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Witchcurse: Heavy Metal Poison

Erst bekam Griechenland unsere Milliarden, nun foltern sie uns mit Witchcurse
Wertung: 2/10
Genre: Metal
Spielzeit: 45:17
Release: 20.09.2010
Label: Infernö Records

Hallelujah, Old School wird derzeit wieder groß geschrieben! Mit den Griechen Witchcurse gibt es für den geneigten Hörer wieder Heavy Metal, der, nennen wir es mal wohlwollend, "traditionellen Art". Dazu passend: die Künstlernamen der Mitglieder (Possessed, Necro, Stinky) und ein Cover, das offenbar die Freundin von Gollum ziert.

Unbarmherzig wildert man in den Wurzeln der New Wave Of Britsh Heavy Metal; Iron Maiden, Cloven Hoof, Twisted Sister, Warlord, Tokyo Blade und Satan werden hier im wahrsten Sinne des Wortes vergewaltigt. Die Stilrichtung ist damit klar, aber denkt nun bitte nicht im Entferntesten an das Können dieser teilweise kultigen Undergroundband. Das hier ist so deutlich schlechter und das nicht nur wegen des Sounds, der so ziemlich jede Demoveröffentlichung in diesem Jahr unterbietet.

Während der Opener „Witchcurse“ noch versucht, ein wenig Manowar-Feeling in den Song zu integrieren, zocken die lustigen Gesellen jedes Tröpfchen Blut aus dem Hirn der Hörer, denn nur so kann man gute Miene zum schlechten Spiel machen. Kann man noch über den unzulänglichen Gesang hinwegsehen, so wird man doch von dem abgrundtiefen Niveau einiger Titel in bedenklich tiefe Abgründe gezogen.

Man höre sich nur mal „I Don`t Want To Grow Up“ an. Da wird so schamlos bei Twisted Sister geklaut, dass einem die Magen-Darm-Grippe wohl deutlich lieber wäre, denn das befindet sich hier auf absolut niedrigstem musikalischem Niveau. Wie kann so eine Band einen Plattenvertrag ergattern? Für einen Song wie „Red Light“ hätte man Bands Mitte der Achtziger von der Bühne gebuht. „Demolition Derby“ klingt gesangstechnisch dermaßen grottig; das würde selbst Paul DiAnno mit vier Promille noch deutlich besser hinbekommen.

Fazit: Das hier gezeigte Material hätte selbst in den Anfangstagen des New Wave Of British Heavy Metal die Fans eher vergrault als beflügelt. Da fragt man sich doch wirklich, ob man sich nicht lieber eine Heino „Best of“-CD zulegen sollte. Wenn ihr irgendwelche Leute hasst, die dennoch Weihnachtsgeschenke bekommen müssen, dann ist das hier wirklich eine Überlegung wert! Ich kann nur hoffen, dass die Band mal Dee Snider (Twisted Sister) begegnet - das wird blutige Rache geben, so wie im Strangeland-Film!

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