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ZAO: The Fear Is What Keeps Us Here

Für Freunde experimenteller Hardcore-Klänge
Wertung: 5.5/10
Genre: Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 37:59
Release: 12.06.2006
Label: Ferret Music

Wenn junge Bands wie As I Lay Dying oder Trivium nach ihren Einflüssen gefragt werden, dann fällt unter anderem auch der Name Zao. Aktiven Szenegängern geht dabei natürlich ein Licht auf, alle anderen zucken nur mit den Schultern.

Obwohl Zao bereits auf, glaube ich, sechs Alben zurückblicken können und sie nicht unbedingt typischen Hardcore spielen, haben sie in der Musiklandschaft doch nicht so viel Publicity bekommen wie Biohazard oder auch Merauder. Der Vergleich mit diesen Bands ist jetzt nur auf den Spirit bezogen, kann man Zao doch auch als Grenzgänger zwischen verschiedenen Musikstilen inkl. Hardcore-Roots bezeichnen.

Was Zao auf „The Fear Is What Keeps Us Here“ bieten, ist ein Mix aus Hardcore der alten Schule, gemischt mit Metal im Stil der 80er/90er Jahre (rifftechnisch gesehen) und einer gehörigen Portion disharmonischer und psychedelischer Klänge, gemischt mit stellenweise vertracktem Drumming. Disharmonische und psychedelische Klänge aber eher in Form der Gitarrenlinien und nicht im eigentlichen Songaufbau.

Auffällig ist definitiv der Gesang, welcher zwischen Grindgekotze, Black Metal und Hardcore hin und her pendelt bzw. alles in sich vereint. Zum einen klingt das vom Wortlaut her interessant, zum anderen finde ich gerade den Gesang recht nervig und monoton.

„It´s Hard Not To Shake A Gun In Your Mouth” ist für mich der einzige herausragende Song der Platte geworden. Thrash-Riffing alter Prägung trifft auf cleanen Gesang und fies schiebende Soundwände. Der coole Refrain und Zwischenteil mit seiner ruhigen Passage runden das positive Gesamtbild mehr als nur ab. Hier habe ich auch das erste Mal einen Verdacht von geilem Songwriting bekommen, was die Band fast auf dem ganzen Rest der Scheibe vermissen lässt.

Tracks wie „Everything You Love Will Soon Fly Away” (mörderlicher Groove), “Kingdom Of Thieves“ (fetter Rock ´N Roll) oder “American Sheets On The Deathbed” (Gitarrenlick erinnert an System Of A Down) sind zwar im Ansatz recht gut gelungen, nerven aber irgendwann durch die oben bereits angesprochene Monotonie oder dem fehlenden Aha-Effekt im entscheidenden Moment.

Trotz aller negativen Punkte glänzen Zao immer dann, wenn sie Genregrenzen einreißen und mit Zitaten aus dem Stoner Rock oder Rock ´N Roll aufwarten. Das macht die Mucke doch wieder einen Tick interessanter.

Gar nicht so leicht, jetzt hier noch ein abschließendes Fazit zu formulieren, da ja doch schon alles niedergeschrieben ist. Aber ich komm nicht drum herum. Also…

Für Freunde experimenteller Hardcore-Klänge sollte das Album als Anspieltipp herhalten können. Beinharte Metalfreaks oder auch der in unseren Breitengraden oft auftauchende Metalcore-Jünger wird mit dem Album seine Probleme haben, will er nicht seinen musikalischen Horizont erweitern. Für mich ein Album mit Schwächen und dennoch keine Nullnummer.

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