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Within The Ruins: Phenomena

Ein paar knackige Momente, insgesamt aber zu weitschweifig
Wertung: 6,5/10
Genre: Metalcore, Deathcore
Spielzeit: 47:43
Release: 22.07.2014
Label: eOne/Good Fight

Within The Ruins aus Massachusetts sind eine fleißige Truppe. Seit 2003 als Band unterwegs, haben die US-Amerikaner mittlerweile bereits drei EPs und mit dem kürzlich erschienenen „Phenomena“ dann auch das vierte Full-Length-Album veröffentlicht. Faulheit kann man dem Vierer also wirklich nicht vorwerfen, Unbeständigkeit hingegen schon: Seit der Gründung wurde immerhin dreimal der Sänger gewechselt, wobei der aktuelle Tim Goergen bereits seit 2009 seinen festen Platz am Mikro hält und seinen Job auch ausnehmend gut macht. Auch mit Gitarristen und Bassisten hatte die Combo nicht so rechtes Glück, weshalb anno 2014 nur noch Drummer Kevin McGuill und Gitarrero Joe Cocchi als Gründungsmitglieder aufzuführen sind.

Zumindest hat sich jetzt ein Quartett zusammengerauft, das auf „Phenomena“ mit etwas über einer Dreiviertelstunde Spielzeit und elf Songs quantitativ solide daherkommt. Hört man sich mal im Vergleich das Erstlingswerk „Creature“ aus dem Jahre 2009 an (damals noch bei den mighty mighty Victory Records), lässt sich anstandslos eine Riesenentwicklung konstatieren. Der Sound ist besser, die Arrangements klingen nicht mehr so zusammengestückelt und vor allem haben die Amis mittlerweile zumindest einen moderaten Wiedererkennungswert, was im Core-Bereich schon schwer genug ist.

Bereits der Opener „Gods Amongst Men“ knallt ordentlich durch die Boxen, da wird sich nicht mit überlangen Intros aufgehalten, auch wenn die Electro-Unterstützung am Anfang (und Ende) einen schon Böses ahnen lässt. Sänger Tim Goergen rettet aber das Spektakel noch mit seinem mächtigen Organ und auch die Instrumentalfraktion gibt sich dem metallisch-rasanten Spiel hin, nachdem der leicht verzerrte Anfangspart abgehandelt ist.

Allerdings, und das ist genau das entscheidende Problemchen: Es wird doch im Verlauf der Platte recht gleichförmig. Zwar knallen die Songs gut und wie gesagt erkennt man auch stets Within The Ruins (meist übrigens an den tiefgetönten Gitarreneinsprengseln), aber die Songs ähneln sich doch recht frappierend.

Ein gutes Beispiel ist „Hegira“, das für sich genommen eigentlich ein starker Song ist, es in der Gesamtheit des Albums aber irgendwie schafft, unterzugehen. Erst „Clockwork“ sammelt dann wieder ordentlich Pluspunkte (trotz E-Geflirre), knallt der Track doch an allen Ecken und Enden und beinhaltet mit ordentlichen Breakdowns und Gitarrenparts doch sowohl für die Headbanger als auch die Mosher schöne Momente, um sich auszupowern.

Fazit: „Phenomena“ ist zwar ein recht knackiges und kompaktes Album geworden, wirkliche Aufmerksamkeit erregen auf lange Strecken aber nur einige wenige Songs, die dann letztlich auch im Gedächtnis bleiben. Ansonsten kann man den Musikern ihr Können zwar nicht absprechen, dennoch herrscht hier schon bald eine gewisse Monotonie vor.

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