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Xanima: Inside Warrior

Elektropoprock mit Potential
Wertung: 6/10
Genre: Elektropoprock
Spielzeit: 53:04
Release: 22.05.2009
Label: Lion Music

Kate Bush, Enigma und Evanescence. Was haben diese drei Künstler gemeinsam? Gar nichts, werden sich jetzt wahrscheinlich die meisten denken. Doch genau diese Künstler sollen angeblich die Inspirationsquellen für die Musik der 2007 gegründeten Band Xanima sein.

Dabei sollte die Band lieber Gwen Stefani als Einfluss angeben, denn deren Sängerin Jade Ell hat sehr viel von ihrer Stimmkraft. Mal leise flüsternd, dann laut und aggressiv bis hin zu einem fast winselnden Gesang erfüllt Ell alles, was eine gute Sängerin ausmacht.

Bleibt noch die Musik zu erwähnen – und damit das erste große Problem. Denn die angepriesene Innovation, die in diesem Album vorkommen soll, fehlt nahezu völlig. Nicht, dass die Band kein Potential zu kreativen Soundstrukturen hätte – nur beschränken sich diese Strukturen bei vielen Liedern meist nur auf gut 30 Sekunden, der Rest ist fast schon standardmäßiger Elektrorock beziehungsweise –pop, der zwar eingängig, nicht jedoch abwechslungsreich ist. Da diese durchaus interessanten Einschübe meist an den Anfang jedes Liedes gestellt werden, heißt das Motto der Band: „Stark anfangen, schwach aufhören“.

Doch es gibt auch Ausnahmen. Und genau diese machen das Album lebendig und zeigen doch noch, dass Xanima durchaus das Potential haben, gute, ungewöhnliche Lieder zu schreiben. Bereits mit dem zweiten Track „Caged“ zeigt die Band mit dem Intro im Ethnostil und dem konträren rockigen Refrain, dass sie nicht immer auf das erwähnte Standardschema zurückgreift.

Gänzlich aus dem Rahmen fällt „Soaring“, das mit harmonischen Keyboardmelodien und dem ruhigen, leisen Gesang Ells zum Träumen einlädt.

Vergleiche zu Nummern der Marke „Exodus“ und „Short Sighted“ fallen weniger positiv auf. Während Ells beindruckende Stimme in „Exodus“ gegen die kraftvollen Gitarren – und Keyboardwände nicht ankämpfen kann und fast gänzlich untergeht, zeigt „Short Sighted“ das genaue Gegenteil. Fast scheint die Band auf ein und demselben Album zeigen zu wollen, dass es einerseits möglich ist, Stimme und ausdrucksstarke Instrumentierung zu vereinbaren, doch andererseits ebenfalls, an dieser Aufgabe zu scheitern.

So bleibt zusammenfassend zu sagen, dass in Xanima durchaus Potential steckt, dieses aber entweder nur sehr spärlich zum Ausdruck kommt oder völlig verschenkt wird. Wer auf gewöhnlichen Elektropoprock mit Hang zu außergewöhnlichen Klängen steht, sollte sich „Inside Warrior“ zu Gemüte führen, demjenigen, der experimentelle, außergewöhnliche Musik bevorzugt, ist dieses Album nur bedingt zu empfehlen.

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