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World Come Down: Skullflower

Gelungenes Debütalbum, welches von den verschiedenen Musikrichtung lebt.
Wertung: 7/10
Genre: Metal, Hardcore
Spielzeit: 59:48
Release: 28.03.2008
Label: Ark Noir Records

Die internationale Metal-Band World Come Down wurde 2007 aus deutschen, amerikanischen und österreichischen Musikern gegründet. Mit „Skullflower“ steht nun ihr Debütalbum in den Regalen.

Die Band vereinigt in ihrem Longplayer die unterschiedlichsten Musikrichtungen zu einem wohlgeformten Mix. Dabei trifft Heavy Metal auf Elmente des Hardcore, Progressive Rock und Grunge. Diesen Abwechslungsreichtum erkennt man auch in den Tracks, die von sehr harten, treibenden zu fast epischen Stücken reichen.

Ihre härtere Seite zeigt die Formation bei den ersten beiden Songs „The Golem And The Copy Cat“, sowie „Haunted“. Die Drums treiben das Tempo immer weiter voran, während die Gitarre den Höreindruck durch ihre Riffs noch härter gestaltet. Die Vocals werden nur geshoutet. Bei Titeln wie „Hang“, „Abyss“ oder „Bourne“ erfährt man als Hörer nun die Kreativität der Formation. Man kann nicht nur fast ungezügelt nach vorne stürmen, sondern sich auch mal besinnen und eine sehr melancholische, melodische, teils depressive Atmosphäre errichten. Vor allem bei „Abyss“ findet man deutliche Einflüsse des Grunge vor.

Neben diesen beiden Extremen gibt es aber auch einen Mittelweg. „Shadowman“ oder „Radiate“ fahren klanglich eher wieder in Richtung Metal, nehmen aber aus den vorangegangenen Songs viel der Stimmung und Melodie mit, sodass sie auch vom Tempo eher im mittleren Bereich anzusiedeln sind.

World Come Down beherrscht die gesamte Bandbreite, ohne dabei an einer Stelle nachzulassen. Dieser Abwechslungsreichtum, welchen sie zwischen harten und balladesken Songs bieten, findet man aber auch innerhalb der Tracks wieder. So wird selbst dem sehr treibenden „The Golem And The Copy Cat“ ruhige Passagen eingebaut, in denen der Hörer durchschnaufen und sich ganz dem Klang der melodischen Gitarre und dem rauen Gesang widmen kann.

Bei „Hang" arbeitet man ebenfalls mit musikalischen Effekten. Während des Instrumentalteils, bei dem jedes Mitglied mal in den Vordergrund rückt, erscheinen die eingestreuten Gesangsparts sehr gedämpft und weit weg.

Vom Sound her ist das Album gut abgemischt, auch wenn zu Anfang der Spielzeit, das Schlagzeug etwas ungewohnt aus den Boxen schallt.

Fazit: Ein gelungenes Debütalbum, welches vor allem von den verschiedenen Musikrichtungen lebt. Die Songs sind nicht einfach gestrickt, sondern fordern einen schon mal auf, sich den einen oder anderen Song etwas genauer zu Gemüte zu führen. Jedoch scheint sich die Band dabei teilweise etwas zu verlieren. So plätschern viele Songs häufig einfach nur dahin, ab und zu durch härtere Gitarrenriffs unterbrochen. Das ist schade, da bestimmt das Potential vorhanden wäre, die Tracks noch interessanter und mit mehr Identität zu gestalten. Aber diese Mischung gut hinzubekommen, ist auf jeden Fall eine enorme Leistung.

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