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:Wumpscut:: Preferential Tribe

Vor allem Neueinsteigern zu empfehlen
Wertung: 7/10
Genre: EBM, Industrial
Spielzeit: 140:42
Release: 05.05.2003
Label: Beton Kopf Media

Nun, diese vorliegende :Wumpscut: Compilation hat sicherlich bei einigen Fans und Sammlern anfangs für leichtes und berechtigtes Entsetzen gesorgt. Wurde doch hier auf dieser Doppel-CD im Digipack die bereits schon längst vergriffene Bonus-CD “Music for u geman tribe“ der damaligen "Embryodead" Box (1997) komplett wiederveröffentlicht. Ebenso aber auch die viel gesuchte Bonus-LP “Preferential Legacy“ der damaligen "Bunkertor 7" Box aus dem Jahre 1995, die sich nunmehr auch hier (auf CD Nummer 2) befindet.

Sicherlich ist dieser bei langjährigen Fans und Anhängern entstandene Kommerz-Schock irgendwo verständlich und nachvollziehbar, da Rudy Ratzinger bis dahin immer wieder beteuerte, diese stark gesuchten Sammlerstücke nie wieder offiziell zu veröffentlichen. Vor allem, wenn man mal in Betracht zieht, dass es zuvor ja auch schon die eine oder andere „Remix-CD inkl. rarem Material“ aus dem Hause :Wumpscut: gab.

Aber auf der anderen Seite ist nun gerade diese hier vorliegende Veröffentlichung wirklich mal etwas Besonderes, da eben vor allem auch die erstmals in deutsch gesungenen :Wumpscut: Klassiker der "Music for u german tribe" CD (u.a. "Soylent Grün", "Stirb im Winter") sehr, sehr gesucht waren und lediglich in diversen Internet-Auktionhäusern nur gegen sehr teueres Geld zu erstehen war. Somit muss man also auch abwägen, ob diese Wiederveröffentlichung wirklich so negativ und raffgierig anzusehen ist oder ob man damit nicht gerade auch den jüngeren Fans einen großen Gefallen getan hat, diese Doppel-CD zum Preis einer regulären CD auf den Markt zu bringen. Unterteilt ist diese Doppel-CD in insgesamt vier Unterrubriken, die da lauten: “New Tracks and Remixes“, “Music for a german tribe“, “Prefential Legacy“ und “Artefact Pearls“.

“New Tracks and Remixes“ bieten neben offiziellen :Wumpscut: Remixen zu Bands wie u.a. Das Ich und Slaughter auch zwei ganz neue Stücke aus dem Hause Rudy Ratzinger, die aber im allgemeinen auf wenig Gegenliebe gestoßen sind: So wird uns mit “All cried out“ eine Coverversion auf unterstem Niveau geboten, der lediglich von seiner süßlichen Elektromelodie lebt und im Grund nur als Gag verstanden werden kann. Der zweite neue Titel heißt “Overkill (death for the masses)“ und scheint augenscheinlich an alte Klassiker wie “Black death“ oder “War“ anknüpfen zu wollen. Dies gelingt aber wahrlich nur bedingt, da einfach der letzte Biss bei diesem Stück fehlt und leider gerade zum Ende hin der (recht belanglose) Refrain totgespielt wird. “Music for u german tribe“ ist aber nun anschließend wahrlich ein kleines Meisterwerk geworden, das uns erstmalig die komplett in deutsch gesungenen Klassiker der frühen :Wumpscut: - Ära präsentiert. Hier wird man u.a. solche Perlen wie “Soylent Grün“, “Sag warum“, “Verflucht bis ihr verhungert“ und “Stirb im Winter“ finden.

“Preferential Legacy“ war ja seinerzeit im LP Format Bestandteil der limitierten “Bunkertor 7“ Box gewesen und birgt letztendlich die ganz frühen (bisher zum größten Teil unveröffentlichten) Gehversuche des Rudy Ratzingers in sich: Netter, experimentierfreudiger und abwechslungsreicher EBM und Industrial Sound, der aber im Grunde noch ein gutes Stück davon entfernt war, zu dieser Zeit eine Art Kultstatus zu erlangen, wie es bei den späteren Alben aber dann der Fall sein sollte.

Letztendlich stellen die “Artefact Pearls“ eine Mischung aus bisher aktuellen (und ebenso unveröffentlichten) Tracks und bisher nicht verwendeter Remixe älterer Klassiker dar (wie z.B. der Extended Mix von “Dried blood of Gomorrha“), von denen insbesondere der instrumentale und leicht stampfende “Crang march“ hervorzuheben ist.

Fazit: Letztendlich ist diese Compilation vor allem Neueinsteigern, die sich mal einen Gesamtüberblick über die frühen Entstehungstage Tage :Wumpscut´s: machen möchten, zu empfehlen. Aber dennoch sind auch gerade die in deutscher Sprache interpretierten Tracks bei “Music for u german tribe“ nicht zu verachten.

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