Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Words Of Farewell: Immersion

Daumen doch für ein erfrischendes Debüt
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 48:15
Release: 30.03.2012
Label: AFM Records

Manchmal muss man erst drauf gestoßen werden, um endlich etwas von einer Band mitzubekommen, die live Eindruck hinterlassen hat. Hier im Speziellen geht ein Dankeschön an die Jungs von HateDotCom heraus, die in Ahaus ein Konzert organisierten und sich die Jungs von Words Of Farewell als Support ins Boot holten. Mit mächtigem, experimentellen Melodic Death heizten sie gleich ein – schnell also „Immersion“ sichern.

Zuerst gibt es noch ein paar Randnotizen: Irgendwann Anfang 2007 gründeten sich damals Words Of Farewell, um dann 2007 vier Monate nach dem Start schon mit einer ersten Demo namens „Ashes Of The Coming Dawn“ ein Lebenszeichen zu setzen. Ein Jahr später tauchten sie dann wieder mit der „From Now On…“-EP auf. Das Debüt „Immersion“ nahmen sie erst einmal in eigene Hand, bevor sie sich ein wenig überraschend mit AFM Records einig wurden.

Jetzt erheben die Jungspunde ganz sicher nicht den Anspruch, mit ihrem Debüt gleich das ganze Melodic-Death-Gefüge revolutionär aufzumischen, doch immerhin schaffen sie es, ein paar schön frische Melodien und Ideen einzubauen. Dabei muss man natürlich auch hier darauf gefasst sein, dass nicht permanent die Gitarren braten wie bescheuert, sondern dass sie ihren Sound gerne mit einigen Trance-ähnlichen Soundfragmenten eine überraschende Wendung geben. Da fällt zum Beispiel gleich „The Great Escape“ positiv aus dem Rahmen, sticht doch die mit einer positiv anmutenden Melodie dominierende Leadgitarre hervor, doch die richtige Würze bekommt dieser Song halt durch die eben schon erwähnten Trance-Elemente. Und, oh Wunder, fabrizieren viele Bands mit solchen „Unterbrechungen“ eher Ausschuss, so haben es Words Of Farewell geschafft, einen schlüssigen Übergang zu finden.

Auch „Sundown Serenade“ zeigt eine gewisse Songwriting-Reife auf, wobei man natürlich immer wieder schwedische Vorbilder in den Bildungstopf werfen kann, aber wie war das nochmal mit dem Schuster und seinen Leisten? Welche Band kann schon auf dem (selbst produzierten) Debüt mit solch abwechslungsreichen, immer wieder mit elektronischen Sequenzen selbstbewusst an der Melodic-Death-Tür der Großen kratzen? Hilfreich hierbei sind dann sicherlich die wieder mit schön melodischer Leadgitarre angeführten „Ever After“ oder auch „End Of Transmission“ – letzter auch mal kurz mit leicht verfremdetet gesprochenen Worte aufgelockert.

Words Of Farewell aus Marl schaffen zwar nicht den ganz großen Wurf, um sich freizuschwimmen, doch irgendwo zwischen Bands wie In Flames, Insomnium bis hin zu Dark Tranquillity fühlen sie sich pudelwohl und werden sicherlich beim nächsten Rundling die Gelegenheit nutzen, am eigenen Profil zu feilen, welches ruhig ein paar mehr Kerben und Narben im Melodic Death hinterlassen darf. Das Debüt „Immersion“ lässt zumindest schon aufhorchen und macht Laune auf mehr – live sollte man die Jungs eh unbedingt antesten, schaffen sie es doch locker, die Dynamik des Silberlings zu überbieten - Daumen hoch für ein erfrischendes Debüt.

comments powered by Disqus