Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Your Dying Truth: Access

Viel Eier, wenig Biss?
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Hardcore
Spielzeit: 25:36
Release: 31.07.2009
Label: enginEAR

„Gegründet 2004, machten sich Your Dying Truth aus der norddeutschen Idylle auf, um mit ihrem eigenwilligen Sound 'Musik mit Eiern' neu zu definieren.“ So rezitiert die Band selbst auf ihrer MySpace-Seite ihren Beginn. Und sicher: Ihrer Musik die Eier absprechen zu wollen, wäre unfair. Dafür lassen es die vier Kieler die meiste Zeit zu sehr zur Sache gehen. Ihre Musik kann man dabei am ehesten als Progressive Hardcore bezeichnen, wobei manchmal mehr des einen, manchmal aber auch mehr des anderen vorhanden ist. Aber irgendwas fehlt...

Doch wenn es nicht die Eier sind - was dann? Vielleicht ein anhaltender Biss, der den Hörer nicht mehr loslässt. Zu Beginn ihrer aktuellen, sechs Tracks umfassenden EP „Access“ ist dies noch kein Problem. Der Opener „Killing John Doe“ steigt mit einem treibenden Riff und energiegeladenen Shouts ein. Zwischendurch wird derart mit der Rhythmik experimentiert, dass die Aufmerksamkeit des Hörers auf die Musik gezwungen wird, um folgen zu können – bis ein kurzes Slap-Solo vom Bass wieder auf das Riffing überleitet.

Diesem viel versprechenden Beginn wird die übrige Scheibe allerdings nur bedingt gerecht: Beim folgenden Song „Razorblade Sellout“ gibt es zwar auch noch knallendes Riffing, doch wirkt der Song etwas langwierig, da die progressiven Elemente dort etwas überzogen scheinen, vor allem ein sehr ruhiger Zwischenteil im vorderen Drittel des Songs.

Der dritte Track „We Are Venom“ ähnelt dadurch „Killing John Doe“, dass es auch dort ohne viel Umschweife zur Sache geht: Ein lupenreiner, abwechslungsreicher Track, der in punkto Eier keine Wünsche offen lässt.

Nach einem kurzen rein instrumentalem Interludium, das eine Art Verschnaufspause darstellt, rückt „I, Creator“ zwar auch mit starkem Riffing, allerdings mit teilweise merkwürdig anmutenden Vocals an: Einsame, verzweifelte Rufe scheinen sich mit den Shouts zu duellieren. Und auch in diesem Track wartet ein überraschend einsetzender ruhiger Teil, der allerdings durch seine Platzierung und Einarbeitung mehr zur Verwirrung des Hörers beiträgt.

Die EP wird mit dem Song „Broadcasting Callousness“ geschlossen: Hier trifft gerades Riffing auf interessant wirkende Sound- und Rhythmusspielchen. Durch ein leises Intro eingeleitet, ist dies einer der stärkeren Songs von „Access“.

Wie bereits beschrieben: Your Dying Truth fehlen nicht die Eier, sondern der Biss. Sie demonstrieren auf einigen der Songs, dass sie Potential haben – können dies aber nicht auf alle Songs übertragen. Trotzdem alles in allem ein vielversprechender EP-Einstand.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte