Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Woe: Quietly Undramatically

Liegt Norwegen neuerdings in den USA?
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 43:06
Release: 02.11.2010
Label: Candlelight Records

Woe aus Philadelphia bringen mit „Quietly Undramatically“ ihr zweites Studioalbum auf den Markt. Die erste Veröffentlichung, das Demo „Absinthe Invocation: Five Spells Against God“, wurde im rohen Underground-Gewand aufgenommen. Trotz durchaus positiver Reaktionen war Mastermind Grigg nach kurzer Zeit mit dem Ergebnis nicht mehr zufrieden, weil sich seine Kompositionen so nicht von denen anderer Bands abhoben. Er leitete einen Umbruch in Richtung Progressive Black Metal ein. Mit neuem Sound und neuen Songstrukturen wurde dann das zweite Album eingezimmert. „A Spell For The Death Of Man“ schlug in der amerikanischen Black-Metal-Szene hohe Wellen. Mit der nun gefundenen Richtung arbeitete der alleinige Kopf des Projekts daran, eine Band zusammenzustellen. Im Jahre 2008 hat sich aus dem vormaligen Ein-Mann-Projekt eine richtige Band entwickelt. Neben Gründer und Multi-Instrumentalist Chris Grigg haben sich jetzt noch vier weitere Musiker eingefunden, um aus dem Projekt eine Band zu formen. Herausgekommen ist ein düsterer und aggressiver Sound, den man eigentlich eher mit Skandinavien in Verbindung bringt als mit den USA.

Der Sound des Albums erinnert an eine Mischung aus alten Emperor und Satyricon. Stellenweise, vor allem in den ruhigeren Parts, fühlt man sich auch stark an Suidakra erinnert. Mit den sieben Liedern, davon das kürzeste mit zweieinhalb und das längste mit dreizehn Minuten, auf der Scheibe wird die CD zwar nur gut zur Hälfte gefüllt, jedoch verzichten Woe auf jeglichen unnötigen Schnickschnack. „Quietly Undramatically“ bietet puren Black Metal und sonst nichts.

Mit einer einzelnen Gitarre, die einem schweren pitch bending unterzogen wird, beginnt „No Solitude“. Das im Midtempo gehaltene Intro zeichnet düstere Konturen und leitet somit das Album ein.

„The Road From Recovery“ beschleunigt dann fast bis in den High-Speed-Bereich. Irrwitziges Gekreische geht einher mit brachialen Schlagzeugfills und infernalischen Gitarrenriffs.

Der Titeltrack der CD zeichnet sich durch ein sehr breites Spektrum an verschiedenen Tempi aus. Durch die immer wieder wechselnde Geschwindigkeit bleibt „Quietly, Undramatically“ abwechslungsreich und interessant. Sehr positiv fallen auch die cleanen Vocalparts auf, die dem Lied viel zusätzlichen Charakter verleihen.

Ausdrücke wie „von unmenschlichem Leid erfüllt“ oder „vom Hass zerrissen“ beschreiben wohl am ehesten die Stimmung von „A Treatise On Control“. Hier erschaffen Woe eine extrem intensive Mischung aus dramatischer Musik und expressionistischem Gesang.

2:30 Minuten volles Geholze. Das dürfte die Aufgabenbeschreibung für „Without Logic“ gewesen sein. Diese wurde vollends erfüllt.

„Full Circle“ ist mit 12:59 Minuten die längste Komposition auf dieser Langrille. Für Black Metal sind diese Spielzeiten nicht ungewöhnlich und durch die aufwendige und abwechslungsreiche Gestaltung wird hier auch niemandem langweilig.

Das letzte Stück, „Hatred Is Our Heart“, hält was der Titel verspricht. Hier kann man den puren Hass förmlich in Form einer schleimigen gelblich-grünen Masse von den Wänden triefen sehen. Der geneigte Hörer projiziert sich auch in eine schneeverwehte Nacht in einem skandinavischen Wald mit wild flackernder Aurora Borealis. Bei diesem letzten Titel ist der Bezug zu Emperor am naheliegendsten.

Woe haben 45 Minuten mitreißende, dunkle Atmosphäre erschaffen. Es gibt wenige amerikanische Black-Metal-Bands, die sich mit diesem Output messen können. Auch in Europa und sogar Skandinavien brauchen sich die Amis mit dieser Scheibe vor niemandem zu verstecken. Interessant ist der Silberling für alle Fans des nordischen Schwarzmetalls und ganz besonders für diejenigen, die immer nach guten Undergroundbands suchen. Hier ist eine solche.

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann