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Within Temptation: Resist

Kommt über ein „nett anzuhören“ nicht hinaus
Wertung: 6,5/10
Genre: Symphonic Rock
Spielzeit: 45:42
Release: 01.02.2019
Label: Universal Music

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die Niederländer Within Temptation ihr letztes Album herausbrachten. Mit „Hydra“ markierten sie seinerzeit schon eine leichte Kurskorrektur ihrer musikalischen Ausrichtung und auch im Vorfeld der neuen Scheibe hört man aus dem Hause der Symphonic-Rocker, dass es nun an der Zeit sei, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Frontfrau Sharon den Adel geht gar so weit, dass ohne diese Neuausrichtung die Band wohl nicht mehr bestehen würde und man mit Orchester und klassischen Metal-Riffs durch sei. Stattdessen versprechen Within Temptation auf „Resist“ einen neuen, modernen Sound und einen futuristischen Metal.

Nach so viel Offenbarungen und Versprechungen darf man nun umso mehr auf die zehn Tracks, die sich thematisch mit dem Thema Widerstand und Verteidigung der Freiheit auseinandersetzen, gespannt sein. Einmal mehr werden die Titel von der markant hohen Stimme der Frontfrau beherrscht, die einen nicht zu verachtenden Wiedererkennungswert mit sich bringt und in Zeiten, in denen man sich von der musikalischen Linie lösen möchte, zumindest etwas Gewohntes beisteuert. Doch wie schon der Opener „The Reckoning” zeigt, muss man sich gar nicht so stark umgewöhnen; selbst wenn bombastische Orchesterlinien fehlen, bleibt weiterhin ein symphonischer Einfluss in weiten Zügen erhalten. Zum anderen wartet man hier mit einem brachialen Einstieg auf, der ein Gemisch aus kraftvollen, stapfenden und kurzen zarten Sequenzen bildet, welche das Duett von Sharon und Papa Roach-Fronter Jacoby Shaddix gut unterstützen können.

Ebenso gut funktioniert „Raise Your Banner“, welches schon im Vorfeld als Appetithäppchen ins Netz gestellt wurde und mit Anders Fridén einen weiteren Gastsänger bereithält. Wobei man sich fast etwas überrascht zeigt, wie gut die beiden Stimmen miteinander harmonieren und man muss dem In Flames-Frontmann definitiv zugestehen, dass er sich komplett auf die kraftvolle Ballade einlässt und dem Song eine ganz neue Dimension eröffnet. Wird bei „Raise Your Banner“ noch ein längerer Instrumentalteil eingeflochten, lebt „Firelight“ hingegen eher von seinem minimalistischen Aufbau und dem schleppenden Tempo, welches sich nur kurz im Refrain verschärft.

Als wohl stärksten Titel möchte man das abschließende „Trophy Hunter“ benennen; selbst wenn sich der marschierende Auftakt im Song selber leider zu oft wieder verliert, überzeugt das letzte Stück mit seiner positiven Aura und wird durch seinen choralen Touch noch etwas aufgepeppt. Trotzdem wirkt auch dieser Track unterm Strich etwas zu glatt geschliffen und kann wenig von der angekündigten Rauigkeit des Albums zeigen. Noch stärker tritt dies bei Titeln wie „Supernova“ oder „Mad World“ hervor, die einfach mal relativ flach wirken. Dabei kann Ersteres noch durch sein flottes Tempo punkten, aber auf die niedliche Pop-Nummer „Mad World“ kann man durchaus verzichten.

Unterm Strich hört sich „Resist“ zwar irgendwie nett an und ist auch recht eingängig, trotzdem fehlt es dem Album an der nötigen Intensität. Vieles wirkt zu poliert, zu gleichförmig und etwas kraftlos, so bleibt eigentlich kein Song wirklich auf Anhieb hängen. Neuorientierung hin oder her, irgendwie hat man sich von dem Album mehr erhofft.

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