wunder, ZebraSommerwind schlagen eine musikalische Richtung ein, die man durchaus als „Acoustic Folk Pop“ bezeichnen könnte. Man selbst spricht davon, dass die Formation „erlesenen Folk“ spiele, „dicht und intensiv, mit herrlichem dreistimmigem Gesang“.

Soweit so gut, an dieser Stelle ist eine Unterbrechung angebracht, um etwas klarzustellen, damit Missverständnisse ausgeschlossen werden: „Wach auf mein’s Herzens Schöne“ von ZebraSommerwind besteht aus musikalisch sehr gut konzipierten und mit den Mitteln, die von der Band gewählt wurden, ebenso gut instrumentierten Folksongs. An der Umsetzung fällt es schwer, Kritikpunkte zu finden.

Allerdings: Auch wenn von der technischen Seite quasi alles stimmt – ob es dem Hörer geschmacklich gefällt, ist eine ganz andere Frage – und mit eine der wichtigsten.

So offen für viele Musikarten ich auch sein mag: das vorliegende Album trifft meinen musikalischen Nerv nicht wirklich. Zu ruhig, zu eintönig mögen hier die Einwände gegen die Musik der Band sein. Auch wenn sich das Booklet teilweise wie eins von In Extremo liest, dank der vielen Volkslieder und der literarischen Texte, vergleichbar sind die beiden Bands auf keinen Fall.

Man darf jedoch nicht vergessen: über Geschmack lässt sich streiten. Ob er mit ZebraSommerwind etwas anfangen kann, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Für eine Klärung dieser Frage kann ich folgendes Songs empfehlen: „Die Loreley“, eine Vertonung eines leicht veränderten Textes von Heinrich Heine, ist eine Ballade, bei der die drei Musiker nicht nur auf ihre üblichen drei Akustikgitarren zurückgreifen, sondern auch Streicher mit einfließen lassen. Den dreistimmigen Gesang erlebt man am besten beim Opener und Titeltrack „Wach auf mein’s Herzens Schöne“, bei dem auch die Flöte zum Einsatz kommt.

Abschließend lässt sich noch einmal betonen: Wer sich für Folk in der ursprünglichen Bedeutung, nämlich Volksmusik, erwärmen kann, der sollte sich dieses Album anhören. Die von mir vergebene Wertung gilt insofern nur für mich selbst.

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