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Witch Mountain: Mobile Of Angels

Festgefahren und wenig flexibl
Wertung: 5/10
Genre: Doom
Spielzeit: 38:48
Release: 03.10.2014
Label: Profound Lore Records

Knapp zwei Dekaden sind Witch Mountain bereits ein aktiver Teil der Doom-Szene, ohne dabei jedoch wirklich zählbare, sprich erwähnenswerte Alben, geschaffen zu haben. "Mobile Of Angels" ist nun der nächste Angriff auf die Slow-Motion-Ohren, musikalisch aber genauso unspektakulär wie die Vorgänger-Releases - trotz oder vielleicht auch gerade wegen der relativ kraftlosen Stimme von Frontdame Uta Plotkin.

Die Sängerin ist aber nicht der einzige Makel, mit dem die neue Scheibe belastet ist. Auch in Sachen Gitarrensound müssen Witch Mountain sich dem Gros der skandinavischen Kollegen geschlagen geben. Da fehlt einfach mal ein echtes Riff oder eine überzeugende Idee im Kontext der weitestgehend lahmen Doom-Beschallung. Es macht derweil auch keinen großen Unterschied, ob die Band sich über zehn Minuten in "Your Corrupt Ways (Sour The Hymn)" abquält oder auf der kurzen Distanz im Titelsong von "Mobile Of Angels" etwas schneller auf den Punkt kommt. Das ist alles Standardware ohne grobe Ausreißer oder wirklich bewegende, epische Passagen.

Erst im abschließenden Bonustrack "Don't Look Around" offenbaren sich Qualitäten, die man von der Band gar nicht mehr erwartet hätte. Pikanterweise ist genau diese Nummer etwas genrefremd und setzt auf beschwingten Heavy Rock mit deutlicher Seventies-Attitüde - eine neue Spielwiese, die Witch Mountain künftig vielleicht etwas mehr in Augenschein nehmen sollten? Ja, womöglich wäre ein frischer Ansatz hilfreich, um die angestaubten Mechanismen mal wieder zu lockern. Die festgefahrene, wenig flexible Haltung von "Mobile Of Angels" wird nämlich sicher nicht dazu beitragen, dass die Band sich weiterhin wird etablieren können. Auch wenn weiblicher Gesang im Doom-Segment sicherlich etwas Exotisches ist: Profitieren kann das Quartett hiervon leider nicht - zumindest nicht auf diesem Album!

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