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Winterstorm: Kings Will Fall

Eine volle Ladung Power Metal
Wertung: 9/10
Genre: Power Metal, Folk Metal
Spielzeit: 49:16
Release: 31.08.2012
Label: FinestNoise Releases/Cargo

Nun ist es also da, das zweite Album der Franken Winterstorm. Bis dato legt die Band ja beinahe eine Bilderbuchkarriere hin. Nicht rasant schnell, aber konstant arbeitet sich die Combo nach oben. Spätestens seit dem ersten Album, das auch erst eineinhalb Jahre alt ist, muss man Winterstorm als ernstzunehmende Mitspieler begreifen.

Das zweite Werk, welches auf den Namen „Kings Will Fall“ hört, ist die konsequente Weiterentwicklung des Erstlingswerks. Am geringsten sind die Unterschiede, wenn man sich den Musikstil ansieht. Nach wie vor sieht sich die Band zum Großteil dem Power Metal verpflichtet und zelebriert diesen auch mit großem Elan. Ganz alleine in diese eine Schublade kann man Winterstorm allerdings auch nicht stecken. Neben dem Hauptgenre schwingt noch eine Portion Folk Metal und eine Prise Viking Metal mit.

Das Songwriting wurde deutlich verbessert. Die Lieder wirken wesentlich ausgereifter als zuvor und gesamt wirkt das Album auch viel stimmiger und homogener. Noch stärker als früher legen die Musiker Wert auf eingängige Melodien, was Songs wie „The Stormsons“ eindrucksvoll beweisen. Der ganze Titel besteht praktisch aus einer reinen Hookline.

Nicht nur die Melodien wurden eingängiger und filigraner ausgearbeitet, auch die Gesangslinien und die Gitarrensolos wurden kräftig aufpoliert. Man merkt nun einfach die Live-Erfahrung, die die Gruppe inzwischen sammeln konnte. Deutlich häufiger kommen auch Choräle und Samples jeglicher Art zum Einsatz. Das wird nicht jeder mögen, aber die Effekte verleihen der Musik oftmals einen erzählenden Charakter. Den Höhepunkt der Chöre gibt es bei „In Time We Trust“. Große Teile des Liedes bestehen aus choralen Gesängen.

„Into The Light“ schlägt am ehesten die Brücke zum ersten Album. Das Songwriting und auch der Gesang erinnern bei dieser Nummer unwillkürlich an „A Coming Storm“. Bei dieser einen Nummer bleibt es aber auch. Einen Mitsing- und Mitwackeltitel gibt es auch: „Stronger“ ist der kommerziellste Track auf dem Silberling. So wie ihn viele wahrscheinlich sofort ins Herz schließen werden, so werden sich andere mit Sicherheit schnell abwenden. Der Titel ist sehr gelungen - über Gefallen darf jeder selber entscheiden.

Der Sound ist großartig geworden. Die Platte klingt schon sehr professionell produziert, wurde aber nicht zu Tode gemixt. Die Kickdrum drückt schön, die Gitarren klingen sauber und trotzdem fett und die beeindruckendste Verbesserung betrifft kein Instrument, sondern den Gesang von Fronter Alex. Der bessere Sound ist hier zweitrangig. Der Sänger selbst hat sich phänomenal verbessert. War seine Stimme früher noch etwas wackelig und dünn, so klingt er nun selbstbewusst, treffsicher und vor allem extrem vielseitig. Balladen wie „Break The Ice“ scheint er genauso problemlos zu meistern wie die schnellen, harten Lieder. Respekt.

Als Power-Metal-Fan mit einem Faible für vielschichtige Musik muss man das Teil zuhause haben, da gibt es keine Ausrede. Winterstorm sind eine der vielversprechendsten Bands aus Deutschland im Bereich Power Metal. Mit ihrem neuen Album unterstreichen sie das sehr eindrucksvoll. Das Album schlittert nur aus zwei Gründen an der Höchstpunktzahl vorbei. Erstens ist die Scheibe keine Neuerfindung des Rades und zweitens könnte sie, wenn man sie als Gesamtwerk betrachtet, ein klein wenig mehr Dampf vertragen. Fast perfekt.

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