Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Within Temptation: Black Symphony

Nicht nur für Fans
Wertung: 99/10
Genre: Symphonic Gothic Metal
Spielzeit: 300:0
Release: 19.09.2008
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Ein richtig fettes Package haben Within Temptation mit dieser DVD geschnürt. Uns liegt hier zwar leider nicht die Blu-Ray Version vor oder die Doppel DVD + Doppel CD Version, sondern „nur“ die einfache Doppel-DVD Version, aber auch die ist derart voll gepackt, dass man sicher nicht über zu wenig Material motzen kann.

Das Hauptkonzert besteht aus der Rotterdammer Ahoy Arena vom 07.02.2008. Und wie schon in unserem Preview Special angedeutet, ist allein schon der Einstieg auch im heimischen Wohnzimmer einfach nur grandios. Die Ouvertüre in schwarz/weiß zu Beginn sorgt für erste Gänsehaut, bevor sich die Band dann zum Orchester gesellt und „Jillian (I'd Give My Heart)“ zockt. Sharon erscheint in einem eher von Cher bekannten Outfit, welches sie dann aber auch noch mehrfach wechselt. Der Sound in 5.1 dts und normalen 5.1 ist einfach umwerfend. Hier wurde mit unheimlich viel Liebe gewerkelt.

Das Videomaterial ist da leider nicht ganz so gelungen anzusehen. Es ist ohne Frage überdurchschnittlich, aber ich verstehe nicht, warum relativ häufig erst die neue Einstellung da ist und dann richtig fokussiert wird. Ein paar Kamerawackler, die nun auch nicht wirklich zu diesem grandiosen Meisterwerk passen, sind auch drinnen und ein paar Bildeffekte, die für Sekundenbruchteile das Bild zerstören. Ehrlich gesagt, dachte ich beim Preview in Bochum noch an Hardwareschwäche, die die Datenmengen nicht schnell genug verarbeiten konnte. Da dies aber auch auf DVD Playern von der Einstiegsklasse über die Oberklasse bis hin zu Blu-Ray-Playern auftritt, scheint dies wohl irgendwie gewollt zu sein.

Das digitale „Krisseln“ im Bild hält sich auch einiger maßen zurück. Bei großen Fernsehern bleibt allerdings ein etwas fader Beigeschmack, zumal die DVD, was die Bildqualität angeht, ja extrem hoch gelobt wurde. Aber kommen wir wieder weg von der technischen Seite. Über die einzelnen Songs noch Worte zu verlieren, erspare ich mir. Die Band ist in Bestform und die Qualität der Songs über jeden Zweifel erhaben. Da es sich um ein Heimspiel handelt, sind die Ansagen in Holländisch gehalten.

Kommen wir zum Bonusmaterial. Es gibt einen coolen Backstagereport, bei dem ein „rasender Reporter“ jeden interviewt, den er vor`s Mikro bekommt. Da greift dann auch schon mal Sharon zu. Lustig, interessant und so gut, dass man sich das sogar mehrmals anschaut. Die Documentary darf natürlich auch nicht fehlen. Der Zehn-Stunden-Countdown ist auch nicht schlecht. Aber erst hier ist die erste DVD am Ende. Es gibt aber noch eine zweite, die ebenso randvoll ist.

Dort gibt es ein Bonuskonzert, welches mir irgendwie komisch vorkommt. Es gibt einige Bildprobleme, sei es von der Helligkeit oder den Farben, oder auch der Kamera, die das Schlagzeug filmt, aber nur auf die Bassdrum gerichtet ist. Irgendwie wirkt das Bildmaterial eher wie bei einer Live TV-Show. Aber insgesamt scheint die Band ein wenig lockerer aufzuspielen als beim Hauptkonzert, bei dem natürlich ein ungeheurer Druck auf den Musikern lastete.

Dann gibt es noch die obligatorischen Musikvideos der Band plus die drei dazu passenden „Making Of´s…“. Die World Tour Impressions zeigen, in welch kleinen Clubs die Band in anderen Ländern auftreten muss. Das macht die Holländer aber eigentlich noch sympathischer.

Dann wären da noch die Extras, welche die ohnehin voll bepackte Doppel-DVD abrunden.

Fazit: Die Band hat sich hier ein eigenes Denkmal gesetzt mit der einzigartigen Show und dieser DVD. Zwar gibt es bildtechnisch noch einige kleine Kratzer im Lack, aber der unglaubliche Sound und das ganze Feeling, welches diese DVD ausstrahlt, ist schon etwas Besonderes. Eine DVD nicht nur für Fans, was ja leider bei DVD`s oft der Fall ist. Nein, hier kann auch jeder reinschauen, der die Band bisher noch nicht so gut kannte. Man sollte guten Frauengesang und Symphonic Gothic Metal mögen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ein Pflichtkauf.

comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest