Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Young Hollywood: Shotdown

Eine unerträgliche Lärmorgie
Wertung: 1/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 13:19
Release: 01.02.2008
Label: Glasstone Records

Musikalischer Lärm kann ja durchaus interessant und gut sein, aber was uns das englische Hardcore Quartett Young Hollywood auf ihrer EP „Shotdown“ um die Ohren kloppt, ist wirklich nicht das, was man von einer guten Hardcore – Scheibe erwartet. Dieser unstrukturierte Lärm treibt mich nämlich tatsächlich an den Rand von Verzweiflung, Resignation und Wahnsinn. Und dies ist nicht im positiven Sinne gemeint.

Ich habe wirklich redlich versucht, mich dieser EP zu nähern, aber all mein Bestreben blieb letztlich ohne Erfolg. Die vier Songs, die uns auf dieser EP geboten werden, sind absolut ungenießbar und nicht empfehlenswert. Hauptgrund dafür ist, dass Young Hollywood einfach versuchen, so abgefahren, aggressiv und chaotisch zu wirken wie nur irgendwie möglich ist. Gut, so klingt „Shotdown“ schließlich auch, aber dies absolut auf Kosten guter oder zumindest annehmbarer Songs.

Der eröffnende Titelsong bringt so ziemlich all das, was ich eben versuchte, darzustellen, zum Ausdruck und nervt spätestens beim Einsetzen der dünnen und irgendwie penetranten Stimme von Sänger Matt. Die Instrumente prügeln sich auf Teufel komm' raus durch den knapp dreiminütigen Song, sind auch gar nicht so übel gespielt, aber zeigen leider nicht den kleinsten Hauch von Songstruktur. Es wirkt alles einfach nur willkürlich und auch ideenlos aneinandergereiht.

Dass man mit „Plastic“ dann irgendwann schon den zweiten Song auf „Shotdown“ erreicht, bemerkt man erst dann, wenn man auf die Trackanzeige des CD – Players blickt, denn dieser Song unterscheidet sich keinen Meter vom Opener. Und traurig ist, dass eine Besserung nicht im Ansatz erkennbar ist, was dann auch die weiteren Songs „Is A Runway“ und „We Have New Moves“ offenbaren.

Ihr wisst, ich bin ein Fan langer Reviews, aber in diesem Fall bitte ich wirklich die wenigen Zeilen zu entschuldigen, doch ich wüsste wirklich nicht, was man über diese EP noch sagen sollte. Für jeden Rezensenten mit dem Drang zur ausschweifenden Darstellung ist „Shotdown“ im wahrsten Sinne des Wortes leider ein Albtraum.

Fazit: So leid es mir auch tut, aber Young Hollywood präsentieren uns auf ihrer „Shotdown“ - EP eine unerträgliche Lärmorgie, die selbst die härtesten Krachfetischisten abschrecken dürfte. Die Gitarrenriffs sind zwar partiell in Ordnung und bringen der EP wenigsten ein Gnadenpünktchen, aber unterm Strich ist das einfach viel zu wenig, um in der schnelllebigen Musikwelt dauerhaft überleben zu können.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna