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:Wumpscut:: Schrekk & Graus

Sie sind wieder da
Wertung: 8.5/10
Genre: Industrial
Spielzeit: 48:58
Release: 22.04.2011
Label: Beton Kopf Media (Soulfood)

Der neue Schlag von :Wumpscut: kommt mit einem Booklet, welches Erwähnung finden muss. Schon das Cover zieht neugierige Blicke auf sich. Es ist der Beginn einiger Comic-Portraits und wird vom :Wumpscut:-Logo geziert, sowie zwei Gestalten, von denen eine ein Skelett in blauem Mantel ist und die andere ein kleinerer Geselle, der mit Gasmaske, langem Trenchcoat und Stehhaaren in die rechte Richtung zeigt. Das sabbernde Skelett harrt wartend aus; hier sieht der Hörer Schrekk und Graus. Im Booklet selbst sind verschiedenste schaurige Gesellen und Gesellinnen portraitiert.

Der Titelsong der beiden Gestalten des Covers „Schrekk & Graus“ ist ein EBM-Song deluxe. Die Vocals bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, so dass mit dem ersten Hören nicht vernommen wird, dass hier die Warnung gegeben wird, dass Schrekk und Graus auf dem Weg sind und alles mit Haut und Haar verschlingen, was sich nicht vorzeitig in Sicherheit bringen kann. Der Song ist mit einem monotonen, immer wiederkehrenden Schreien unterlegt, so dass deutlich wird, dass die beiden Herren schon längst da sind und ihrer Arbeit frönen.

Ist „Schrekk & Graus“ ein harter Vertreter seines Genres, kommen mit „Muselmann“ seichtere Klänge zum Vorschein. Die leisen Töne werden ab der ersten Minute von einer flüsternden Stimme unterlegt, die dem Muselmann gehört. Ein Song zum Chillen und Atemholen, obwohl der Text eher dazu einlädt, eben diesen anzuhalten.

Alle Songs haben eine eingängige Soundstruktur, einige wie „Elende Buben“, „Patient A“, oder „Wumpelstilz“ verlieren sich allerdings in der Masse der vorhandenen elektronischen Songs, die es auch von :Wumpscut: schon ausreichend gibt. Allerdings sind der eben genannte Track „Schrekk & Graus“ und auch „Jiddish Is A Zwillink“ als Ausreißer nach oben zu bewerten. Letzterer ist eine Zusammenarbeit von Gae Bolg, welche vorrangig im Refrain zu hören ist. Inhaltlich lässt der Song viele Interpretationen offen, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll. Die Melodie bleibt - wie auch der Refrain - aber hängen, und tanzbar ist der Song allemal.

Interessant gestaltet sich auch „Kikeriki“, der ähnlich wie alle übrigen Songs schon einen interessanten Titel vorweist. Die stampfenden Beats werden immer wieder durch ein menschliches „Kikeriki“ unterbrochen und bis auf ein kurzes gesprochenes Intermezzo konzentriert sich der Song auf die Instrumente. Hier erkennt der Hörer auch die Schreie aus „Schrekk & Graus“ wieder. Scheinbar sind die beiden Herren nun in den Hühnerstall eingekehrt, und zum Abendessen gibt es Chicken Mc Nuggets. So endet der Song auch in eisigem Schweigen.

„Zombibikini“ ist ein Song, der das Kichern schon heraufbeschwört, wenn die Augen die Buchstaben erkennen und die Synapsen ein Bild im Kopf erzeugen. Ein Zombi im Bikini - eine schöne Aussicht, jetzt, wo die Freibäder wieder öffnen. Die Struktur ist einfach, die verzerrten Vocals machen den Track weitaus düsterer als die vorangegangenen Songs. Durch den Titel ist aber auch hier die Ironie ganz weit vorne.

Fazit: Hier ist ein :Wumpscut:-Album entstanden, wie man :Wumpscut: kennt. Ironische Texte, die zum Nachdenken anregen und die jenseits der leichten Kost sind. Auch wenn einige Tracks eher untergehen, brillieren andere wieder und machen es wieder wett. Die Clubs werden sich freuen, diesen Longplayer in die Hände zu bekommen, und die Fans kriegen, was sie kennen.

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