Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

X-Fusion: Ultima Ratio

Eine auditive Apokalypse
Wertung: 9/10
Genre: EBM, Industrial
Spielzeit: 57:37
Release: 25.09.2009
Label: Scanner

Dass es Jan L., der Mann hinter X-Fusion, noch schafft, selbst am laufenden Band CDs seiner Projekte zu veröffentlichen, grenzt an ein Wunder – immerhin ist er auch ständig damit beschäftigt, unter dem Namen X-Fusion Music Production neue CDs – überwiegend aus dem härteren Electro-Bereich – zu produzieren und ihnen einen satten Sound zu verleihen, so kann man sich beispielsweise auf das neue Album von [:SITD:] namens „Rot“, welches am 23. Oktober erscheint, oder auf das Debüt „The Human Parasite“ von Menschdefekt freuen.

Zunächst steht jedoch am 25. September die Veröffentlichung des neuesten Albums von X-Fusion an, das Hauptprojekt, durch das man sich überhaupt erst einen Namen in der Szene machen konnte. 13 neue Industrial-Knaller erwarten den Hörer und bieten einen verführerischen Mix aus Krach, Groove, Atmosphäre und natürlich auch etwas Melodie. Bei dem Song „Psychopath“ kommen noch einige Gitarren-Riffs dazu, die sich wunderbar mit der aggressiv verzerrten Stimme und den extrem beklemmenden, gruseligen Melodien paaren.

Das ganze Album ist ein Horrortrip für die Ohren, denn es wird immer wieder aufs Neue eine unheimliche, apokalyptische Atmosphäre erzeugt, die sich in den verschiedensten Facetten zeigt – seien es nun psychotisch-drohende Klavier-Resonanzen wie beim Titelstück „Ultima Ratio“, orchestrale oder gar Soundtrack-artige Klänge welche man zum Beispiel bei dem Song „Rise And Fall“ findet oder einfach ein hoffnungsloser Text, wie er bei dem Track „Ex Spes“ geboten wird.

Bewundernswert ist, dass auf diesem Album immer und immer wieder neue Songs zum Einsatz kommen und nicht jeder Song aus ein und denselben Elementen in anderer Mischung beziehungsweise Reihenfolge besteht. Als aufmerksamer Hörer findet man auf dieser CD auch nach dem zehnten Durchgang noch neue, bisher kaum bewusst wahrgenommene Sounds, die man vorher noch kaum bei X-Fusion gehört hat. Dass das Album darüberhinaus einen enormen Wiedererkennungswert hat und eindeutig den Sound von X-Fusion wiederspiegelt, ist ein wahres Meisterwerk.

Fazit: X-Fusion-Fans werden dieses Album sowieso lieben und mit Sicherheit wird es auch wieder gelingen beispielsweise durch Club-Promotion neue Fans hinzuzugewinnen. Wer dieses Projekt noch nicht kennen sollte, aber bereits Namen wie Wumpscut in seiner Musik-Sammlung wiederfindet, der kann sich diese Scheibe ohne Probleme zulegen.

Wer übrigens auf neues Material von Noisuf-X (was X-Fusion rückwärts geschrieben darstellt), dem Nebenprojekt von Mastermind Jan, wartet, der kann sich die ebenfalls am kommenden Freitag erscheinende Maxi-CD „Die Motherfucker Die“ von Suicide Commando zulegen – denn auf dieser findet sich der „Die-Twice-Remix“ des Titelstückes, welcher Noisuf-X zugeordnet werden kann.

comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands