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Within Tempation: Hydra

Überraschender, facettenreicher Female Fronted Metal mit diversen Gaststars
Wertung: 8,5/10
Genre: Symphonic Metal
Spielzeit: 49:37
Release: 31.01.2014
Label: Within Temptation Records/BMG

Hydra ist das mittlerweile sechste Studio-Album von Within Temptation. Es ist ihnen wieder einmal gelungen sich weiterzuentwickeln und die Fans zu überraschen. Die CD bietet zehn abwechslungsreiche Titel, von ruhigen bis zu rockigen, harten Songs. Alles wird, wie in diesem Genre üblich, getragen von Sharons wunderschöner Stimme, in Abwechslung mit diversen Gaststars. Ihre letzte CD „The Unforgiving“ musste viel Kritik einstecken. Within Temptation hätten sich zu sehr auf die Masse ausgerichtet und wären Mainstream geworden. Nun bietet die Neue, in diesem Bereich, vieles wo man diese Kritik wiederholen könnte. Aber sie hat auch vieles, bei dem man auch als langjähriger Fan ganz klar die Band erkennt. Genauso wie die Hydra viele Köpfe hat, genauso hat dieses Album viele Facetten.

Den Anfang, unter den Gastmusikern, macht Ex-Killswitch-Mitglied Howard Jones im zweiten Song „Dangerous“. Dieser zeichnet sich durch starke Riffs, gepaart mit einem schnellen Schlagzeug, aus. Der Titel hat ein hohes Tempo, das ist ein Merkmal des neuen Sounds von Within Temptation. Während in den alten Alben eher komplexe, dunkle Melodien, mit einem mittleren Tempo dominierten, geht es jetzt mehr volle Kraft voraus. Das wird vielleicht nicht jedem gefallen, aber man muss sagen, dass das Ergebnis sich durchaus hören lässt. Howard und Sharon harmonieren sehr gut zusammen und bieten einen passenden Gegenpart zu dem schnellen, harten Sound der Instrumente.

Für das dritte Lied, „And We Run“, hat sich die Truppe auch wieder Verstärkung geholt und zwar von niemand Geringeren als US-Rapper Xzibit. Im ersten Moment könnte so mancher jetzt denken: „Was ist das für ein Schwachsinn, sind die jetzt total verrückt geworden?“. Aber wenn dann Xzibits harten Rap, begleitet von den harten Riffs der E-Gitarre, anstimmt, muss man sagen, dass das eigentlich gut zusammenpasst. Abgerundet wird der Titel von Sharons Gesang, welcher in diesem Titel mal mehr Tiefe zeigt und somit eher an Within Temptation erinnert. Insgesamt ist es ein wirklich gelungener Titel, den man sich unbedingt einmal anhören sollte.

Nun kommt aber ein Stück, auf das viele Fans seit Jahren warten. Zwei der größten Metal-Sängerinnen unserer Zeit tun sich hier zusammen. Es handelt sich hierbei, logischerweise einerseits um Sharon den Adel und andererseits um die Ex-Nightwish Frontfrau Tarja Turunen. Die Erwartungen an ein Duett dieser beiden waren erwartungsgemäß sehr hoch. Wahrscheinlich sogar etwas zu hoch, weshalb es sicher viele gibt, die jetzt enttäuscht sind.

Die beiden hätten natürlich noch mehr rausholen können, aber man muss auch mal ganz klar sagen, dass „Paradise“ ein klasse Lied ist. Es bietet viel Abwechslung, sowohl gesanglich als auch vom Sound her. Die Künstlerinnen zeigen hier, weshalb sie zu den Besten gehören. In diesem Zusammenhang muss man erwähnen, dass sich Sharon etwas zurück hält, um es Tarja zu ermöglichen, ihre gesangliche Stärke und Bandbreite aufzuzeigen. Aber natürlich lebt dieser Titel insgesamt vom Duett der Gesangsikonen. Abschließend kann man klar sagen, dass dieser Track der Höhepunkt des Werks ist und es sich, für Fans dieser beiden alleine schon wegen ihm lohnt, „Hydra“ zu kaufen.

Im nun folgenden „Edge of the World“ zeigt wiederum Sharon, weshalb sie eine der besten Sängerinnen ist. Sie nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise, ganz so wie in den ersten Alben. Der Titel ist insgesamt eher ruhig gehalten, was aber für die mythische Stimmung perfekt ist.

Den letzten Titel muss man hier noch erwähnen. Er hört auf den Namen „Whole World Is Watching“. Dabei handelt es sich um ein Duett mit Soul Asylum-Frontmann Dave Pirner. Der Song hat viele Elemente einer Ballade aufgelockert mit rockigen Parts. Daves Gesang passt sich, im Duett mit Sharon, perfekt dem eher ruhigen Sound an und verstärkt dadurch das Feeling des Songs.

Das Album hat, wie oben schon erwähnt, viele verschiedene Facetten. Die Fans der frühen Alben werden wahrscheinlich etwas enttäuscht sein. Die Band hat sich weiter entwickelt, ohne ihren Ursprung zu vergessen. Der Sound ist sehr ausgeglichen, langsame wechseln sich mit schnellen harten Parts ab. Die Sechs zeigen sich in Hochform und bieten Female Fronted Metal auf sehr hohem Niveau. Das zeigt sich vor allem an den Gesangsparts, der Frontfrau Sharon, sie bietet viele verschiedene Nuancen. Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Kraft in der Stimme dieser zierlichen Frau steckt.

Insgesamt muss man sagen, dass „Hydra“, auch aufgrund der Gaststars, ein durchaus gelungenes Album ist und im Vergleich zu „The Unforgiving“ sich wieder in weiten Teilen mehr nach Within Temptation anhört.

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